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Altenburger Schloss eröffnet interaktive Kartenmacherwerkstatt

Schauen und Schaffen Altenburger Schloss eröffnet interaktive Kartenmacherwerkstatt

Im Werben um die Gunst der Besucher hält das Residenzschloss Altenburg bald einen weiteren Trumpf in der Hand: eine interaktive Kartenmacherwerkstatt. Ab 19. Juni kann mit dem neuen Angebot des Schloss- und Spielkartenmuseums jeder sein eigenes Kartenspiel herstellen – per 3D-Drucker oder Linolschnitt.

Schlossmuseumsmitarbeiter Florian Voß holt aus dem neuen 3D-Drucker eine Kartenvorlage heraus. So können Besucher ab 19. Juni ihr eigenes Spielblatt herstellen.

Quelle: Silke Arnold

Altenburg. Im Werben um die Gunst der Besucher hält das Residenzschloss Altenburg bald einen weiteren Trumpf in der Hand: eine interaktive Kartenmacherwerkstatt. Dort kann jeder selbst sein eigenes Kartenspiel herstellen, wahlweise mit traditioneller oder moderner Technik. Doch egal, ob mit 3D-Drucker oder Linolschnitt gearbeitet wird: das Ergebnis ist ein Unikat „made in Altenburg“.

Für die Inbetriebnahme der Erlebnis-Werkstatt samt Medienraum ist jetzt ein verbindlicher Fahrplan festgelegt worden. So wird das neue Angebot des Schloss- und Spielkartenmuseums noch vor den Sommerferien am Sonntag, dem 19. Juni, eröffnet. An diesem Tag gibt es im Anschluss an die offizielle Einweihung ab 12 Uhr ein „Druckfest“, bei dem erstmals gilt: „Schauen, staunen, mitmachen, kreativ und produktiv sein.“

Zurzeit haben aber in der künftigen Kartenmacherwerkstatt noch die Handwerker das Sagen. Es ist einiger Aufwand, um den ehemaligen Abstellraum einladend zu gestalten. So mussten eine nichttragende Trennwand sowie altes Parkett und Fliesen raus. Aktuell wird ein neuer Fußbodenbelag verlegt. Zu den weiteren Maßnahmen gehören die Erweiterung und Modernisierung der Heizungsanlage, Putz, Spachtel- und Malerarbeiten sowie Elektroinstallationen.

In der Kartenmacherwerkstatt, die in der ersten Etage links neben dem Haupteingang sein wird, ist die eigentliche Druckerei untergebracht. Hier entstehen die Karten. Im Medienraum, der sich in der zweiten Etage des Nordflügels befindet, werden dagegen die nach individuellen Vorstellungen gestalteten Druckplatten erstellt – wie eingangs erwähnt wahlweise mit Tablet und Computer oder auf traditionelle Art und Weise per Linolschnitt.

Mit der interaktiven Kartenmacherwerkstatt erweitert der Schloss- und Kulturbetrieb sein Angebot um eine weitere Facette. Von der Offerte dürften sich vor allem jene Besucher angesprochen fühlen, die bei einem Museumsbesuch selbst aktiv werden möchten und etwas Authentisches erleben wollen. Das neue Angebot fügt sich in das bestehende Konzept, weil sich die Druckwerkstatt in der Nähe der Exponate der historischen Kartensammlung befindet.

Für die bauliche Herrichtung, vor allem aber für die Ausstattung der Kartenmacherwerkstatt mit Computern, 3D-Druckern und vielem mehr, werden erhebliche finanzielle Mittel benötigt. Das Gros der rund 140 000 Euro kommt mit etwa 98 000 Euro aus dem Regionalbudget für die Region Altenburger Land. Zudem stellen der Schlossverein und die Bürgerstiftung Altenburger Land zusätzlich jeweils 10 000 Euro zur Verfügung. Weitere 10 000 Euro sammelten der Schlossverein und der Lions Club beim jüngsten Benefizball ein. Die übrigen 12 000 Euro bringt die Stadt Altenburg selbst auf.

„Mit der interaktiven Kartenmacherwerkstatt gelingt es uns nunmehr, ein kreatives, buchbares Angebot im Residenzschloss zur Verfügung zu stellen, welches offensiv überregional vermarktbar ist und einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Wertevermittlung mit unseren traditionellen Spielkarten leistet“, sagte Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD). „Das, was Leute zieht, ist die Spanne von historischer zu heutiger Technik, ein Museum zum Anfassen, in dem man nicht nur schauen, sondern auch schaffen kann.“

Von Thomas Haegeler

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Schloss- und Spielkartenmuseum Altenburg
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