Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Altenburger Unternehmer fordert Gleichbehandlung bei Hotel-Förderung
Region Altenburg Altenburger Unternehmer fordert Gleichbehandlung bei Hotel-Förderung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
04:18 17.10.2017
Der Altenburger Unternehmer Roland Mielisch bezweifelt, dass der Altenburger Hof unbedingt benötigt wird. Quelle: Mario Jahn
Anzeige
Altenburg

„Wir sind das einzige Mittelzentrum, das kein hochwertiges Hotel besitzt.“ Mit dieser Bemerkung machte Landrätin Michaele Sojka (Linke) vor einiger Zeit in einem Medienbericht auf das Problem der mangelnden Hotelkapazitäten, speziell durch den geschlossenen Altenburger Hof, aufmerksam. Den Altenburger Hotelbetreiber Roland Mielisch brachte dies auf die Palme. Mit solchen Worten werte Sojka andere Hotels in der Stadt ab, sagte Mielisch der OVZ, für den Sojkas Bemerkung an eine Beleidigung grenze. „Das tut weh.“

Es zeige seiner Meinung nach, dass die Landrätin weder die Hotels der Region noch deren Probleme kenne, behauptet der Geschäftsmann, der das Hotel Am Rossplan betreibt. Wenn es kein hochwertiges Hotel gebe, seien die anderen wohl minderwertig?, fragt er und verweist auf die zahlreichen Investitionen sowohl bei ihm selbst als auch im Parkhotel. Beiden Häusern sei auf jeden Fall das Attribut hochwertig zuzugestehen.

Allerdings zielte Sojkas Bemerkung darauf ab, dem Thüringer Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) deutlich zu machen, wie wichtig die Wiedereröffnung des seit Ende 2015 geschlossenen Hotels Altenburger Hof für die Skatstadt und die Region sei. Schließlich hoffen die Besitzer aus Stuttgart bei ihren geplanten Investitionen auf Fördermittel vom Land.

Für Mielisch würden in einem solchen Fall die Prioritäten falsch gesetzt. Ehe sich Sojka für auswärtige Investoren stark mache, solle sie sich zuerst für die einheimischen Unternehmen einsetzen. Diese könnten nicht nur selbst Fördermittel gut gebrauchen, sondern vor allem viel mehr Anstrengungen, um Touristen nach Altenburg zu locken. Hier würden die kommunalen Verantwortungsträger im Kreis und in der Stadt viel zu wenig unternehmen. Der Geschäftsmann erinnert unter anderem an die Prinzenraubfestspiele, die es nicht mehr gibt, und auch viel zu wenig andere Veranstaltungen, die überregional ausstrahlen.

Mielisch bezweifelt außerdem, dass der Altenburger Hof unbedingt gebraucht werde und an ihm das Wohl und Wehe des Tourismus hänge. Auch nach Schließung dieser Einrichtung gebe es kein einziges Hotel in Altenburg, das über 50 Prozent ausgelastet sei. Unter diesem Gesichtspunkt brauche man den Altenburger Hof gar nicht, meinte Mielisch. Zumal das Billigsegment, wie viele Jahre zuvor, in Zukunft nicht mehr bedient, sondern das Klientel angesprochen wird, auf das auch andere abzielen. Falls das Land also den Altenburger Hof finanziell fördere, gewähre man ihm einen entscheidenden Vorteil gegenüber den anderen Mitbewerbern in der Stadt.

Allerdings ist nach wie vor unklar, ob Thüringen Sanierung und Umbau des geschlossenen Hotels unterstützt. Denn bislang gibt es noch immer keinen Fördermittelantrag. Das räumte Eugen Höschele gegenüber der OVZ ein, der die Hotel-Besitzer nach außen hin vertritt. Eigentlich sollte dieser Antrag spätestens im Juli gestellt werden, allerdings fehlen wichtige Formalien. „Ich hoffe, dass wir in allernächster Zeit den Antrag endlich einreichen können“, sagte Höschele. Dies müsse man auch, weil das Land signalisiert habe, die Förderhöhe 2018 abzusenken. Für die grundhafte Modernisierung veranschlagten die Besitzer fünf Millionen Euro. Baustart soll 2018 sein.

Von Jens Rosenkranz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Sabine Lucks besetzt seit Montag die von der Landesregierung geförderte Stelle als Sozialplanerin. Sie wird sich mit den Schwerpunkten Demografie, pflegerische Betreuung und Versorgung – anknüpfend an den Prozess zur Auditierung zum „Familiengerechten Landkreis“ – auseinandersetzen.

17.10.2017

Buntmetalldiebstahl im großen Stil ist einem 38-Jährigen zum Verhängnis geworden. Weil der Drogenabhängige Kabel und Kupferplatten aus dem Windpark Thonhausen mitgehen ließ, verurteilte ihn das Amtsgericht Altenburg nun zu einem Jahr Freiheitsstrafe. Carsten J., der bereits im Gefängnis sitzt, finanzierte mit krummen Dingern wie diesem seine Sucht.

16.10.2017

Premiere beim Zechauer Dorf und Faschingsclub (ZDF): Zum ersten Mal gab’s beim ZDF am vergangenen Sonnabend einen Filmeabend. In drei Teilen wurde das Zusammenfinden und die Entstehung der Würchwitzer Olsenbande gezeigt und das normale Leben der Hauptdarsteller sowie des Kameramannes und des Regisseurs beleuchtet.

16.10.2017
Anzeige