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Altenburger Pokémon-Jäger wehren sich gegen Vorwürfe

Spiel Altenburger Pokémon-Jäger wehren sich gegen Vorwürfe

Das Pokémon-Fieber soll dem Vernehmen nach bereits wieder sinken. Von einem Abflauen der Debatte in Altenburg um das beliebte Handy-Spiel kann freilich noch keine Rede sein. Denn die Debatte um die Hinterlassenschaften der jungen Leute vor allem vor der Stadtbibliothek im Schlosspark erhitzt weiter die Gemüter.

Das Spiel Pokémon Go sorgt in Altenburg für einigen Unmut. (Symbolfoto)

Quelle: dpa-Zentralbild

Altenburg. Die Osterländer Volkszeitung (OVZ) hatte bereits über den Unmut von Anwohnern und Passanten berichtet. Von stundenlang zugestellten Parkplätzen war die Rede, von lauter Musik und vor allem von jeder Menge Müll. Dies, so hatten sowohl Schloss- als auch Stadtverwaltung gegenüber der OVZ erklärt, würde zu einem erhöhten Arbeitsaufwand zum Sauberhalten des Areals führen.

Dem widerspricht Susanne Bertram, eine leidenschaftliche Pokémon-Jägerin, jedoch entschieden. Die Hinterlassenschaften würden oft gar nicht von den Spielern stammen, sondern von anderen Jugendgruppen, die sich früher auf der Teehauswiese und jetzt eben vor dem Stadtarchiv treffen würden. „Wir sind beispielsweise eine Gruppe von zehn Leuten, die sich regelmäßig dort zusammenfinden, um zu spielen. Wir nehmen unseren Müll immer mit nach Hause und achten auch darauf, dass andere dies tun.“ Natürlich könne sie nicht für jeden die Hand ins Feuer legen. Aber es sei nicht Usus, einfach alles liegenzulassen. „Auch der oft beklagte nächtliche Lärm geht nicht auf uns zurück. Wir können gar nicht bis um 3 oder 4 Uhr in der Früh dort bleiben. Viele Spieler haben Arbeit oder müssen in die Schule.“

Außerdem, sagt Susanne Bertram, stimme es nicht, dass die Papierkörbe regelmäßig, schon gar nicht täglich, geleert würden. Manchmal seien sie tagelang vollgestopft. Als Notlösung habe jetzt ein Anwohner einen Müllsack hingestellt. Man solle also schon bei der Wahrheit bleiben, fordert die Altenburgerin.

Von Ellen Paul

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