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Altenburger Unternehmer fordert Gleichbehandlung bei Hotel-Förderung

Tourismus Altenburger Unternehmer fordert Gleichbehandlung bei Hotel-Förderung

Der Altenburger Hotelier Roland Mielisch hat die Äußerung von Landrätin Michaele Sojka (Linke) kritisiert, wonach es in der Skatstadt kein einziges hochwertiges Hotel gebe. Der Unternehmer bezweifelt außerdem, dass der Altenburger Hof unbedingt wieder benötigt werde. Für die Sanierung des seit 2015 geschlossenen Hauses fehlt nach wie vor der Fördermittelantrag.

Der Altenburger Unternehmer Roland Mielisch bezweifelt, dass der Altenburger Hof unbedingt benötigt wird

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. „Wir sind das einzige Mittelzentrum, das kein hochwertiges Hotel besitzt.“ Mit dieser Bemerkung machte Landrätin Michaele Sojka (Linke) vor einiger Zeit in einem Medienbericht auf das Problem der mangelnden Hotelkapazitäten, speziell durch den geschlossenen Altenburger Hof, aufmerksam. Den Altenburger Hotelbetreiber Roland Mielisch brachte dies auf die Palme. Mit solchen Worten werte Sojka andere Hotels in der Stadt ab, sagte Mielisch der OVZ, für den Sojkas Bemerkung an eine Beleidigung grenze. „Das tut weh.“

Es zeige seiner Meinung nach, dass die Landrätin weder die Hotels der Region noch deren Probleme kenne, behauptet der Geschäftsmann, der das Hotel Am Rossplan betreibt. Wenn es kein hochwertiges Hotel gebe, seien die anderen wohl minderwertig?, fragt er und verweist auf die zahlreichen Investitionen sowohl bei ihm selbst als auch im Parkhotel. Beiden Häusern sei auf jeden Fall das Attribut hochwertig zuzugestehen.

Allerdings zielte Sojkas Bemerkung darauf ab, dem Thüringer Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) deutlich zu machen, wie wichtig die Wiedereröffnung des seit Ende 2015 geschlossenen Hotels Altenburger Hof für die Skatstadt und die Region sei. Schließlich hoffen die Besitzer aus Stuttgart bei ihren geplanten Investitionen auf Fördermittel vom Land.

Für Mielisch würden in einem solchen Fall die Prioritäten falsch gesetzt. Ehe sich Sojka für auswärtige Investoren stark mache, solle sie sich zuerst für die einheimischen Unternehmen einsetzen. Diese könnten nicht nur selbst Fördermittel gut gebrauchen, sondern vor allem viel mehr Anstrengungen, um Touristen nach Altenburg zu locken. Hier würden die kommunalen Verantwortungsträger im Kreis und in der Stadt viel zu wenig unternehmen. Der Geschäftsmann erinnert unter anderem an die Prinzenraubfestspiele, die es nicht mehr gibt, und auch viel zu wenig andere Veranstaltungen, die überregional ausstrahlen.

Mielisch bezweifelt außerdem, dass der Altenburger Hof unbedingt gebraucht werde und an ihm das Wohl und Wehe des Tourismus hänge. Auch nach Schließung dieser Einrichtung gebe es kein einziges Hotel in Altenburg, das über 50 Prozent ausgelastet sei. Unter diesem Gesichtspunkt brauche man den Altenburger Hof gar nicht, meinte Mielisch. Zumal das Billigsegment, wie viele Jahre zuvor, in Zukunft nicht mehr bedient, sondern das Klientel angesprochen wird, auf das auch andere abzielen. Falls das Land also den Altenburger Hof finanziell fördere, gewähre man ihm einen entscheidenden Vorteil gegenüber den anderen Mitbewerbern in der Stadt.

Allerdings ist nach wie vor unklar, ob Thüringen Sanierung und Umbau des geschlossenen Hotels unterstützt. Denn bislang gibt es noch immer keinen Fördermittelantrag. Das räumte Eugen Höschele gegenüber der OVZ ein, der die Hotel-Besitzer nach außen hin vertritt. Eigentlich sollte dieser Antrag spätestens im Juli gestellt werden, allerdings fehlen wichtige Formalien. „Ich hoffe, dass wir in allernächster Zeit den Antrag endlich einreichen können“, sagte Höschele. Dies müsse man auch, weil das Land signalisiert habe, die Förderhöhe 2018 abzusenken. Für die grundhafte Modernisierung veranschlagten die Besitzer fünf Millionen Euro. Baustart soll 2018 sein.

Von Jens Rosenkranz

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