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Altenburger Radler absolvieren erste Etappen

Städtetour Altenburger Radler absolvieren erste Etappen

23 Hobbyradler aus Altenburg sind seit dem Samstag unterwegs, um die Partnerstädte Offenburg und Olten zu besuchen. In mehreren Etappen wollen sie ihre Ziele erreichen. Was sie dabei unterwegs so erleben, berichten sie in loser Folge per E-mail der OVZ.

Gruppenbild mit Plakat: die Städte-Tour-Radler aus Altenburg.

Quelle: privat

Altenburg. Am Samstag haben sich um 9.30 Uhr auf dem Altenburger Markt 23 Radfahrer und 9 Begleitpersonen getroffen, um die Städtetour Altenburg-Offenburg-Olten unter die Räder zu nehmen. Zum Start kamen die Familien der Teilnehmer, Mitglieder des Lions Club und des Rotary Club und zahlreich andere Unterstützer, wie zum Beispiel Mitglieder des Vereins „Skatstadtbullen“. Oberbürgermeister Michael Wolf übernahm gemeinsam mit Sten Wagner von SV Aufbau Altenburg e.V. / Lions und Jürgen Pohle vom Rotary Club die offizielle Verabschiedung und wünschte den Teilnehmern eine schöne und sturzfreie Fahrt zu den Partnerstädten der Stadt Altenburg.

Dann setzte sich der Begleittross auch schon in Bewegung. Jens Daniel machte mit dem Vorausmotorrad den Anfang und es folgten die Radfahrer und die weiteren Begleitfahrzeuge. Das erste Tagesziel war Saalburg, jedoch nicht auf dem kürzesten Weg, sondern über die landschaftlich schönere aber auch anstrengendere Strecke. Die Temperaturen am Samstag von bis zu 38 Grad machten es erforderlich, das eine oder andere Mal mehr anzuhalten und die Trinkflaschen aufzufüllen. In den regulär geplanten Pausen wurden von Steffi Pohle, Bettina Lußky, Frank Quaas, Klaus Rothe und Anton Gerling eine perfekte Versorgungsstelle mit leckerem Obst, Getränken und Kuchen vorbereitet. Auf dem welligem Streckenprofil führte der Weg über die Osterburg zu der alten Bahnstrecke Schleiz-Saalburg. Hier wurde man zunächst vom Rotary Club Schleiz – vertreten durch Herrn Purfürst – empfangen. Die alte Bahnstrecke ist mittlerweile zu einem touristisch vielgenutzten Radweg ausgebaut und führte die Teilnehmer zum Kraftwerk an der Bleilochtalspeere. Hier gab es eine Kraftwerksbesichtigung, die insoweit ihren Reiz hatten, dass man in die kühle Staumauer absteigen konnte, was bei den Außentemperaturen ein erfrischendes Erlebnis war.

Das Tagesziel in Saalburg wurde nach 125 Kilometern und 1500 Höhenmetern erreicht. Hier fühlte man sich in der Jugendherberge gleich 30 Jahre in die Vergangenheit zurückgesetzt und bei dem einem oder anderem Teilnehmer waren die Erinnerungen an die Ferienlagerzeit plötzlich wieder da. Es mussten Betten bezogen werden und es gab nach der gemeinsamen Essensausgabe Tischdienst. Dirk Schwerd und Jörg Köhler nutzten die Gelegenheit und sprangen direkt ins erfrischende Nass der Bleilochtalspeere. Die Gruppe hat sich am ersten Tag sofort gefunden und der Spaß war wesentlicher Bestandteil des Tages, so dass man am Strand Café und in der Jugendherberge den Abend gemütlich hat ausklingen lassen.

Nach dem „Morgenappell“ gab es das gemeinsame Frühstück, und der 2. Tag Richtung Hirscheid wurde um 9.30 Uhr gestartet. Hier ging es gleich richtig zur Sache. Quer durch das Thüringer Schiefergebirge und den Rennsteig rauf und runter. Das Fahrerfeld zog sich in die Länge und vor dem Besenwagen staute sich das Grupetto. Die starken Bergfahrer haben die Schwächeren geschoben und die Gruppe hat sich gegenseitig über die Anstiege geholfen. Der Spaß kam aber auch hier nicht zu kurz.

So wurde zum Beispiel zwischen Klaus Rößner und Gerhard Ott die Senioren Bergwertung ausgefahren. Das Feld hat die Beiden plötzlich nur noch von hinten gesehen und konnte nicht beurteilen, wer gewonnen hat. Die Adern auf den Waden der beiden ältesten Teilnehmer quollen hervor, und es wurde alles rausgeholt. Beide meinten, es habe sich nur um Millimeter gehandelt und somit endete die Wertung mit einem Gleichstand.

Wo es rauf geht, geht es bekanntlich auch runter, und so stürzte man sich in die Abfahrt. Spitzenwert hatte Jörg Köhler mit 87,6 Kilometern pro Stunde. Auf der Etappe machte man Zwischenstopp in Altenkunstadt und besichtigte die Leikeim Brauerei, welche die Radfahrer mit erfrischenden Getränken versorgte. Trotz müder Beine waren nach der Brauerei Besichtigung noch etwa 50 Kilometer zu fahren. Auf den letzten 20 Kilometern wurden zwar Rufe wie „was ist das für eine … schon wieder ein Berg“, aber nach 120 Kilometern und abermals 1500 Höhenmetern erreichte man zufrieden das Tagesziel der 2. Etappe in Hirscheid. Beim Abendessen hat man sich die Geschichten und Erlebnisse des Tage noch einmal aus den unterschiedlichen Perspektiven erzählt und herzlich über die einzelnen Episoden gelacht.

Die Teilnehmer der Städtetour werden in der OVZ weiter über ihre ungewöhnliche Reise berichten.

Von Sten Wagner

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