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Altenburg Altenburger müssen im Sommer für Bus und Bahn erneut tiefer in die Tasche greifen
Region Altenburg Altenburger müssen im Sommer für Bus und Bahn erneut tiefer in die Tasche greifen
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20:00 04.04.2016
Bus- und Bahnfahren wird ab August im MDV-Gebiet und damit im Altenburger Land erneut teurer. Auch der Stadtverkehr ist betroffen. Quelle: Foto: Mario Jahn
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Altenburg

Der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV), zu dem auch das Altenburger Land gehört, erhöht zum 1. August wieder die Fahrscheinpreise. In Leipzig wird der Tarif im Durchschnitt um 3,5 Prozent angehoben, in Halle steigen die Fahrpreise um rund 4,2 Prozent und in der übrigen Region um 3,0 Prozent. Dem Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 24. März müssen noch die Genehmigungsbehörden zustimmen.

„Eine Preiserhöhung ist keine Maßnahme, mit der man sich Freunde schafft“, erklärte MDV-Geschäftsführer Steffen Lehmann. „Uns ist sehr bewusst, dass es vor allem die Nutzer des Nahverkehrs sind, die die steigenden Aufwendungen mitfinanzieren.“ Der MDV erwartet durch die neuen Ticketpreise für Bus, Bahn und Tramp zusätzliche Erlöse von rund 7,5 Millionen Euro. Mit einem Rückgang der Fahrgastzahlen wird nicht gerechtet – eher im Gegenteil. „Bislang ist die Zahl unserer Fahrgäste trotz der jährlichen Preiserhöhungen immer weiter gestiegen“, informierte Lehmann auf Nachfrage. Trotz der gesunkenen Treibstoffpreise sei die Fahrt mit dem eigenen Auto noch immer teurer. Die Busunternehmen im MDV-Gebiet würden jedoch von den gefallenen Kraftstoffpreisen profitieren; im Vergleich zum Jahr 2013 sei ein Rückgang zu verzeichnen. Dafür seien die Kosten für den Fahrstrom von Straßenbahnen stark gestiegen – vor allem aufgrund der Umlagen für das Erneuerbare-Energien-Gesetz.

Auf die Preise auswirken würden sich vor allem die Tariflohnabschlüsse, sagte Lehmann. So würden die Ausgaben für Personal bei der Halleschen Verkehrs AG im Jahr 2016 um 1,6 Millionen Euro steigen. Auch regionale Verkehrsunternehmen wie die Thüsac Personennahverkehrsgesellschaft und die Regionalbus Leipzig GmbH müssten durchschnittlich 3,5 Prozent Lohn- und Gehaltssteigerungen finanzieren. „Die Einführung des Mindestlohnes bei Subunternehmen verursacht ebenfalls zusätzliche Kosten“, betonte Lehmann. Ein weiterer Preistreiber seien die anhaltenden Investitionen in die Infrastruktur und den Fuhrpark.

Weitere Ausgabensteigerungen von jährlich drei Prozent prophezeit dem MDV eine Studie, die der Verbund auf Wunsch der lokalen Politik in Auftrag gegeben hat. Aktuell werden etwa die Hälfte der Ausgaben von 525 Millionen Euro durch den Fahrscheinverkauf gedeckt.

Die Preissteigerungen ab August betreffen auch die Stadtverkehre in Altenburg und Schmölln. Während der Preis für eine Einzelfahrkarte mit 1,50 Euro gleich bleibt, werden die Vier-Fahrtenkarten für Erwachsene 30 Cent und für Kinder 20 Cent teurer. Eine Tageskarte schlägt dann mit 10 Cent mehr zu Buche, für Kinder bleibt der Preis gleich. Monatskarten werden zwischen 30 und 50 Cent teurer, die verschiedenen Abonnements bis zu 90 Cent.

Auch bei den Überland-Tickets gibt es Veränderungen. So erhöht sich der Preis für die Einzelfahrkarte über eine Tarifzone um 10 Cent auf 1,90 Euro. Gleich bleibt hingegen der Preis für Einzelfahrten von Altenburg nach Leipzig (8,80 Euro). „Eine moderate Preisanpassung wird es im Tageskartenbereich sowie in den Abo-Produkten für Jedermann geben, also bei Abo Light, Abo Basis und Abo Premium“, erklärte eine Sprecherin des MDV.

Von Andreas Tappert und Nathalie Helene Rippich

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