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Altenburg Altenburger THW-Mitglieder als Helfer auf internationaler Bühne
Region Altenburg Altenburger THW-Mitglieder als Helfer auf internationaler Bühne
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22:05 01.01.2012
Die THW-Jugend wirbt auf dem Altenburg Markt für den Ortsverband.

Von Jörg Wolf

"Derzeit hat unser Ortsverband 32 Helfer. Das sind nur ein paar weniger als noch vor Jahresfrist", meint der Ortsbeauftragte Ronald Reiß. Und keineswegs hätten die Helfer das Jahr über nur Däumchen gedreht. "Es waren mit den drei überregionalen Einsätzen zwar so wenige wie schon seit einigen Jahren nicht mehr. Aber dafür waren die für die eingesetzten Helfer sehr zeitaufwendig", berichtet Reiß. Über 1000 Einsatzstunden seien da in Summe zusammengekommen.

"Das ging schon zu Jahresbeginn ziemlich stressig los, als sich in Leipzig die Hochwassersituation ständig verschärfte. Und danach kam gleich die brisante Situation nach Starkniederschlägen in Nobitz", erinnert sich Reiß. Und erst Anfang Dezember wurden Altenburger Helfer nach Annaberg-Buchholz gerufen, wo sie mit ihrem Notstromaggregat angesichts einer Havarie die Elektroversorgung absichern mussten. "Zwei Tage lang", merkt der Ortsbeauftragte an.

Bei der personellen Besetzung der in Altenburg stationierten Fachgruppe Elektroversorgung, die vor geraumer Zeit mangels ausgebildeten Personals abgemeldet werden musste, habe sich die Situation zwar entspannt. Aber gänzlich behoben sei das Personalproblem noch nicht. "Wir suchen nach wie vor ausgebildete Elektriker, die ehrenamtlich bei uns mitarbeiten wollen", sagt Reiß.

Ab diesem Jahr könnte der Altenburger Ortsverband, der nun seit 15 Jahren besteht, sogar international tätig werden. Denn mit den Helfern Marko Heinig und Simon Englisch absolvieren derzeit zwei Altenburger eine spezielle Ausbildung für ein sogenanntes "High-Capacity-Pumping-Modul", eine Art schnelle Eingreiftruppe, die europa- und weltweit bei extremen Hochwasserkatastrophen zum Pumpen und Lenzen zum Einsatz kommen wird. Bei jedem der bundesweit acht Landesverbände wird derzeit so eine jeweils 40-köpfige schnelle Eingreiftruppe aufgebaut und geschult. Ausgestattet sind diese Einheiten mit mehreren Hochleistungspumpen, die eine Kapazität von bis zu 15 000 Litern pro Minute haben.

"Im Landesverband Sachsen/Thüringen, wo Ende 2009 der offizielle Startschuss zum Aufbau gegeben wurde, sind Helfer aus nahezu allen Ortsverbänden dabei", sagt Marko Heinig. Schon eine ganze Reihe von Schulungen, unter anderem an der THW-Bundesanstalt in Neuhausen bei Stuttgart, liegen hinter dem 27-Jährigen. "Und fünf weitere stehen in diesem Jahr noch an. Die Mitarbeit ist zu hundert Prozent ehrenamtlich", betont Heinig. Auch er hatte sich freiwillig gemeldet. "Dann gab es noch ein Auswahlverfahren, bei dem unter anderem Fremdsprachenkenntnisse gefragt waren, erzählt der Helfer, der seit sechs Jahren dem THW angehört. Auslandseinsätze hätten ihn immer gereizt. "Weil man möglichst helfen will, wenn man die schlimmen Bilder sieht", so Marko Heinig.

Für Ortschef Ronald Reiß ist der Schritt des Altenburger Ortsverbandes auf die internationale Bühne ein immenser Imagegewinn. "Damit wird auch die jahrelang andauernde Aufbauarbeit gewürdigt", so der Ortschef.

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