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Altenburger Thüringenliga-Handballer verlieren gegen Favorit Sonneberg 21:32

Altenburger Thüringenliga-Handballer verlieren gegen Favorit Sonneberg 21:32

Das Tabellenschlusslicht der Handball-Thüringenliga, SV Aufbau Altenburg, musste am Sonntag im Goldenen Pflug gegen den Tabellenzweiten aus Sonneberg eine "standesgemäße" 21:32 (12:18)-Niederlage einstecken.

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Nicht zu beneiden: Aufbau-Trainer Lothar Doering. Am Sonntag fehlten ihm gleich mehrere Stammkräfte.

Quelle: Mario Jahn

Bereits beim Einlaufen der Mannschaften offenbarte sich der Makel: Gleich fünf Stammkräfte hatten sich bei Altenburgs Trainer Lothar Doering wegen Krankheit oder Urlaubs abgemeldet. So erhielten die Youngster Nico Bertus, Tim Krause und Chris Unger sowie die Liganeulinge Tino Härling und Daniel Abt Gelegenheit, sich zu beweisen - und das ausgerechnet gegen eines der angriffsstärksten Teams der Thüringenliga.

 

Taktische Überlegungen spielten deshalb bei der Aufbau-Aufstellung keinerlei Rolle. Wer Lust und Laune hatte, kam ins Spiel, wem die Puste ausging, der nahm auf der Bank Platz. Nichtsdestotrotz konnte sich zunächst sehen lassen, was die verbliebenen Akteure der Altenburger den knapp 100 Zuschauern boten, in spielerischer als auch in kämpferischer Hinsicht. So führten die Hausherren gegen den Sonneberger HV nach zehn Minuten mit 5:4 Toren, weil vor allem die beiden "alten Hasen" Florian Schörnig und Paul Härtel Druck machten, Bewegung und Dynamik einbrachten und damit die gegnerische Abwehr ständig durcheinanderwirbelten. Dies schaffte Freiräume, die sich Daniel Abt und Tino Härling mit viel Kraft erarbeiteten und auch zu Toren nutzen konnten. Nach 20 Spielminuten waren die Aufbau-Männer beim 10:8 immer noch in der Vorhand, was die Gäste aus der Spielzeugstadt allerdings nicht beunruhigte. Sie wussten um ihre Stärken namens Moritz Weitz und Martin Blechschmidt, zogen nun die Zügel straffer, erhöhten das Tempo und verstärkten vor allem ihre Abwehraktivitäten. Jetzt wurde es so richtig schwer für das Aufbau-Team. Vor dem sich wie eine Festung aufbauenden Sonneberger Mittelblock war kaum noch ein Durchkommen, und so häuften sich zwangsläufig technische Fehler. Die nutzten die Gäste mit fast perfektem Konterverhalten und holten sich über die Stationen 10:10 und 10:14 schließlich noch die standesgemäße 12:18 Pausenführung.

 

Nach Kräfte zehrenden 30 Minuten war in der Pause Durchschnaufen angesagt. Zum Glück hatte sich in der von beiden Teams fair geführten Begegnung niemand verletzt, denn Alternativen hätte Aufbau nicht aufbieten können. So musste es nach bewährtem Muster weitergehen, und wer in der zweiten Hälfte ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Meister- und Abstiegskandidaten erwartet hätte, sah sich glücklicherweise getäuscht. Natürlich schlugen die Sonneberger die feinere Klinge und trugen die schnelleren Angriffe vor. Aber das Aufbau-Team mühte sich redlich, zeigte Charakter und Leidenschaft im Rahmen seiner Möglichkeiten und kam nicht vollends unter die Räder. Vor allem Florian Schörnig rackerte als Spielmacher unaufhörlich und gönnte sich nahezu keine ruhige Minute. Daniel Abt und Tino Härling hatten einen ganz schweren Stand, wurden eng und hart gedeckt, konnten sich aber auch immer wieder geschickt ihrer Bewacher entledigen und Tore für das Aufbau-Team erzielen. Auch einige Paraden der zwei an diesem Tag nicht zu beneidenden Schlussmänner David Kießhauer und Michael Wolf führten dazu, dass sich die Begegnung ab Mitte der zweiten Spielhälfte auf knapp unter zehn Minustoren einpegelte. Am Ende wurden es elf Tore, als die sich die Gäste besser erwiesen. Im Handball ist das nicht unbedingt mit einem Klassenunterschied gleichzusetzen.

 

Allerdings droht den Altenburgern nunmehr akut der Abstieg. Denn mittlerweile sind es sieben Punkte bis zum rettenden Ufer. Dieses in den verbleibenden Spielen noch zu erreichen, scheint inzwischen illusorisch zu sein. Gespielt werden muss aber dennoch, und mit der am Sonntag gezeigten kämpferischen Leistung werden sich bei den Altenburgern sicher auch noch Erfolge einstellen.

 

Aufbau: Kießhauer, Wolf, Krause, Unger (1), Abt (3), F. Schörnig (8), Härtel (4), Härling (3), Bertus (1).

Lutz Pfefferkorn

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