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Altenburg Altenburger „Skatstadtkracher“ suchen weitere Mitstreiter
Region Altenburg Altenburger „Skatstadtkracher“ suchen weitere Mitstreiter
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00:20 12.08.2017
Oliver Linde möchte mit den neu gegründeten „Skatstadtkrachern“ durchstarten. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Sie haben schräge Namen wie „Quärschläschor“ oder „Gnallschodn“. Und ebenso schräg aber auch mitreißend die von diesen Truppen dargebotene Musik, echte Guggemusik eben. Blasmusik, die im alemannischen Raum meist zur Fasnacht gespielt wird und immer wirkt, wie um einiges neben den üblichen Takten. Doch mittlerweile hat diese Musik schon längst die weiten von Süddeutschland und der Schweiz verlassen und hat auch hierzulande zahlreiche Fans und praktizierende Musiker, wie jene oben genannten Formationen, die ihre Heimat in Espenhain sowie in Meerane haben.

In denen hat auch schon Oliver Linde einige Zeit Pauke sowie Schlagzeug gespielt. Aber warum hat nicht auch die Skatstadt so eine lautstarke wie in Sachen guter Laune ansteckende Formation, dachte sich die 24-jährige Altenburger. „Ich habe nach der ersten Idee etliche Altenburger Vereine angeschrieben, und mein Projekt vorgestellt. Beim Folkloreensemble standen dann die Türen offen“, erinnert sich Linde. Kein Wunder: Zum Chef des Ensembles und Geschäftsführer der hiesigen Volkssolidarität gab es schon früher gute Kontakte. „Wir kannten uns beispielsweise von einem Ausflug des Folkloreensembles mit dem hiesigen Spielmannszug nach Olten, wo natürlich die Guggemusik vor allem durch die dortigen „Papapalagis“ gepflegt wird.“

Volker Kibisch wurde zum großen Unterstützter der Altenburger Guggemusikfans. Auch in Sachen Kostüme, von denen es schon Entwürfe gibt „Mittlerweile sind wir schon eine richtige Abteilung beim Folkloreensemble, obwohl wir ja erst in der Gründungs- und Findungsphase sind“, sagt Linde. Und wie umschreibt er die Guggemusik aus eigenem Erleben? „Da zählen keine Noten, da geht es total nach Gefühl. Weshalb ja auch alles etwas schräg klingt.“

Sechs Mitstreiter hat die kleine Truppe nach dem ersten Treffen Ende Juli schon beisammen. „Klar mindestens die doppelte Anzahl sollte es schon sein, vor allem Bläser fehlen uns noch. Am Schlagwerk hingegen haben wir schon fast alles besetzt“, sagt der Chef, der sich auch schon einen passenden Namen der dann unüberhörbaren Truppe ausgedacht hat. „Eigentlich war das ganz einfach: Wir sind in der Skatstadt und machen viel Krach, also sind wir die Skatstadtkracher.“

Wann die Skatstadtkracher ihren ersten Auftritt absolvieren werden, vermag Oliver Linde noch nicht zu sagen. „Erstmal müssen wir unsere Truppe voll kriegen und dann üben, um erst einmal eine halbe Stunde Programm durchspielen zu können“, sagt Linde. Denn obwohl die Musik sehr frei in der Ausführung ist, muss man sie doch akribisch einstudieren.

Künftige Übungsstätte wird die Kita „Mischka“ der Volkssolidarität sein, wo der Sport- zum Proberaum wird. Und wer jetzt Interesse an der etwas schrägen Guggemusik Made in Altenburg hat: Am heutigen Donnerstag können sich in der Zeit zwischen 15 und 18 Uhr Interessenten in der Begegnungsstätte der Volkssolidarität, Pappelstraße 56, melden.

Von Jörg Wolf

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