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Altenburger bleiben flüssig – 2018 könnten Trinkwassergebühren sinken

Neue Gebühren-Kalkulation Altenburger bleiben flüssig – 2018 könnten Trinkwassergebühren sinken

Im kommenden Jahr könnte es zu einer Reduzierung der Trinkwassergebühren in Altenburg kommen. Ursache sind mehr Einnahmen als Ausgaben. Ohnehin müssen die Gebühren für 2018 bis 2021 neu kalkuliert und im Herbst vom Stadtrat beschlossen werden.

Das Regenüberlaufbecken in der Teichvorstadt ist eine größten Abwasser-Investitionen in diesem und im kommenden Jahr in Altenburg.
 

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Wenn Steuern oder Abgaben einmal ansteigen, gehen sie meist nicht wieder nach unten. Altenburg könnte die seltene Ausnahme sein. Martin Wenzel, der Chef des Wasserver- und Abwasserentsorgungsbetriebes Altenburg (Waba) geht davon aus, dass die Preise für Trinkwasser ab 2018 sinken.

Grund dafür ist eine sogenannte jährliche Kostenüberdeckung von 400 000 Euro, das heißt, die Gebühren-Einnahmen liegen über den Ausgaben. Ohnehin muss der Waba noch in diesem Jahr eine neue Gebühren-Kalkulation für die Jahre 2018 bis 2021 vornehmen. In dem vom Altenburger Stadtrat kürzlich beschlossenen Wirtschaftsplan des stadteigenen Betriebes wurde für 2018 noch mit den alten Gebühren kalkuliert. Heraus kam eine Gewinnsteigerung auf 1,1 Millionen Euro, also dem beinahe Vierfachen gegenüber 2017.

Ob es tatsächlich zu einer Gebührensenkung beim Trinkwasser kommt und wie hoch diese ausfällt, hängt nun von der Kalkulation ab, die im September oder Oktober dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt wird. Allerdings gibt es eine Reihe von Faktoren, die den Preis belasten. Zum einen sind dies die steigenden Kosten für das Fernwasser, das Altenburg bezieht. Zum anderen muss die Skatstadt einen Rückgang von jährlich 400 bis 500 Einwohnern verkraften, der den Verbrauch um zwischen 12 000 und 15 000 Kubikmeter und damit auch die Erlöse sinken lässt. Ebenso fehlen Betriebe, die große Wassermengen abnehmen. Großverbraucher sind Schlachthof, Klinikum und Brauerei, was für eine Stadt von der Größe Altenburgs einfach zu wenig ist.

Den jetzigen Berechnungen zufolge sorgen auch die Abwassergebühren für die Gewinnsteigerung und müssen ebenso neu kalkuliert werden. „Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass sie großartig sinken werden“, bremst Martin Wenzel die Hoffnung, dass sich die Bürger auch über geringere Kosten beim Abwasser freuen könnten. Grund dafür sind die beinahe riesig anmutenden Investitionen in Höhe von über 31 Millionen Euro in diesem und im nächsten Jahr. Dafür müssen Kredite in Höhe von fast 14 Millionen Euro aufgenommen werden. Die größte Ausgabe betrifft den Umbau der zentralen Kläranlage bei Primmelwitz für über neun Millionen Euro, der im Herbst beginnen soll. Nach der Fertigstellung kann das durch einen Fäulnis-Prozess gewonnene Methangas in einem Kraftwerk in Strom und Wärme umgewandelt werden. Mit dem Bau der Abwasserleitung im Ortsteil Drescha setzt Altenburg mit den oft verschobenen Anschlüssen der Ortsteile an die Kläranlage fort. Fest steht aber, dass Orte wie Knau damit bis 2020 und Zschechwitz sowie Stünzhain bis 2022 warten müssen.

Zwei Millionen Euro werden im Trinkwasserbereich investiert. So haben der Bau der Leitungen in der Jungferngasse, der Paditzer Straße und dem Grüntaler Weg bereits begonnen.

Von Jens Rosenkranz

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