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Altenburger Skat-Cup mit 280 Teilnehmern gestartet

Turnierauftakt Altenburger Skat-Cup mit 280 Teilnehmern gestartet

Die Stadthalle „Goldener Pflug“ in Altenburg ist seit Donnerstag das Mekka der Skatspiel-Elite. Denn dort findet bis Sonnabend der Internationale Skat-Cup vom Deutschen Skatverband (DSkV) statt. 280 Teilnehmer sind gemeldet.

18 – 20 – passe: Bis Sonnabend werden in Altenburg die Skatkarten „gekloppt“.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Die Stadthalle „Goldener Pflug“ in Altenburg ist seit Donnerstag das Mekka der Skatspiel-Elite. Denn dort findet bis Sonnabend der Internationale Skat-Cup vom Deutschen Skatverband (DSkV) statt. „Für einen Skatspieler ist es immer ein ganz besonderes Erlebnis und eine Ehre, hier in der Wiege des beliebtesten Kartenspieles der Deutschen dabei zu sein“, meinte DSkV-Präsident Peter Tripmaker. Der 60-Jährige kann für diese dritte Auflage des nur aller zwei Jahre stattfindenden dreitägigen Cups zugleich einen neuen Teilnehmerrekord vermelden: „Insgesamt sind 280 Skater und 15 Romméspieler in einer separaten Wertung dabei. So eine Zahl hatten wir noch nie“, freute sich der Präsident. Angesichts so guter Zahlen war es auch locker zu verschmerzen, dass sich Starter aus dem Ausland in diesem Jahr merklich zurück hielten. „Dafür ist ganz Deutschland in Altenburg vertreten.“

Dass das Skatspiel nach wie vor in der öffentlichen Wahrnahme einen hohen Stellenwert genießt, bewies auch die beachtliche Medienpräsenz zur Eröffnung mitsamt gesungener Nationalhymne und diversen Grußworten. Auch das MDR-Fernsehen hatte ein Team zum ausgiebigen Dreh des Kampfes der 32 Karten nach Ostthüringen geschickt. Präsident Tripmaker war dieses Interesse nicht entgangen: „Das zeigt doch eindrucksvoll, dass der Skatsport nach wie vor einen hohen Stellenwert genießt.“

Für Altenburgs Stadtoberhaupt Michael Wolf (SPD) ist die Tatsache, dass hier das Spiel nachweislich erfunden wurden und mittlerweile die Stadt wieder der Sitz von Skatverband sowie Skatgericht ist, ein unbezahlbar wertvoller Faktor: „Über die Jahre hinweg ist zwischen der Stadt und dem Verband eine richtig gute Partnerschaft gewachsen, von der beide Seiten profitieren. Wir schätzen uns gegenseitig, und für uns ist diese gut 500-jährige Tradition der Spielkartenproduktion zu einem ganz gewichtigen Marketingobjekt geworden“, so Wolf, ehe er allen Teilnehmern ein „Gut Blatt“ wünschte.

Vor den Skatspielern liegt nun noch bis Sonnabend ein regelrechter Spielemarathon. Denn ehe die Sieger und Platzierten feststehen, werden neun Serien zu jeweils 48 Spielen, also in Summe für jeden Starter 432 Partien, absolviert. Für jede neue Serie an den mit jeweils vier Spielern besetzten Tischen kommt ein nagelneues Kartenspiel zum Einsatz, dass extra für den Skatcup in der hiesigen Spielkartenfabrik gedruckt wurde.

Für die reibungslose Ausgabe der Spielobjekte zeichnen das gesamte Turnier über vier Helfer der hiesigen Verbandsgruppe Skatstadt Altenburg verantwortlich. „Und zudem spielt rund ein Dutzend Skatsportler aus unserer Verbandsgruppe aktiv mit“, meinte Verbandsgruppenchef Stefan Sosic. Und ob am Samstagabend, wenn im Rahmen einer großen Abschlussgala die Sieger und Platzierten gekürt werden, auch ein Altenburger Skater vorne sein könnte? Denn immerhin steht in dem Starterfeld auch die Elite des Skatsports mit mehreren Weltchampions und Deutschen Meistern. „Klar wird das sehr schwer. Aber auch wir haben einige sehr starke und erfahrene Spieler am Start, die ihrerseits schon so manchen Erfolg einfahren konnten und Erfahrung mit solchen Turnieren haben“, meinte Sosic optimistisch.

Hauptsächlich zählt für den Verbandsgruppenchef aber vor allem die Tatsache, dass zumindest für drei Tage das Skatspiel in der Skatstadt wieder in aller Munde ist. „Wir können nur hoffen, dass solche Events hierzulande einen Imageschub für das Spiel auslösen“, so der Chef der derzeit rund 200 Mitglieder zählenden Verbandsgruppe. Den könnten die Skatsportler gut gebrauchen. Denn beim jüngsten eigenen Großskatturnier um die Altenburger Meisterschaft im vergangenen September waren gerade noch 86 Teilnehmer dabei. In besseren Jahren besuchten doppelt so viele Starter diesen Wettstreit.

Von Jörg Wolf

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