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Altenburger Recyclinghof erfreut sich großer Beliebtheit

Müllentsorgung Altenburger Recyclinghof erfreut sich großer Beliebtheit

Der Recyclinghof in Altenburg erfreut sich großer Beliebtheit. Hier können Bewohner der Skatstadt recht problemlos das loswerden, was nicht unbedingt in jede Mülltonne soll. Vorarbeiterin Mona Günther und ihre Kollegen haben gut zu tun, um die Rohstoff-Flüsse am Laufen zu halten. Und sie erleben auch das eine oder andere Kuriosum.

Auf dem Recyclinghof in Altenburg wird man auch Grünschnitt los.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. „Den Grünschnitt können Sie hier abladen, das Papier kommt dort drüben hin – aber bitte die Pappe getrennt davon entsorgen“, erklärt Mona Günther einem Kunden, bevor sie zur Mistgabel greift und beginnt, im vor ihr stehenden Container Zweige und Blätter umzuschichten.

Schon in den ersten fünf Minuten wird klar: Langeweile kommt in ihrem Beruf so schnell nicht auf. Die 56-Jährige ist auf dem Altenburger Recyclinghof als Vorarbeiterin für den reibungslosen Betriebsablauf zuständig – und kann sich keinen besseren Beruf vorstellen. „Mir macht einfach die Arbeit mit den Leuten Spaß“, erläutert sie, während der nächste Wagen auf das Gelände rollt, „gerade der Kontakt zu den Kunden, auch mal ein Späßchen machen – das mag ich sehr.“ Nach inzwischen acht Jahren kennen Günther und ihr fünfköpfiges Team die meisten Anliefernden zudem in- und auswendig: „Teilweise können wir schon am Auto Kunde und mitgebrachtes Gut erkennen“, schmunzelt sie.

Genau so vielfältig wie die Kundschaft sind auch Mona Günthers Aufgaben: „Neben der Kontrolle und Überwachung der Anlieferung gehört auch noch das gemeinsame Sortieren des jeweiligen Guts gemeinsam mit den Kunden dazu“, zählt sie auf. Dabei ist Überblick gefragt, denn auf dem großen Gelände finden sich Container für so gut wie jede Sorte Abfall. Neben Grünschnitt, Papier, Pappe, alten Haushaltsgeräten, Glasmüll, Altkleidern sowie Elektro- und sonstigem Schritt können auch Sperr- und Hausmüll auf dem Hof abgegeben werden – letzterer ist allerdings gebührenpflichtig. Zig Container mit einem Fassungsvermögen von fünf bis 30 Kubikmeter stehen für die Entsorgung bereit. Erträge erwirtschaftet der Recyclinghof dabei nur in geringer Zahl, nur die Schrottverwertung generiert Einnahmen – für 2015 kamen so allerdings immerhin 23 494 Euro zusammen, wie die zuständige Abfallwirtschaft des Landkreises mitteilt.

Das Angebot wird von der Bevölkerung dankend angenommen. „Die Wagen reihen sich meist schon vormittags Stoßstange an Stoßstange“, weiß Mona Günther zu berichten. „Am meisten ist aber erfahrungsgemäß zum Feierabend oder am Sonnabend los.“ Trotz der teilweise langen Wartezeiten, seien die meisten Kunden sehr geduldig, so Günther – auch wenn sie und ihr Team hin und wieder auf Unverständnis stoßen. „Das Kurioseste war bisher ein Kunde, der mit dem Traktor einen ganzen Hänger voller Tannen mitbrachte – pro Woche ist jedoch nur ein halber Kubikmeter Grünschnitt erlaubt. Darauf hingewiesen drohte er, uns alles vor die Tür zu kippen, ließ es aber dann glücklicherweise doch bleiben“, erinnert sie sich.

Die meisten Kunden seien hingegen schlicht dankbar für das Angebot. So etwa Gerhard Rohweder, der direkt aus seinem Garten auf den Recyclinghof gekommen ist: „Ich muss das Grundstück leider aus Altersgründen aufgeben, und hier kann ich den anfallenden Grünschnitt problemlos entsorgen“, berichtet der 71-jährige Altenburger, während er aus seinem Hänger Äste in die bereitgestellten Container verfrachtet. Auch Cornelia Plohmann ist mit dem gebotenen Service rundum zufrieden. „Ich schätze hier vor allem die helfenden Hände der Mitarbeiter“, erklärt die 61-Jährige. Gerade wenn sie einmal schwerere Gegenstände mitbringe, sei stets jemand zur Stelle, um sie beim Ausladen zu unterstützen. Das Angebot nutzt sie regelmäßig: „Ich habe einen großen Garten zuhause, da fällt viel an. Einmal pro Monat bin ich sicher hier. Und auch andere Dinge werde ich hier ohne Probleme los“, freut sie sich, während sie einen Sack Altkleider in den Spendencontainer hebt.

Was kann wo abgegeben werden?

An insgesamt sechs Stellen im Altenburger Land haben Bürger die Möglichkeit, Abfälle, die nicht im Hausmüll entsorgt werden können, abzugeben.

Recyclingzentrum Altenburg: Geöffnet Montag und Freitag von 8 bis 16 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 8 bis 18 Uhr, Mittwoch von 8 bis 16.30 Uhr, sowie Samstags 8 bis 12 Uhr.

Recyclinghof Schmölln: Geöffnet Montag, Mittwoch und Freitag von 9 bis 16 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr, sowie Samstag von 9 bis 12 Uhr.

Recyclinghof Gößnitz: Geöffnet Dienstag von 13 bis 18 Uhr, Donnerstag von 8 bis 13 Uhr und Samstag von 8 bis 12 Uhr.

Recyclinghof Meuselwitz: Geöffnet Dienstag und Mittwoch von 13 bis 18 Uhr, Donnerstag von 8 bis 13 Uhr, Freitag von 10 bis 16 Uhr, sowie Samstag von 8 bis 12 Uhr.

Recyclinghof Lucka: Geöffnet Dienstag und Mittwoch von 8 bis 13 Uhr, Donnerstag von 13 bis 18 Uhr, Freitag von 12 bis 18 Uhr, sowie Samstag von 8 bis 12 Uhr.

Recyclinghof Frohnsdorf: Geöffnet Dienstag und Mittwoch von 8 bis 13 Uhr, Donnerstag von 13 bis 18 Uhr, Freitag von 12 bis 18 Uhr, sowie Samstag von 8 bis 12 Uhr.

Abgegeben werden können an allen sechs Standorten Sperrmüll, Grünschnitt, Papier und Pappe, alte Elektrogeräte, sämtliche Arten von Schrott, Leichtverpackungen (Gelber Sack) und Glas.

Zudem ist es möglich, hausmüllartigen Gewerbemüll und Hausmüll zu entsorgen – letzteres allerdings nur in Altenburg und beides nur gegen Gebühr. Abgegeben werden können alle Stoffe in haushaltsüblichen Mengen – etwa 0,5 Kubikmeter Grünschnitt pro Anlieferung und Woche.

 

Von Bastian Fischer

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