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Altenburger Tierheim-Neubau steht kurz vor der Eröffnung

OVZ-Interview Altenburger Tierheim-Neubau steht kurz vor der Eröffnung

Pünktlich zum Welttierschutztag am Mittwoch hatte Sibylle Börngen eine frohe Botschaft zu verkünden: Der Neubau auf dem Tierheimgelände steht kurz vor der Einweihung. Es finden nur noch letzte Restarbeiten statt, sagte die Vorsitzende des Tierschutzvereins Altenburg und Umgebung, der das Heim betreibt. Gefeiert werden darf diese Woche trotzdem schon.

Steht kurz vor seiner Eröffnung: Jennifer Rabsahl mit Katze und Manuela Hemmann rechts mit Timon am Neubau des Tierheims.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Pünktlich zum gestrigen Welttierschutztag hatte Sibylle Börngen eine frohe Botschaft zu verkünden: Der Neubau auf dem Tierheimgelände steht kurz vor der Einweihung. Es finden nur noch letzte Restarbeiten statt, sagte die Vorsitzende des Tierschutzvereins Altenburg und Umgebung, der das Heim betreibt. Gefeiert werden darf diese Woche trotzdem schon: Am Samstag steht das große Tierheimfest im Kalender, bei dem Besucher einen Blick in das neue Mehrzweckgebäude werfen können. Die OVZ sprach mit Sibylle Börngen über das Projekt.

Vor knapp einem Jahr war Baubeginn. Hat alles geklappt wie geplant?

Wir sind relativ gut dabei. Auch wenn ich es lieber gesehen hätte, dass der Bau schon etwas früher fertig gewesen wäre. Eigentlich wollten wir das Haus spätestens zum Welttierschutztag einweihen, was sich nun wegen noch ausstehender Restarbeiten noch etwas verschoben hat. Aber im Wesentlichen wurde alles so realisiert, wie wir uns das vorgenommen haben. Das Projekt ist komplett im Kostenrahmen geblieben, das ist wichtig. Wir investieren in diesem ersten Schritt insgesamt rund 160 000 Euro.

Warum musste neu gebaut werden?

Zum einen ist es so, dass die Katzenanlage, das Büro und das Lager bis jetzt aus Containern bestehen, die vor 20 Jahren aufgestellt worden sind. Das geht so nicht für immer. Das zweite Problem ist, dass unser jetziges Hundehaus von den Zwingergrößen her nicht mehr den gesetzlichen Vorschriften entspricht. Außerdem kommen Hunde oft aus Wohnungshaltung, und gerade im Winter kann man sie nicht im Außenzwinger halten. Wir haben zwar eine Betriebserlaubnis, und durch die Außengehege können wir das kompensieren. Doch es bestand Handlungsbedarf. Auch wenn es etwas länger dauert als gewünscht, wurde ein grundsätzlicher Fahrplan festgelegt. Das neue Gebäude zeigt wesentlich mehr Qualität für die Hundehaltung, und dadurch, dass man dann die alte Hundeanlage künftig für die Katzen benutzt, bekommt auch die Katzenhaltung mehr Qualität.

Das Geld für diese Investition kam ja vor allem aus Fördertöpfen.

Ja, sowohl vom Land Thüringen als auch vom Deutschen Tierschutzbund. Aber wir hatten als Verein auch einen Eigenteil zu tragen, den wir über Spenden eingeworben haben – ungefähr 20 000 Euro. Und wir haben weitere Fördermittel beantragt, weil das Gebäude noch weiter wachsen soll. Dieser Neubau ist nur die erste Hälfte von dem, was geplant ist. Wir mussten das Gesamtprojekt in kleinere Abschnitte teilen, weil das alles in einem Jahr nicht zu realisieren wäre. Wenn wir wieder Fördergelder erhalten, setzen wir einen weiteren Gebäudetrakt dran.

Noch ein weiterer Bau? Wie finanzieren Sie das?

Sozialministerin Heike Werner hat zugesagt, sich noch einmal um zusätzliche Fördermittel direkt für die Tierheimfinanzierung zu kümmern. Ansonsten greifen wir auf Tierheim-Fördergelder zurück, die das Land Thüringen allgemein vergibt. Allerdings stehen da leider nur zwischen 80 000 und 90 000 Euro jährlich zur Verfügung, und das muss für 30 Tierheime und für andere Tierhaltungen im ganzen Freistaat reichen. Weil wir bereits 2015 und 2016 für den Neubau gefördert wurden, haben wir dieses Jahr keine Gelder erhalten.

Wie soll das Mehrzweckgebäude aussehen, wenn das Gesamtprojekt in allen Teilen beendet ist?

Das Gebäude wird aus drei Hochbauabschnitten bestehen. Der erste, der jetzt fertig wird, enthält einen Sozialtrakt mit Foyer, Büro, Sanitäranlagen, sechs Hunderäumen, Futterküche und Technikraum. Dieser erste Abschnitt ist vom Aufwand her am größten – durch den Tiefbau mit der Erdwärmeheizung. Der zweite Abschnitt wird an der hinteren Front des Neubaus angesetzt. Er wird noch einmal aus sechs Hunderäumen bestehen. Und im dritten Abschnitt gibt es Quarantäne- und Wirtschaftsräume.

Worauf können sich die Tierheimbesucher am Sonnabend freuen?

Am 7. Oktober von 10 bis 17 Uhr findet unser Tierheimfest statt, mit dem diesmal neben dem Neubau auch unser 20-jähriges Vereinsbestehen gefeiert wird. Die Gäste erwartet ein Fest mit Tombola, Bücherverkauf, Trödelmarkt, musikalischen Ständchen vom Altenburger Blasorchester und Ponyreiten für Kinder. Außerdem gibt es Info- und Verkaufsstände. Und natürlich kann unsere Einrichtung ausgiebig besichtigt werden.

Tierheim Altenburg, Am Poschwitzer Park 3, Telefon 03447 834355.

Von Hannah Schaefer

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