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Altenburg Altenburger und Schmöllner teilen sich die Titel und lassen es zur Party krachen
Region Altenburg Altenburger und Schmöllner teilen sich die Titel und lassen es zur Party krachen
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20:44 25.03.2018
Die Sieger und Platzierten der Sportlerumfrage von OVZ und Kreissportbund präsentieren sich am Ende der 26. Sportparty im Kulturgasthof Kosma den Fotografen und den knapp 500 Gästen. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

„Hier regiert der VCA“, hallt es ohrenbetäubend durch den Saal. Während sich die Freude über den Triumph in der Kategorie „Mannschaft des Jahres 2016“ bei den Fans der Altenburger Thüringenliga-Volleyballerinnen am Samstagabend im ausverkauften Kulturgasthof Kosma vor allem lautstark äußert, hüpft und jubelt das Team auf der Bühne, so dass der Boden bebt. „Es fühlt sich fantastisch an“, sagt Kapitänin Franziska Pach wenige Minuten später voller Euphorie. „Wir sind total überrascht, weil Aufbau ein so großer Verein ist und die Handballerinnen vor viel mehr Leuten spielen als wir.“ Sagt’s, lächelt und geht feiern.

Team-Kür wird zum emotionalen Höhepunkt des Abends

Keine Frage, die Kür zur Mannschaft des Jahres ist der emotionale Höhepunkt der diesjährigen Sportparty vor knapp 500 Gästen. Der entgeht allerdings VCA-Meistertrainer Dieter Sporbert, der wegen seiner eigenen Goldenen Hochzeit fehlte. Das Stimmungshoch hat zum einen damit zu tun, dass sich bei den Teams die Gefühle generell eher überschlagen, weil sich mehrere Menschen freuen. Zum anderen hat das in diesem Fall mit dem Geschlecht der Gekrönten zu tun. „Die Stimmung hat mir gut gefallen, besonders bei den Teams“, bilanziert der Geschäftsführer des Kreissportbundes, Ulf Schnerrer, als Chef-Organisator später am Abend zufrieden. „Dank den Damen, die ihren Gefühlen freieren Lauf lassen als Männer.“

Von sportlich bis elegant präsentierte sich die Sportparty im Kulturgasthof Kosma. Dort wurden am Sonnabend die Sportler, Mannschaften und Übungsleiter des Jahres 2016 gekürt. Ein unterhaltsames Showprogramm machte die Spannung erträglich.

Damit meint Schnerrer aber nicht nur die VCA-Frauen, sondern auch die Handballerinnen des SV Aufbau Altenburg, die auf Platz zwei landen. „Es wird sich zwischen Volleyballerinnen und Handballerinnen entscheiden“, hatte Aufbau-Abteilungsleiter Olaf Schmidt zuvor „aus dem Bauch heraus“ prognostiziert. „Wir ärgern uns nicht“, kommentiert der 52-Jährige dann das eigene Abschneiden. „Es ist Anerkennung für uns und unsere Leistung. Wir haben viele Muttis im Team, die Sport, Job und Familie unter einen Hut bringen müssen.“

Überhaupt gehört Aufbau Altenburg zu den Gewinnern der 26. Sportlerwahl. Denn insgesamt räumt der Club zwei der sieben Titel ab, wird einmal Zweiter und einmal Dritter. Neben den Thüringenliga-Handballerinnen sichert sich die B- und C-Jugend den Titel bei den Nachwuchsteams und Radsportlerin Corinna Lechner triumphiert bei der erstmals separat wählbaren Kategorie „Sportlerin des Jahres“. Fast wäre ein dritter Titel hinzugekommen. Schließlich ist Nachwuchssportler Jan Ole Jähnig ein früherer Aufbau-Radsportler, der jetzt aber im Motorsport für den MC Schmölln von Erfolg zu Erfolg und dieses Jahr mit neuer Maschine in der Europameisterschaft fährt. „Ich bin erleichtert und überglücklich, dass ich gleich bei der ersten Nominierung gewonnen habe“, sagt der 16-Jährige und strahlt, während Mama Katrin fleißig fotografiert.

Leichtathleten durchbrechen Aufbau-Siegesreigen

Überboten wird der Altenburger Siegesreigen nur noch von den Schmöllner Leichtathleten, die mit Sportler Marcus Brieger, mit Nachwuchsathletin Alina Schönherr und mit Trainerin Urte Rook die übrigen Kategorien abräumen. Für TuS-Wurfspezialist Brieger ist der zweite Titel nach der Premiere vor zwei Jahren Anlass zu gesteigerter Freude. „Es war überraschender wegen der Modusänderung und der starken Konkurrenz“, begründet er dies.

Urte Rook bedeutet hingegen der Titel für die von ihr trainierte Nachwuchsathletin Alina Schönherr mehr als der eigene. „Für Kinder und Jugendliche ist das als Motivation wichtiger als für uns Erwachsene“, erklärt sie. „Außerdem machen wir Trainer das ja nicht für Titel, sondern weil wir dafür brennen.“ Sie habe sich lange gegen eine Nominierung gewehrt, weil sie das System der reinen Publikumswahl besonders für Schmöllner Sportler ungerecht fand. Daher sei die Modifizierung, dass nun eine Expertenjury die Hälfte der Abstimmung ausmache, der Anlass zum Umdenken gewesen.

Ihr Sieg war die knappste Entscheidung des Abends. Denn die Leichtathletik-Übungsleiterin trennen nur ganze 46 Stimmen von der zweitplatzierten Katrin Müller. Rooks Mann Steffen, der KSB-Vize ist, schwört jedoch, dass „definitiv nichts manipuliert ist“. Zu den ersten Gratulanten der erfolgreichen Trainerin des LSV Schmölln gehört auch Vorjahressieger Ivo Schöne, dessen Favoritin zwar „Schwimm-Katrin“ war, der sich am Ende aber freut, dass wieder jemand aus der Sprottestadt gewonnen hat.

Die Leichtathleten sind auch bei der Liegestütze-Einlage eifrig. Zu dem Pausenspaß von 30 Stück hatte Stargast und Extremsportler Michael Kalinowski herausgefordert. In dieser Hinsicht lassen sich auch Hartmut Schubert, Staatssekretär im Thüringer Finanzministerium, und Radsport-Trainer Thomas Saro nicht lumpen. Letzterer hatte noch versucht, die bei der Belgien-Rundfahrt weilende Corinna Lechner live ans Telefon zu bekommen, und meldet wenig später: „Corinna war in einer Teambesprechung und konnte nicht rangehen. Sie ist aber sehr happy. Es ist schade, dass sie nicht da sein kann, wir sind mitten in der Saison.“

Von Thomas Haegeler

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