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Altenburg Altenburger Schloss soll besseren Brandschutz bekommen
Region Altenburg Altenburger Schloss soll besseren Brandschutz bekommen
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00:18 31.05.2017
Beim bislang letzten großen Schlossbrand am 23. April 1987 brannte die Junkerei weitgehend nieder. Quelle: privat
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Altenburg

Der Schlosskomplex hoch über der Skatstadt ist nicht nur ein Wahrzeichen von Altenburg. In den ehrwürdigen Gemäuern schlummern auch wertvolle Schätze, die es zu schützen gilt. Die Energie- und Wasserversorgung Altenburg (Ewa) investiert deshalb in den Brandschutz, will in diesem Jahr die derzeit noch vor dem Schlosstor endende Hauptwasserleitung bis hinter die Toreinfahrt verlängern. Ziel ist es, im Hof einen so genannten Überflurhydranten zu installieren. Etwa 30 000 Euro soll diese Investition kosten.

„Mit dieser Leitung hätten wir auf dem Schloss eine Löschwasserkapazität von 93 Kubikmetern in der Stunde, was ausreichend wäre“, schätzt Altenburg stellvertretender Feuerwehrchef René Riedl ein. Er ist bei der Berufswehr auch für den vorbeugenden Brandschutz zuständig.

Dass in puncto Löschwasserversorgung im Schlosskomplex dringender Handlungsbedarf besteht, offenbarte zuletzt eine Großübung aller Altenburger Wehren am 12. September 2015. Angenommen wurde damals ein Feuer im Obergeschoss des Prinzenpalais’. Zwar lag auch schon zu diesem Zeitpunkt Löschwasser in ausreichender Menge und über die notwendige Zeit an, aber die Bereitstellung erwies sich als ziemlich kniffelig. Sogar aus dem Pauritzer Teich am Fuße des Schlossberges musste Wasser entnommen und über eine so genannte Wegestrecke hinauf den Berg gepumpt werden. Die Feuerwehrleute mussten bei dieser Übung mühsam die Schläuche vom Pauritzer Teich den steilen Schlossberg hinaufschleppen. Das erinnerte stark an den 23. April 1987, als es in Altenburg den bislang letzten großen Schlossbrand gab und die Junkerei in weiten Teilen herunterbrannte. Angesichts der unverändert großen Schwierigkeiten, das hohe Haus mit Löschwasser zu versorgen, kam zunächst die Anregung, vom Pauritzer Teich bis hinauf zum Schloss eine stationäre Steigleitung zu installieren. Diese Idee kann mit der Verlängerung der Hauptwasserleitung verworfen werden, weil dann auch so genügend Nass zur Verfügung steht.

„Die Steigleitung barg zudem einige Unsicherheiten“, erklärt René Riedl. Denn zeitweise liege auch der Pauritzer Teich naturgemäß trocken oder habe nur wenig Wasser. Gleiches gelte für die Blaue Flut, die man im Ernstfall wohl auch erst anstauen müsste, um ausreichend Wasser fördern zu können.

Von Jörg Wolf

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