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Altenburg Altenburger Rotary Club stellt Schulrucksäcke für Flüchtlingskinder bereit
Region Altenburg Altenburger Rotary Club stellt Schulrucksäcke für Flüchtlingskinder bereit
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14:03 25.11.2015
Christine Büring und Holger Frenzel vom Rotary Club Altenburg zeigen, was zum Willkommenspaket gehört. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Zum Willkommenspaket, für das Familien mit schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen bei der Diakonie einen Gutschein erhalten können, gehören aber nicht nur die  Rucksäcke, sondern auch Schreibblöcke, Hefte, Stifte und eine Federmappe.

„Wir haben erfahren, dass Flüchtlingskinder oft nur mit ein paar Utensilien unterm Arm in die Schule kommen. Unsere Idee, hier helfend einzugreifen, ist deshalb auf viel Gegenliebe gestoßen. Inzwischen gibt es bei der Diakonie schon gezielt Anfragen“, weiß Club-Mitglied Mike Langer. „Denn Flüchtlingsfamilien erhalten pauschal 60 Euro für Schulsachen. Wenn man bedenkt, wie viel allein Bücher kosten, weiß man, dass dies vorn und hinten nicht reicht.“

Die Idee selbst hat Rotarier Konrad Selder aus Bayern mitgebracht, wo ein Club solche gefüllten Rucksäcke erst für Kinder aus sozialschwachen Familien und dann auch für Flüchtlingskinder gespendet hat. „Da man aber aus

datenschutzrechtlichen Gründen nicht an Namen von Flüchtlingskindern herankommt, die im Altenburger Land eine Schule besuchen, haben wir uns mit der Diakoniekreisstelle zusammengetan. Dort ist die Anlaufstelle für die Gutschein-Ausgabe, und abholen kann man sich die Rücksäcke im neuen Welt-Café in der Friedrich-Ebert-Straße 14“, erzählt Christine Büring. Das Café, das aus zusätzlich bereitgestellten Landesmitteln zur Willkommenskultur gefördert wird, erhält ebenfalls Unterstützung durch den Altenburger Rotary Club.

Ab Dezember sollen alle Kinder dann zudem noch ein Buch für den Deutsch-Unterricht geschenkt bekommen, das von Rotary Deutschland finanziert wird. „Dies ist ein kleiner Beitrag zur Integration. Vor allem die Bildung von Kindern und Jugendlichen liegt uns am Herzen. Egal, ob die Betroffenen in Deutschland bleiben oder irgendwann wieder in ihre Heimat zurückkehren. Eine Schulbildung ist in jedem Fall notwendig“, ist Club-Präsent Holger Frenzel überzeugt.

Die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen ist seit langem ein Schwerpunkt der gemeinnützigen Arbeit. Insgesamt 70.000 Euro hat der Club mit seiner gleichnamigen Stiftung in den letzten Jahren für benachteiligte Kinder und Jugendliche im Altenburger Land zur Verfügung gestellt.

Nach Angaben des Landratsamtes gibt es derzeit  in der Stadt Altenburg und im Landkreis 193 sogenannte DAZ-Schüler (Deutsch als Zweitsprache), davon 36 in Berufsschulen.

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