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Altenburger Seniorenclub blickt auf 25 Jahre zurück

Großes Jubiläum Altenburger Seniorenclub blickt auf 25 Jahre zurück

Seit 25 Jahren ist der Altenburger Seniorenclub in der Heinrich-Heine-Straße erste Anlaufstelle für alle älteren Skatstädter. Neben viel Unterhaltung bei Tanz, Kartenspiel oder Kaffeekränzchen können hier auch Sorgen und Nöte gelindert werden. Und auch künftig wollen die Verantwortlichen das Angebot weiter ausbauen.

Über großen Zuspruch konnte sich der Altenburger Seniorenclub zur 25-Jahr-Feier freuen.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Es ist auch Stolz, der in Marina Baumanns Stimme mitschwingt, wenn sie von ihrer Arbeit erzählt. „Ich liebe es hier und kann mir eigentlich nichts anderes mehr vorstellen“, sagt die 55-Jährige mit Überzeugung.

Hier, das ist der Seniorenclub der Stadtverwaltung Altenburg in der Heinrich-Heine-Straße, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum begeht. Eine Einrichtung, die zwar manchmal etwas unter dem Radar der Altenburger fliegen mag, aber einen umso wichtigeren Platz in der Skatstadt einnimmt.

„Wir sind hier schon auch eine Art kleiner Kummerkasten für die älteren Leute, eine erste Anlaufstelle gegen das Alleinsein“, erklärt Baumann. Gerade für Senioren, deren Verwandtschaft weit weg wohnt, sei dies ein nicht zu unterschätzender Faktor. Allerdings, das ist ihr wichtig zu betonen, sei ihr Haus keine Pflegeeinrichtung, alle Besucher noch immer komplett selbstständig. Statt Rundum-Versorgung finden die Gäste hier einen entspannten Raum zum Zusammenkommen, um Probleme zu besprechen – oder einfach bei einer gemütlichen Tasse Kaffee den Tag zu genießen.

Entsprechend herrscht in der Heinrich-Heine-Straße auch weniger Trübsal als vielmehr beschwingte Fröhlichkeit. „Wir sind im Prinzip wie ein Jugendclub – nur eben ab 55“, erzählt Marina Baumann lachend. Die Gäste treffen sich zum Rommé-Spielen, schwingen das Tanzbein, klöppeln, singen oder machen Gymnastik. Regelmäßig organisiert Baumann ein Unterhaltungsprogramm, lädt Zauberer oder Künstler ein. Einige echte Highlights sind so im Laufe der Jahre zustande gekommen. Einmal schwang etwa Wolfgang Schwalm – eine Hälfte der Wildecker Herzbuben – den Kochlöffel für die Senioren, hatte viel Spaß dabei – und brachte im Jahr darauf gleich Kompagnon Wilfried Gliem für ein Konzert mit nach Altenburg. Genau wie die regelmäßigen Gastspiele der „Lustigen Schwestern“ ein großer Spaß für die durchschnittlich 30 Besucher, die tagtäglich in den Club strömen.

Eine davon ist auch Maria Niebuhr, die fast von Anbeginn beim Seniorenclub dabei ist – zunächst immer wieder im Rahmen einer ABM-Maßnahme als Mitarbeiterin, inzwischen nach der Rente als regelmäßiger Gast. „Hier kann ich so sein, wie ich wirklich bin“, fasst die 79-Jährige den Reiz der Einrichtung zusammen. Insbesondere die Tanznachmittage haben es ihr angetan. „Wenn es nicht gerade Mistgabeln regnet, bin ich immer dabei.“ Schade sei lediglich, dass recht wenige Männer den Weg in den Club finden würden. „Die trauen sich teils wohl einfach nicht so richtig“, vermutet sie.

Es sei es vor allem die enge Gemeinschaft der Stammgäste, die das Leben im Seniorenclub präge, unterstreicht auch Marina Baumann. Das zeige sich nicht zuletzt im großen Engagement der Gäste für ihre Einrichtung. So wurde nach dem Umzug aus dem Teehaus bei Malerarbeiten angepackt, wenn bei Festen Not am Mann ist, sind stets helfende Hände parat.

Baumann hofft, dass der Seniorenclub noch lange Bestand hat. Bisher sei der glücklicherweise immer gesichert gewesen, so die Leiterin. „Auch wenn es für die Stadt keine Pflichtaufgabe ist, hat sie uns doch immer weiter aufrecht erhalten“, ist sie dankbar. Sachspenden von lokalen Unternehmen – Möbel Boss etwa stellte eine Anbauwand – tragen ebenfalls ihren Teil dazu bei.

Wie der Club über die Jahre gekommen ist, zeigte auch eine Ausstellung, die im Rahmen des Jubiläumsfestes eröffnet wurde. Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) nutzte das Fest gleich, um Dank zu sagen an die Aktiven.

Um den Club auch weiter attraktiv zu halten, sei sie immer offen für Vorschläge von außen, so Baumann. „Wir wollen uns ja auch weiterentwickeln.“ Irgendwann werde sie schließlich selbst davon profitieren, schmunzelt sie. „Wenn ich in 13 Jahren mit der Arbeit fertig bin, komme ich selbst als Besucherin hierher.“

Von Bastian Fischer

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