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Altenburger Theater erlebt einen „Rausch der Zeit“

Neujahrskonzert Altenburger Theater erlebt einen „Rausch der Zeit“

Es ist eine schöne Tradition, das neue Jahr mit einem heiteren Konzert zu beginnen. Und dass das nicht nur Wien vermag, sondern auch Altenburg kann, zeigt das Neujahrskonzert unter der Leitung von Thomas Wicklein im Altenburger Theater. Diesmal versetzte das Philharmonische Orchester das ausverkaufte Haus in einen wahren „Rausch der Zeit“.

Auch die kleinen Tänzerinnen der das Neujahrskonzert mitgestaltenden Tanzschule Schaller tragen ihr Scherflein zum Erfolg der Veranstaltung im ausverkauften Altenburger Theater bei.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Es ist eine schöne Tradition, das neue Jahr mit einem heiteren Konzert zu beginnen. Und dass das nicht nur Wien vermag, sondern auch Altenburg, zeigt das Neujahrskonzert unter der Leitung von Thomas Wicklein im Altenburger Theater. „Im Rausch der Zeit“ lautete dieses Mal der Titel der beschwingten und fröhlichen Veranstaltung. Man kann es kaum glauben, dass sich zahlreiche Komponisten mit ihrer Musik diesem Motto gewidmet haben. Natürlich fällt einem sofort die Tik-Tak-Polka von Strauss ein. Aber auch Chopin oder Leroy Anderson mit der „Syncopated Clock“ lieferten humorvolle Beiträge.

Ein Neujahrskonzert steht oder fällt mit einer zündenden und stets gut aufgelegten Moderation. Und da ist Thomas Wicklein als Spiritus Rector in seiner charmanten Art und mit seinem sprühenden Witz unschlagbar. Da kann man nur sagen: Chapeau. Gilt es doch das Publikum nicht nur zu unterhalten, sondern mitzunehmen auf eine rauschende musikalische Reise durch die Zeiten, es zu aktiveren, die Herzen für Musik und Tänze aufzuschließen und dabei jeden Satz, jedes Bonmot gut rüberzubringen und sich dabei noch auf die Musik, das fehlerfreie Dirigieren zu konzentrieren.

Zum Gelingen des Abends trug die bewährte Zusammenarbeit mit der Tanzschule Schaller und dem 1. TSC Schwarz-Gold bei. Auch bei der Auswahl der Musikstücke hatte Wicklein ein glückliches Händchen. Neben den Publikumslieblingen der Strauss-Dynastie erklang auch weniger Bekanntes. Sei es der Napoleon-Marsch oder ein Gymnopedie-Walzer von Erik Satie. Für Stimmung sorgte der Auftakt des Konzertes, der Radetzky-Marsch, bei dem – wie es Wicklein formulierte – stets ein Pawlowscher Reflex einsetzt: das Mitklatschen des Publikums.

Mit seiner ungezwungen Art gelang es Wicklein danach, den Uhrenkanon vom in drei Gruppen aufgeteilten Publikum singen zu lassen. Dafür gab es viel Beifall, allerdings vom Orchester, das dieser Darbietung gelauscht hatte. Höhepunkte setzten die großen und kleinen Tänzer, die mit ihren farbenfrohen Kostümen zu Svobodas „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ über die Bühne wirbelten oder zum Mozartschen Menuett grazil Schritt vor Schritt setzten.

Exzellent und mit viel Beifall bedacht war die Darbietung des Kaiserwalzers von Johann Strauss mit acht Tanzpaaren . Mit einer glänzenden Idee wartete Wicklein gegen Ende des Konzertes auf, nämlich mit Frederic Chopins Minutenwalzer, den das Orchester zunächst recht brav vortrug. Doch dann wollte er es wissen: Dieses Stück müsste doch in einer Minute zu schaffen sein. Für dieses Experiment lockte er eine Zuhörerin auf die Bühne, die die Uhr mit dem großen Sekundenzeiger halten und den Befehl zum Start geben musste. Die Musiker legten sich ins Zeug. Und auf die Sekunde war das Walzer-Spektakel zu Ende.

Ein letzter Glanzpunkt durfte nicht fehlen: der Cancan von Jaques Offenbach. Mit dieser brillanten Darbietung war der Neujahrsabend endgültig getoppt. Ein Lob für alle Mitwirkenden inklusive der Solotänzer Franziska Schade, Therese Schaller, Lutz Arnold und Jannik Nastke sowie der Choreographin Birgit Schaller. Wenn man mit so viel prickelnder Musik, so kurzweiligen Moderationen und so viel schönen Tänzen ins neue Jahr geschickt wird, kann eigentlich alles nur gut werden. So bleibt der lautstarke Ruf nach Erfurt: Dieses Orchester wird vom Publikum gebraucht und geliebt. So muss es bleiben!

Von Felix Friedrich

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