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Altenburger Stadtwerke drehen an der Preisschraube: Gas wird billiger, Strom teurer

Energie- und Wasserversorgung Altenburger Stadtwerke drehen an der Preisschraube: Gas wird billiger, Strom teurer

Die Energie- und Wasserversorgung Altenburg (Ewa) dreht an der Preisschraube. Wie das städtische Unternehmen gestern mitteilte, sinken zum 1. Januar zwar die Gaspreise, gleichzeitig wird aber der Strom teurer. Während von der Preissenkung etwa 5900 Gas-Abnehmer profitieren, müssen die rund 23 000 Strom-Kunden in und um die Skatstadt künftig tiefer in die Tasche greifen.

Ewa-Kundenberaterin Anna Standtke zeigt, das beim teurer werdenden Strom künftig gespart werden muss, während die Heizung durch den günstigeren Gaspreis weiter aufgedreht werden kann.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Die Energie- und Wasserversorgung Altenburg (Ewa) dreht an der Preisschraube. Wie das städtische Unternehmen am Mittwoch mitteilte, sinken zum 1. Januar zwar die Gaspreise, gleichzeitig wird aber der Strom teurer. Während von der Preissenkung die etwa 5900 Gas-Abnehmer der Ewa profitieren, müssen die rund 23 000 Strom-Kunden in und um die Skatstadt künftig tiefer in die Tasche greifen.

„Die Preisanpassung bringt uns keine Margenverbesserung, sondern wir geben alle Ersparnisse, aber auch Kostenerhöhungen weiter“, sagte Ewa-Geschäftsführer Anton Geerlings. „Wir haben uns angestrengt, aber mehr können wir nicht tun.“ Als Grund für die Preiserhöhung beim Strom nannte er die deutlich steigenden staatlichen Abgaben (plus 0,629 Cent/kWh) und Netzentgelte (plus 0,42 Cent/kWh). So habe allein der für den Osten und Norden zuständige Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz seine Preise um 42 Prozent angehoben. „Wenn wir über Optimierungen sprechen, reden wir von nur 20 Prozent, auf die wir als Ewa noch Einfluss haben.“ Die übrigen 80 Prozent setzen sich aus Umlagen und Netzentgelten zusammen.

Laut Ewa verteuert sich ab 1. Januar eine Kilowattstunde (kWh) in der Grundversorgung um 0,583 auf 28,21 Cent und der jährliche Grundpreis um 11,43 auf 108,60 Euro. Auf einen Zwei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 2000 kWh bedeutet das eine jährliche Mehrbelastung von 23,16 Euro. Im Wahltarif Ewa-Stabil müssen Kunden im neuen Jahr 27,2 Cent/kWh berappen, was 0,238 Cent mehr sind als bisher. Der Grundpreis klettert zugleich um 3,57 auf 110,76 Euro pro Jahr. Bei einem Verbrauch von 2000 kWh macht das 8,40 Euro mehr auf der jährlichen Stromrechnung aus.

Um die Preiserhöhung abzufedern, bietet die Ewa ihren Kunden zudem Boni an, wenn sie ihr treu bleiben und sich für zwei Jahre binden. Dabei handelt es sich um einen Rabat von einem Cent/kWh bis 31. Dezember 2018. Bei Vertragsabschluss bis 15. Dezember gibt es für Bestandskunden zudem eine Gutschrift von 10,71 Euro pro Jahr. „Die Briefe dafür gehen ab 17. November raus“, sagte Geerlings. „Wir machen das, weil wir Kunden behalten wollen.“

Das gilt auch für die Preissenkung beim Gas. „Schließlich sind die Umlagen da auch leicht gestiegen, aber wir haben gut eingekauft“, erklärte der Ewa-Geschäftsführer. Für Kunden in der Grundversorgung sinkt damit der Arbeitspreis um 0,297 Cent/kWh und im Ewa-Garant-Tarif um 0,476 Cent/kWh brutto. Bei einem Verbrauch von 20 000 kWh spart man dadurch in der Grundversorgung 59,40 Euro pro Jahr. Bei 50 000 kWh sind es 148,50 Euro jährlich mehr, die in der Geldbörse bleiben.

Wechseln Kunden in den Wahltarif Garant, sparen sie bei 20 000 kWh im Vergleich zur Grundversorgung sogar pro Jahr weitere knapp 150 Euro, bei 50 000 kWh sind es zusätzlich fast 420 Euro. Auch hier gibt es für eine zweijährige Bindung noch mal 0,5 Cent/kWh Nachlass. Bestandskunden kommen zudem noch in den Genuss eines Abschlussbonus – je nach Vertrag einmalig zwischen 25 und 75 Euro auf die Jahresrechnung. „Ich verstehe daher nicht, wieso immer noch ein Fünftel unserer Kunden in der Grundversorgung sind“, so Geerlings. Das betreffe Gas wie Strom.

Von Thomas Haegeler

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