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Altenburger Stadtrat fordert Bildungsministerin Birgit Klaubert zum Handeln auf

Lehrermangel an Schulen Altenburger Stadtrat fordert Bildungsministerin Birgit Klaubert zum Handeln auf

Wegen des alarmierenden Personalnotstandes an Altenburger Schulen haben die Stadtratsfraktionen von CDU, SPD, Linke, Po Altenburg und Bündnis 90/Grüne sowie OB Michael Wolf (SPD) sich in einem gemeinsamen Schreiben an Bildungsministerin Birgit Klaubert (Linke) gewandt. Darin wird sie aufgefordert, die Situation zu verbessern.

Der Lehrermangel an der Erich-Mäder-Schule in Altenburg hat sich etwas gebessert. Dennoch fällt Unterricht aus.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Der Lehrermangel an den Altenburger Schulen erregt nicht nur Eltern und Schüler, sondern auch die Stadträte. So hatte der CDU-Fraktionsvorsitzende André Neumann auf der Stadtratssitzung Ende August angefragt, was man mit Blick auf die aktuelle Situation unternehmen könne. „Uns werden massenhaft Briefe zugeschickt, in denen von untragbaren Zuständen die Rede ist“, so Neumann.

Angesichts der Tatsache, dass die Stadt als Schulträger „nur“ für die äußere Hülle und die Ausstattung der Schulen, nicht aber für den Inhalt zuständig ist, verständigte man sich auf einen gemeinsamen Brief an die Thüringer Bildungsministerin Birgit Klaubert (Linke).

„Uns erreichten und erreichen immer neue Informationen, die uns in alarmierender Weise über den Personalnotstand an den Schulen nicht nur der Stadt Altenburg informieren“, heißt es in dem Schreiben, das vom OB sowie den Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD, Linke, Pro Altenburg sowie Bündnis 90/Stadtforum unterzeichnet wurde.

Wenn bereits am ersten Schultag des neuen Schuljahres Ausfallzeiten zustande kommen, sei ein Punkt erreicht, an dem auch ein Schulträger, der aufgrund der Aufgabenverteilung keine Kompetenz in der Bereitstellung von Lehrkräften habe, regieren müsse. „Wir möchten Sie vor diesem Hintergrund bitten – ja auffordern, gemeinsam in ihrem Haus eine kurzfristige und wirksame Strategie zu entwickeln, um die Personalsituation an den staatlichen Schulen zu verbessern“, heißt es an die Adresse der Ministerin.

Weiterhin wird in dem Brief hinterfragt, ob die Schulnetzplanung des Landkreises, in der auch an Schulen festgehalten werde, die die Nachhaltigkeitsparameter nicht erreichen, vom Freistaat angesichts des Lehrermangels bestätigt werden könne. Denn so müssten an kleine Landschulen mit nur wenigen Schülern Lehrer aus Altenburg abgeordnet werden. Die Unterzeichner des Schreibens fordern ausdrücklich den Verbleib der Lehrkräfte an den städtischen Schulen, zumal die Stadt Altenburg den Hauptanteil der Beschulung von Flüchtlingskindern trage. Eine weitere Forderungen ist die Ausschreibung unbefristeter Lehrerstellen, und dies nicht nur in Thüringen, sondern im gesamten mitteldeutschen Raum.

Angesichts der aktuellen Situation befürchten die Unterzeichner Wettbewerbsnachteile für Kinder und Jugendliche im Freistaat. Dies könne man nicht akzeptieren.

Zwar hat es in den letzten Tagen schon partiell Verbesserungen an Schulen gegeben (die OVZ berichtete), auf den Brief hat der Stadtrat indes noch keine Antwort erhalten, lediglich aus Erfurt eine Eingangsbestätigung.

Schon Ende August hatte die Ministerin, obwohl selbst Stadträtin und auf der Sitzung anwesend, nicht auf die Frage ihres CDU-Kollegen reagiert und sich auch nicht zur Lehrersituation geäußert. Und noch ein kleines Geschmäckle am Rande: Der Brief an Birgit Klaubert trägt auch die Unterschrift eines Familienmitglieds: Für die Links-Fraktion unterzeichnete Tochter Kati Klaubert.

Von Ellen Paul

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