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Altenburg Altenburger Peter Beyer bezwingt als 275. Kletterer die 1200 Gipfel der Sächsischen Schweiz
Region Altenburg Altenburger Peter Beyer bezwingt als 275. Kletterer die 1200 Gipfel der Sächsischen Schweiz
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19:37 06.06.2014
Altenburg

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Auf einem Formular mussten die Besteigungen nachgewiesen werden. Dafür diente das eigene Fahrtenbuch und das Gipfelbuch-Archiv in Dresden. Verschiedene Felsen musste Beyer noch einmal besteigen, um festzustellen, dass er vor 30 oder 40 Jahren doch schon oben war.

Der Grund: Das Fahrtenbuch war nicht vollständig. Nach telefonischer Bestätigung gab es Rückfragen, wie er denn diesen oder jenen Gipfel bestiegen hätte. Im Heft 4/2013 des Sächsischen Bergsteigerbundes wurde dann veröffentlicht, dass Beyer als 275. All-Gipfel-Besteiger der Sächsischen Schweiz geführt wird. Seine Seilgefährten vom Alpenverein Altenburg gratulierten ihm dazu und wollten mit ihm stilecht auf einem Gipfel feiern.

Allerdings wurde aus der Idee Mitte Mai nichts. Denn am Honigstein im Rathener Gebiet hatte es zuvor zu stark geregnet. Und so stießen die Altenburger mit Beyer und Berliner Bergfreunden am Fuße des Gipfels mit Sekt auf die Erfolge des Sportkameraden an.

Peter Beyer begann am 30. März 1956 als 16-Jähriger mit dem Klettern bei der BSG Lokomotive Altenburg. Unter den Kletterbegeisterten Fritz Bauch und Heinz Loehr bestieg er den leichten Weg am Südlichen Osterturm (Schwierigkeit III). Im Laufe der Jahre entwickelte er sich zu einem hervorragenden Bergsteiger, der im Vorstieg Gipfel bis zur Schwierigkeit V IIIb bezwang. Persönlich bin ich neidisch, dass er am 8. Oktober 1967 die Barbarine bestieg. Als ich den Wunsch äußerte, dass man mich auf diesen Gipfel im Nachstieg mitnehmen sollte, wurde die Barbarine 1978 für immer als Klettergipfel gesperrt.

Bei vielen Fahrten in die Hohe Tatra holte sich Beyer das Rüstzeug für das Klettern im Hochgebirge. So erreichte er 1969 den Gipfel des Elbrus (5633 m) im Kaukasus, sowie danach weitere 4000er, 5000er und 6000er im Pamir, dem Fangebirge und dem Kaukasus. 1979 gelang ihm die Besteigung des 7134 Meter hohen Pik Lenin und Pik Rasdelnaja (6148 m) im Pamir. Nach der Grenzöffnung 1990 zog es Beyer mit Mitgliedern der hiesigen Sektion in die Alpen, um dort zahlreiche Berge zu bezwingen. So stehen in seinem Fahrtenbuch 22 Gipfel über 3000 Meter und 14 Gipfel über 4000 Meter. In Afrika bezwang er unter anderem den Kilimanjaro (5835m) und in Südamerika den Cotopaxi (5898 m) sowie den Ventimilla (6228 m).

*Unser Autor ist Ehrenvorsitzender der Sektion Altenburg des Deutschen Alpenvereins.

Hans-Jochen Jahn*

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