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Altenburg Altenburger Suchthilfe geht online
Region Altenburg Altenburger Suchthilfe geht online
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00:17 21.10.2016
In der AG Sucht arbeiten Betreuerin Ines Mäder, Anett Bernhard, Kati Schnabel vom Sozialpsychiatrischen Dienst des Landkreises, Stefan Krüger und Martin Woratz (v. l. n. r.) zusammen. Auch das Erstellen und die Pflege der neuen Homepage gehört dazu. Quelle: Jörg Reuter
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Altenburg

Rund 70 Patienten werden in der Klinik für Psychiatrie jährlich wegen Suchterkrankungen behandelt. Und diese Zahl steige ständig im zweistelligen Prozentbereich, so der zuständige Oberarzt Stephan Krüger. Ob daraus zu schlussfolgern ist, dass mehr Menschen Drogen nehmen oder mehr mit Problemen eine Therapie suchen, sei aber schwer zu sagen. Für den Suchtspezialisten ist es dennoch ein gutes Zeichen, wenn mehr Betroffene den Weg aus der Abhängigkeit suchen.

Um den Drogenkonsumenten diesen Schritt zu erleichtern, ist jetzt eine neue Homepage der Suchthilfe Altenburg an den Start gegangenen, die am Dienstag der Öffentlichkeit präsentiert wurde. „Eine Therapie aufzusuchen, kostet die Patienten immer eine gewisse Überwindung. Viele wollen sich davor bestenfalls anonym informieren“, erläutert der Mediziner. Genau dafür wurde die Internetseite in erster Linie geschaffen.

Rund ein Jahr hat Anett Bernhard, Streetworkerin bei der Drogenkontaktstelle des Magdalenenstiftes, die Informationen für den Internetauftritt zusammengetragen. Unter www.suchthilfe-altenburg.de finden sich Adressen und Telefonnummer der Hilfsangebote, die es im Kreis gibt, sowie überregionale Ansprechpartner. Grundlegende Informationen, Erlebnisberichte oder ein Selbsttest ebenso wie Termine oder Presseberichte vervollständigen das Angebot.

Die Homepage setzte genau dort an, wo der Infoflyer des Landkreises Altenburger Land aufhört. Um dieses Flugblatt herum hatte sich 2014 die Arbeitsgemeinschaft (AG) Sucht gebildet. In der beispielsweise die Horizonte Gesellschaft, das Magdalenenstift, die Tagesstätte für Menschen mit Suchterkrankungen, die evangelische Lukasstiftung, die Klinik für Psychiatrie und das Landratsamt zusammenwirken. Vor zwei Jahren hatte die öffentliche Debatte um die gefährliche Droge Crystal Meth in Altenburg gerade ihren Höhepunkt erreicht. „Für die AG Sucht war der Flyer der erste Schritt, die Homepage ist nun der zweite“, erklärt Martin Woratz, Teamleiter der Suchtberatung der Horizonte Gesellschaft.

Das Faltblatt enthält nur lokale Adressen, die Homepage ist viel umfassender, so Anett Bernhard. Und das werde gebraucht. „In der Stadt gibt es alle Substanzen und sie werden auch gekauft“, sagt die Streetworkerin. Doch die AG Sucht hat nicht nur den Konsum illegaler Drogen im Blick, sondern auch Abhängigkeiten wie Alkohol- oder Spielsucht. Was sich natürlich auch auf der neuen Homepage widerspiegelt.

Von Jörg Reuter

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