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Altenburger Städtetour-Radler absolvieren weitere Etappen

Straffes Programm Altenburger Städtetour-Radler absolvieren weitere Etappen

Seit dem vergangenen Samstag sind 23 Altenburger Hobbyradler und neun Begleitpersonen samt Begleitfahrzeugen auf dem Weg in die Partnerstädte Offenburg und Olten. In der OVZ berichten sie über ihre Städtetour.

Gruppenbild vor Rathaus: die Altenburger Radler in Rothenburg ob der Tauber.

Quelle: privat

Altenburg. Seit dem vergangenen Samstag sind 23 Altenburger Hobbyradler und neun Begleitpersonen samt Begleitfahrzeugen auf dem Weg in die Partnerstädte Offenburg und Olten. In der OVZ berichten sie über ihre Städtetour.

Zuerst die Fakten: Derzeit 4. Tag, 515 Kilometer und 5575 Höhenmeter. Die Gruppe hat sich besser kennen gelernt und die Erkenntnis ist, dass es nicht nur um Radsport geht. Alle Teilnehmer trainieren schon vergessene Talente, Handwäsche der verschwitzten Trikots im Waschbecken und immer wieder lächeln, Termine wahrnehmen, obwohl die Beine schmerzen und die Etappe auf der Karte viel einfacher aussah, als es sich später herausstellen sollte.

Am Montag zur 3. Etappe mit Start in Hirschaid drehten sich die Bedenken der Teilnehmer vor dem Start um die Wetter- und Windprognosen. Starker Westwind und damit Gegenwind war angekündigt. Der Abend zuvor war lang und die Nacht viel zu kurz. Um 7 Uhr aufstehen, Frühstück bis um 8 Uhr, mithin wird das Buffet geplündert, Kalorien für die Fahrt bunkern. Dann der Start, es geht gleich wieder steil und mancher kaut sein Frühstück das zweite Mal auf dem Rad.

Die Landschaft ist hügelig. Nach den ersten vierzig Kilometern die erste Pause in Ullstadt, mit Besichtigung der Kirche, welche von der Familie Freiherr von Franckenstein gespendet wurde und erhalten wird. Mit den Worten „Grüßt die Welt“ werden wir verabschiedet.

Die Senioren-Bergwertung ging in die zweite Runde. Gerhard Ott gegen Klaus Rößner ist ein Dauerbrenner am Berg. Wieder zieht Klaus den Sprint in den Berg, Gerhard schenkt ihm nichts und setzt nach, unterstützt von Sebastian Günther gibt es eine Attacke und Klaus gewinnt. Im Eifer des Rennens geht das Tempo deutlich über den komfortablen 25-km/h-Schnitt hinaus.

Danach Gegenwind. Ein Stöhnen im Feld. Die Dieselloks Uwe Werner und Christian Kotthoff werden in den Dienst der Mannschaft gespannt und schieben den Tross durch den Wind. Jetzt braucht es kräftige Fahrer mit Durchhaltevermögen. Am Ende sind wir pünktlich nach 110,00 Kilometern und 900 Höhenmetern um 15 Uhr in Rothenburg ob der Tauber. Ausruhen? Nein. Es geht im straffen Zeitplan weiter. Der Präsident des RC Rothenburg Björn Krüger begrüßt uns. Er ist sehr beeindruckt von unserer sportlichen Leistung, noch mehr von unserem sozialen Projekt. Der RC Rothenburg organisierte eine Stadtführung. Ein nette Rothenburger Stadtführerin übernimmt das Zepter für eine Stunde. Beeindruckt durch die schmucke Altstadt lernen wir, dass Chinesen und Japaner die wichtigsten Touristen der Stadt sind. Danach gibt es ein Treffen mit den RC Clubs aus Rothenburg, Uffenheim und Altenburg. Die Clubs sind auch von der sportlichen Leistung beeindruckt und möchten den Spendentopf für das gemeinnützige Projekt der Stiftung weiter auffüllen.

Spät geht es zu Bett und dann am Dienstag erneut um 8.15 Uhr an den Start zur 4. Etappe. Aus den geplanten 148 Kilometern nach Heidelberg wurden 168 Kilometer und 1700 Höhenmeter. Wellig, lang, Rampen mit 13 Prozent Steigung, und nach rund 25 Kilometern ein Sturz im Feld. Tino Lenk fällt und Jörg Köhler braucht ebenso wie Johannes Ungvari gute Reflexe um nicht selbst zu stürzen. Gott sei Dank sind es nur Schrammen und es braucht nicht lange, und Steffie Pohle aus dem Besenwagen hat Tino verarztet.

Es geht weiter und es wird die unruhigste Etappe der letzten vier Tage. Ständig verlieren wir unseren Motorradfahrer, ob Umleitungen oder Navigationsschwierigkeiten. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Jens Daniel, der sich wagemutig mit seinem Motorrad auf Kreuzungen stellt und den Gegenverkehr sperrt und auch vor einem Güterzug nicht zurückzieht. Am Ende verlieren wir in einer Baustelle den Besenwagen und sind auf uns allein gestellt.

Jetzt schlägt die Defekthexe zu. Gleich drei Reifenschäden innerhalb von 20 Kilometern. Steffen Papke musste aufgrund des Defektes im Besenwagen Platz nehmen, rund 25 Kilometer vor Heidelberg. Ärgerlich, einer der besten Fahrer fällt in der Führungsarbeit aus. Die Etappe hatte aber auch schöne Seiten, so kam man an der Götzeburg vorbei, auf der früher Götz von Berlichingen lebte, jedem Altenburger ein Begriff. Gegen 17 Uhr fährt der Tross in Heidelberg ein. Der Neckar und das Schloss sind beeindruckend und überall freundlichen Menschen die uns zuwinken. Wieder Gänsehaut und Entschädigung für die Tortur.

Um 20 Uhr Schlossbesichtigung in Heidelberg. Also schnell mit dem Bus ins Stadtzentrum. Man balancierte die Körpermitte im Stadtbus aus und steht vor den 313 Stufen hinauf zum Schloss. Beim „Abschlusstraining“ hinauf zum Schloss schwitzt der eine oder andere Radtourist mehr als am Anstieg mit dem Rad. Mit einem interessanten Rückblick auf die Geschichte Heidelbergs verabschiedet sich die Gruppe von der Schlossführerin. 22.54 Uhr fuhr der Bus zurück in die Jugendherberg und die Zeit wurde schon wieder knapp, da 6.45 Uhr Aufstehen zur 5. Etappe nach Offenburg angesagt war.

Von Sten Wagner

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