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Altenburger geben im Kongo mehr Waisen ein Zuhause

Altenburger geben im Kongo mehr Waisen ein Zuhause

Zehn Jahre ist es bereits her. Damals gründete das Pastorenehepaar Christine und Jürgen Hauskeller ein Waisenhaus in Südwestafrika. Es entstand mitten in einem Armenviertel von Kinshasa, der Zehn-Millionen-Einwohner-Metropole und Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo.

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Die ersten 14 Mädchen sind bereits eingezogen in das neue Kinderhaus des Vereins "Hilfe für Menschen im Kongo".

Quelle: Verein

20 Mädchen finden dort ein Zuhause und können die Schule besuchen. Die Organisation und Finanzierung des komplett über Spenden verwirklichten Projekts läuft seit 2007 über den Verein "Hilfe für Menschen im Kongo". Unter anderem, um das Waisenhaus und weitere Kindereinrichtungen zu finanzieren, plant der Verein vom 4. bis 12. September im Altenburger Land eine Projektwoche mit dem Titel "Die weltweite Ungerechtigkeit erkennen und etwas dagegen tun."

 

So ist am 11. September um 17 Uhr ein Benefizkonzert des Stadtchores Meuselwitz in der dortigen Martinskirche geplant, einen Tag später tritt das Polizeimusikkorps Thüringen ab 19 Uhr in der Ostthüringenhalle in Schmölln auf. Ebenfalls geplant: ein Spendenlauf zum Auftakt der Festwoche am 4. September in der Skatbankarena (17 Uhr) und ein Konzert der Stuttgarter Band "Hif und Zanga" am 5. September in der Altenburger Music Hall (19 Uhr). Die Gruppe "Hif" zeigt zudem afrikanische Tänze und Lieder.

 

Neben dem Einsammeln von Spenden verfolgt der Verein nach eigener Aussage mit der Fest- und Projektwoche noch ein weiteres Ziel: Die Auseinandersetzung mit dem Thema Flüchtlinge, Asylsuchende und Ausländer. Täglich überschlagen sich derzeit die Meldungen über Flüchtlingsströme, überfüllte Unterkünfte und fremdenfeindliche Proteste oder sogar Ausschreitungen. "Hilfe für Menschen im Kongo" wolle einen Beitrag leisten "zum besseren Verständnis von Menschen, die bei uns Asyl und einen neuen Lebensanfang suchen", informiert der Verein. Laut Jürgen Hauskeller sind die Lebensumstände in ihrer Heimat für viele Kongolesen erniedrigend. "Wir erschaffen vor Ort Lebensbedingungen, damit die Leute gar nicht erst aus ihrem Land flüchten müssen. Denn eigentlich will niemand seine Heimat verlassen." Die Menschen im Kongo sind seit Jahrzehnten Bürgerkriegen und ethnischen Konflikten ausgesetzt, in jüngster Zeit vor allem im Osten des riesigen Landes. Zur instabilen politischen Lage kommt die weit verbreitete Armut und Korruption hinzu.

 

Um den Menschen im Altenburger Land einen besseren Einblick in das Leben vieler Kongolesen zu geben, ist neben Benefizkonzerten und -läufen auch ein Kongo-Symposium in der Altenburger Klinik für Psychiatrie geplant (12. September, 10 Uhr). Eingeladene Gäste und die Pastorin Christine Hauskeller berichten über Hintergründe und Aussichten zur bevorstehenden Wahl im Kongo, die Erfahrungen aus Sicht eines Entwicklungshelfers und über das Waisenhaus in Kinshasa. Frische Eindrücke aus dem afrikanischen Land kann dann Christine Keller schildern - erst vor wenigen Tagen kehrte sie mit ihrem Mann aus dem Kongo zurück. Sie feierten in Maluku nicht nur die Eröffnung eines weiteren Kinderhauses für Waisen, sondern organisierten gemeinsam mit Praktikanten auch den Betrieb der vor einem Jahr neu gebauten Grundschule und lieferten gespendetes Schulmaterial ab. Über 200 Jungen und Mädchen werden ab Anfang September in der Grundschule unterrichtet, der Ansturm auf die Bildungseinrichtung sei gewaltig gewesen, so Jürgen Hauskeller. "Wir mussten in den vergangenen Wochen Lehrer einstellen und viel Bürokratie erledigen", erzählt der Pastor. Die mitgereisten Praktikantinnen bleiben unterdessen bis zum nächsten Jahr im Kongo und helfen bei den Projekten vor Ort.

 

Christine und Jürgen Hauskeller hatten nicht viel Zeit, sich nach der intensiven Zeit im Kongo wieder in Deutschland zu akklimatisieren. In dieser Woche beginnt schon die Fest- und Projektwoche, die sie mit anderen Mitgliedern des Kongo-Vereins organisieren.

 

Ausführliches Programm auf der Internet-Seite des Vereins unter www.hilfe-im-kongo.de

Lucas Grothe

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