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Altenburg Altenburger Osterland-Center droht weiterer Stillstand
Region Altenburg Altenburger Osterland-Center droht weiterer Stillstand
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05:06 09.05.2018
Wegen der ständig verschobenen Frischzellenkur droht dem Altenburger Osterland-Center weiterer jahrelanger Stillstand – bis Juli muss jetzt etwas passieren. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Dem Osterland-Center droht weiterer jahrelanger Stillstand. So habe der Eigentümer nur noch bis Juli dieses Jahres Zeit, um weitere Schritte Richtung geplanten Umbau zu machen, erklärte Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) auf eine Anfrage von Stadträtin Birgit Klaubert (Linke) hin, „weil sonst das ganze Bebauungsplanverfahren von vorn losgehen muss“. Das hieße jedoch: neue Gutachten zu Lärm- und anderen Umwelteinflüssen und neue Anhörungen aller von der Baumaßnahme Betroffener, was Monate bis Jahre in Anspruch nehmen würde.

Eigentümer verhandelt noch mit Lebensmittelhändlern

Laut letztem Kontakt der Stadtverwaltung zu Besitzer Josef Hoffmann, Chef der bayerischen MJM Immobilien GmbH, bleiben Aldi und Black zumindest bis 31. Dezember 2018 im Osterland-Center, so Wolf weiter. Parallel führe der Eigentümer noch bis diesen Monat vertragliche Verhandlungen mit Lebensmittelhändlern, um den – ursprünglich für Aldi – geplanten Umbau umzusetzen. Der Discounter war Mitte 2016 davon zurückgetreten, den Markt an der Geraer Straße mit einem Neubau in der Sternstraße vergrößern zu wollen.

Aldi winkt wegen vieler Gründe ab

Neben der neuen Firmenphilosophie und der demografischen Entwicklung Altenburgs begründete dies der Handelsriese auch mit dem schleppenden Fortschritt bei den Expansionsplänen im Anfang der 1990er-Jahre gebauten und seit Längerem zu zwei Dritteln leerstehenden Osterland-Center. War der Vollzug des Aldi-Neubaus mitsamt Umfeld-Aufwertung ursprünglich für 2015 angekündigt worden, verschob sich die Sache immer weiter. Zuletzt laut Hoffmann wegen eines Umweltgutachtens und Unsicherheiten bei potenziellen neuen Mietern durch Auflagen im Einzelhandelskonzept der Skatstadt.

Auch Abriss von Ruinen kommt vorerst nicht

„Ich habe Herrn Hoffmann gebeten, wenigstens beim Abriss Flagge zu zeigen“, sagte der scheidende OB in der Hoffnung auf ein Signal, wenn die ohnehin beim Umbau abzureißenden Ruinen an der Geraer/Ecke Sternstraße zeitnah weichen würden. „Aber er sieht das als Gesamtprojekt, was ich sehr bedauere, aber so hingenommen habe.“ Darüber hinaus habe man sich auf eine Zeitachse für das weitere Vorgehen geeinigt. „Es ist ein ziemlicher Zeitraum vergangen zwischen den Beteiligungen der Träger öffentlicher Belange und dem städtebaulichen Vertrag“, so der Rathauschef weiter. „Deshalb besteht die Gefahr, dass man gewisse Dinge wiederholen muss. Diesbezüglich stehen wir in Kontakt zur Rechtsaufsicht.“

Von Thomas Haegeler

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