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Altenburg Altenburger Schüler speed-daten die Wirtschaft
Region Altenburg Altenburger Schüler speed-daten die Wirtschaft
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08:04 27.09.2018
Über 250 Neuntklässler nahmen teil am berufsorientierenden Speed Dating mit der Wirtschaft. Quelle: Maike Steuer
Altenburg

Für Julie Manke war schon lange klar, was sie nach der Schule mal machen würde. Was handwerkliches, was mit Maschinen und gerne auch einer Menge PS. Weil „Kfz-Werkstatt nur Teile tauschen“ bedeutet, entschied sich die 16-Jährige für eine Nummer größer und unterschrieb ihren Ausbildungsvertrag beim Landmaschinen- und Kfz-Handel Starkenberg – als erstes Mädchen überhaupt. Was man so macht, als „Land- und Baumaschinenmechatroniker“ im ersten Lehrjahr, darüber berichtete sie zusammen mit Werkstattleiter Chris Müller am Dienstag im Akkord bei „Satt statt platt“ im „Goldenen Pflug“.

10 mal 15 Minuten Zeit, um über 250 Regelschülern der 9. Klassen aufzuzeigen, wie ihr Leben nach der Mittleren Reife aussehen könnte. Berufsorientierung am lebenden Objekt und altersentsprechend, wie ihr Chef betonte: „Viele, die heute hier sind, machen sich noch nicht so die Gedanken. Die sind erst 14, maximal 15, da erscheint die Zukunft noch weit weg“, weiß er aus Erfahrung. Trotzdem sei so eine Veranstaltung wie diese toll, um zumindest mögliche Perspektiven aufzuzeigen.

Ähnlich sehen es Initiator Klaus-Jürgen Kamprad und Tino Scharschmidt von der Wirtschaftsförderung. „Wir wollen zeigen, was es hier gibt und welche Chancen die Region bietet. Landwirtschaft ist da ein großes Thema“, betonen beide. Entsprechend straff ist das Programm, welches die Jugendlichen innerhalb von zweieinhalb Stunden absolvierten. Angelehnt an die Wertschöpfungskette der Landwirtschaft luden an zehn Stationen die unterschiedlichsten Akteure zur komprimierten Stippvisite – immer gekoppelt an eine fachspezifische Frage, die die Teilnehmer am Ende möglichst richtig beantworten können sollten.

Am Stand der Bäckerei Strobel alles eine Typfrage – oder warum haben die verschiedenen Mehle unterschiedliche Nummern? Die Schüler rätselten, während Lehrling Rachel vom Arbeitsbeginn um drei Uhr erzählte – morgens und nicht nachmittags – und ihre Chefin an die Neugier der jungen Leute appellierte: „Augen auf! Nutzt die Chancen, die Praktika bieten.“ Als alle Stationen absolviert sind und nur noch entschieden werden muss, welche Klasse im Stechen um den Tagessieg die Nase vorn hat, verfolgen die 14-jährige Jennifer und ihre Freundinnen das Geschehen sichtlich erschöpft. „War aber spannend. Ich wusste gar nicht, dass es den Beruf des Lebensmittelkontrolleurs gibt. Das könnte ich mir durchaus vorstellen.“ Eine gewonnene Erkenntnis für sie – und für die 9a der Erich-Mäder-Schule ein gesundes Frühstück als ersten Preis.

Von Maike Steuer

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