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Altenburger Schülerköche gewinnen Kochduell gegen Ronneburg

Altenburger Schülerköche gewinnen Kochduell gegen Ronneburg

Verlockende Düfte zogen am Freitagnachmittag durch die Flure vom Förderzentrum Erich Kästner in Altenburg-Nord. Ausgangspunkt war die Lehrküche der Schule.

Altenburg.

 

 

 

 

Von Jörg Wolf

Die vier Jungen gehörten zum Ronneburger Förderzentrum, die vier jungen Köchinnen zum gastgebenden Förderzentrum in Altenburg. Beide Teams traten direkt im Schulausscheid vom traditionellen Erdgaspokal der Schülerköche an. Wie schon in den Jahren zuvor unterstützte die Energie- und Wasserversorgung Altenburg (Ewa) den Wettbewerb als regionaler Enegieversorger. "Wir erleben dieses Jahr bereits die 15. Auflage dieses spannenden Wettbewerbs. Und das Förderzentrum in Altenburg ist schon seit etlichen Jahren dabei", erklärte Ewa-Sprecherin Carola Blümel.

Zwei Stunden hatten Franziska Krämer, Sarah Küttner, Justine Müller und Celine Tritschler wie ihre Ronneburger Kontrahenten Zeit, ein dreigängiges Menü zu zaubern und eine Festtafel einzudecken. "Klar wollen wir heute gewinnen, und uns damit für den Regionalausscheid qualifizieren", meinte Betreuungslehrerin Beate Kräußlich, die das Treiben in der Küche sehr genau verfolgte.

"Immerhin haben wir fleißig geübt und das Menü mehrfach zur Probe zubereitet. Das muss sitzen", meinte sie. Und an dem, was die Mädchen zubereiteten, gab es wirklich kaum etwas auszusetzen. Sie hatten ihren Job einfach gut drauf. Übrigens: Auch ein Junge war eigentlich mit im Altenburger Team: Nils Schwarzenberger hatte bis zu den Weihnachtsferien alle Probedurchläufe mitgemacht. "Und ich habe mich auf den Wettbewerb richtig gefreut. Denn ich war schon einmal dabei und wusste, wie viel Spaß das macht", meinte Nils. In den Ferien brach er sich jedoch den Fuß und musste das Team verlassen. "Klar war das traurig. Aber heute drücke ich den anderen die Daumen", meinte der Achtklässler tapfer. Für ihn ins Team nachgerutscht war Celine Tritschler. "Ich habe mich gefreut, als ich doch noch in die Mannschaft kam. Es hatten sich ja etliche gemeldet. Das mit Nils tut mir aber total leid", meinte sie beim Eindecken der Festtafel.

"Für die Vorbereitung des Menüs, die Zubereitung und die Tafel gibt es Punkte. Maximal 100", erklärte Chefjuror Udo Heinze vom regionalen Köcheklub aus Gera, der schon seit Jahren den Wettbewerb begleitet. Ein knappe Stunde nach Wettbewerbsstart deutete sich für den Experten schon ein klarer Vorteil für Altenburg an. "Allein die theoretische Vorbereitung wie die Erstellung des Menüs, die Einkaufs- und Menüliste sind richtig gut und besser, als bei den Ronneburgern", meinte er.

Und als die Jungs aus Ronneburg schon nach einer Stunde, der Hälfte der Wettkampfzeit, komplett Vollzug meldeten, ließ dies für die Qualität des Menüs nichts Gutes ahnen. Denn schnell muss nicht immer gut sind. Und tatsächlich fand die Jury einiges, was sie kritisierte und vergab nur 70 Punkte insgesamt.

Anders als für die Altenburger Küchenmeisterinnen. Deren Thunfischsalat im Tomatenkorb in ausgehöhlter Zwiebel, Frischkäsefüllung für Gurkenkorb und Champignons, Wirsing-Lachs-Päckchen mit Risotto und Crêpes mit Himbeereis verblüfften sogar Profi Udo Heinze.

"Das war sicher für ihn ein ungewöhnliches Menü mit einer bislang unbekannten, aber sehr spannenden und schmackhaften Kombination", so Mitjurorin Carola Blümel, der es ebenfalls sehr gut geschmeckt hat. Insgesamt 91 Punkte kamen letztendlich heraus. "Das war eines der besten Resultate bislang überhaupt", betonte Blümel. Damit hatten die Mädchen aus Altenburg die Ronneburger Köche klar geschlagen.

Ob diese Punktzahl für die Qualifikation zum Regionalwettbewerb reicht, bei dem es um den Einzug ins Landesfinale geht, steht erst zum Monatsende fest. Aber mit 91 Punkten hat das Menü "Erntezeit" von Franziska, Sarah, Justine und Celine dafür die besten Chancen.

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