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Altenburg Altenburger Spalatingymnasium: Geplanter Spatenstich wird nicht vollzogen
Region Altenburg Altenburger Spalatingymnasium: Geplanter Spatenstich wird nicht vollzogen
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16:00 03.09.2016
Mittag im Provisorium: Anna-Maria, Johanna und Emila v.l. essen ihr Mittag im umgenutzten Schülervorbereitungsraum des Spalatingymnasiums. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Am Sonnabend wird im Christlichen Spalatingymnasium das traditionelle Schulfest gefeiert, mit dem zugleich das mittlerweile 15-jährige Bestehen der freien Schule begangen werden soll.

Sicher ein schöner Anlass, um zu feiern. Aber völlig ungetrübt dürfte die Stimmung dennoch nicht sein. Denn insgeheim hatten Schüler- wie Lehrerschaft sowie der engagierte Schulförderverein unter Leitung von Johannes Schaefer gehofft, zu diesem Fest mit einem Spatenstich zumindest den symbolischen Startschuss für den Neubau der Mensa geben zu können. Denn immerhin wird an dem Projekt, dass rund 1,2 Millionen Euro kosten soll, nun seit fünf Jahren gestrickt.

„Wir als Förderverein haben vor fünf Jahren zum zehnjährigen Schuljubiläum 10 000 Euro für die notwendigen Vorplanungen des Mensaneubaus zur Verfügung gestellt“, sagt Johannes Schaefer. Und diese Planungen und für einen Bau notwendigen Antragsverfahren sind bereits sehr weit gediehen.

Doch die Spaten müssen am Sonnabend im Geräteschuppen bleiben. Denn die einzige, aber entscheidende Klippe wurde noch nicht erfolgreich umschifft: Ohne verbindlich zugesagte Fördermittel wären die Baukosten nie zu stemmen. „Für ein entsprechendes Förderprogramm des Thüringer Bauministeriums für Schulneubauten haben wir einen entsprechenden Förderantrag gestellt, sind aber leider dieses Jahr nicht berücksichtigt worden“, so Vorstandsmitglied Helge Klein. Aber einen neuen Antrag für 2017 habe man umgehend erneut eingereicht.

Die gute Hoffnung, dass es nun vielleicht kommendes Jahr mit dem Baustart klappt, erhielt aber vergangene Woche erneut einen herben Dämpfer. Denn in der Rangliste der wichtigen Bauprojekte an eigenen Schuleinrichtungen der das Spalatingymnasium tragenden Kirchenstiftung Mitteldeutschland ist das Altenburger Projekt vom ersten Platz auf den zweiten hinter einer Gothaer Regelschule gerückt. Was für die Spalatiner die Chancen arg sinken lässt und einige Enttäuschung hervorruft. „Irgendwie hat man wieder den Eindruck, dass wir hier in Altenburg doch nur am äußersten Rand Thüringens liegen“, meint Vorstandskollege Jens Daniel ziemlich sauer.

Schulleiterin Birgit Kriesche wirkt auch recht ernüchtert und unterstreicht nochmals die Gründe, warum die Mensa so wichtig ist: „Selbstverständlich ist dort eine multifunktionale Nutzung vorgesehen. Am wichtigsten ist aber, dass die Schüler einen ordentlichen Platz für ihr Mittagessen haben. Der fehlt derzeit.“

Das zeigt sich jeden Mittag, wenn 300 bis 350 Spalatiner ihr Schulessen bekommen. Als provisorischer Speiseraum musste ein Schülervorbereitungsraum umgenutzt werden. Und das Essen geht auch nur in Schichten.

Von Jörg Wolf

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