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Altenburg Schüler bauen im Altenburger Lindenau-Museum ihr Traumhaus
Region Altenburg Schüler bauen im Altenburger Lindenau-Museum ihr Traumhaus
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06:06 14.02.2019
Diese Holzblöcke werden schon bald zu Traumhäusern: Valentin, Jonathan und Simon hobeln begeistert in der Holzwerkstatt im Lindenau Museum. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Nach der Mittagspause findet im Studio der Bildenden Kunst des Lindenau-Museums erst einmal die Planungssitzung statt. Zehn junge Architektinnen und Architekten stehen um eine Tischgruppe vor ihren bunten Skizzen und diskutieren die Phase ihrer Arbeit. „Ich bin eigentlich fertig“ sagt die neunjährige Marisa. „Ich möchte gerne erst einmal mein Dach noch feilen und den zweiten Teil des Turmes dann morgen machen“, erklärt der gleichaltrige Anton. Susann Schade ist die Leiterin der Runde, sie nickt bei den Feststellungen ihrer jungen Kursteilnehmer ernst mit dem Kopf, hier und da werden nächste Schritte diskutiert, dann löst sich die Sitzung auf und die Ruhe wird von neuen Geräuschen und Geschäftigkeit abgelöst: Es wird gesägt, gehobelt und geschliffen.

Schüler bauen Traumhäuser

Traumhäuser“ bauen die Schüler in der Holzwerkstatt des Lindenau-Museum – nach sorgsamer Konzeptualisierung versteht sich: „Wir haben erst über Häuser gesprochen und uns Modelle angesehen“, erzählt die Bildhauerin Susann Schade. „Dann haben die Kinder ihr Traumhaus gemalt und schließlich gingen wir daran, die Zeichnungen in Holzarbeit umzusetzen“, erzählt die Bildhauerin. Seit vielen Jahren arbeitet die Goselerin mit Kindern. Diesmal sind zehn Kinder in ihren Winterferien für einen zweitägigen Kurs zu ihr ins Lindenau-Museum gekommen, um gemeinsam Häuser zu entwerfen und schließlich mit Holz zu erarbeiten. Susann Schade weiß aus Erfahrung, dass vor allem Druck die Kreativität einschränkt. „Ich mag an den Kindern, dass sie so frei von Erwartungen denken“ sagt sie.

Ein Hochhaus als Traumhaus

Dass die Häuser auf dem Papier oft nicht eins zu eins in der Holzarbeit umzusetzen sind, damit scheinen ihre Schützlinge sehr gut umgehen zu können. Die elfjährige Anna-Sophia allerdings hat einen Entwurf vorgelegt, der wahrscheinlich außergewöhnlich gut auf das Holz übertragbar ist: „Es ist ein Hochhaus“, erklärt sie, „ich fand das schön, vor allem weil man von oben einen tollen Ausblick hat.“ Gerade schleift sie ihren langen, rechteckigen Holzklotz glatt, später möchte sie ihn grau anmalen und mit Fenstern versehen. Auf ihrer Skizze grünt außerdem ein ausladender Baum.

Gegenüber sägen Anton und Jonathan (beide elf) in Schwerstarbeit noch Hausdächer zurecht. „Ich mach das sehr gerne“, erklärt Anton, den Blick weiter konzentriert auf das Holz gerichtet. „Zuhause habe ich schon viel mit Holz gebaut, zum Beispiel ein Flugzeug oder ein Fußballstadion“. Sein Hauskonzept ist komplex, gerade arbeitet er an einem Stück des Turmes, morgen sollen ein Zweiter und das Hauptgebäude hinzukommen. Sein Kollege Jonathan will morgen eigentlich nur eines: „Weitersägen!“. Drei Minuten später steht er mit blutendem Finger vor Susann Schade. „Erstmal in den Mund stecken“ sagt die professionell und geht ein Pflaster holen.

Das Studio Bildende Kunst im Lindenau-Museum bietet laufend Kreativkurse für Kinder und Erwachsene an. Mehr Informationen unter www.lindenau-museum.de.

Von Anna Flora Schade

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