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Altenburgerin Radsportlerin Corinna Lechner fährt auch den Männern davon

Altenburgerin Radsportlerin Corinna Lechner fährt auch den Männern davon

Die Altenburger Radrennfahrerin Corinna Lechner hat gleich in der Anfangsphase der Saison ein Achtungszeichen gesetzt - und es auch einigen männlichen Pedalrittern gezeigt.

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In guter Form auf dem Sachsenring: Corinna Lechner (2. v. r.).

Quelle: Wolfgang Wukasch

Hohenstein-Ernstthal. Bei der Jubiläumsauflage des Radrennens auf dem Sachsenring schlugen sich die Radrennfahrerinnen vom Thüringer Maxx Solar Women Cycling Team, die mit den Männer-Senioren gemeinsam starteten und auch in die gleiche Wertung eingingen, äußerst achtbar. Corinna Lechner vom SV Aufbau Altenburg und Benita Wesselhoeft, beide starten für das Thüringer Maxx Solar Women Cycling Team unter der Leitung der Erfurterin Vera Hohlfeld, belegten in der Zehn-Rundenhatz über 35 Kilometer auf dem bergigem Kurs, die Gesamt-Ränge 23 beziehungsweise 21.

 

Bei kühlen Temperaturen und teils heftigem Wind konnten die beiden Radamazonen den Sieg von Petr Cirkl (Tschechien) zwar nicht gefährden, hielten jedoch die Mehrzahl ihrer männlichen Mitbewerber auf dem Motorrad Grand Prix-Kurs stets auf Distanz und passierten als beste der gestarteten Frauen im vorderen Hauptfeld das Ziel. Benita Wesselhoeft rollte dabei vor Lechner über den Zielstrich. Teamgefährtin Bettina Banzer überquerte als Gesamt-39. die Linie parallel zur der Boxengasse.

 

Die Radrennen auf dem legendären Sachsenring sind Tradition und fanden zu DDR-Zeiten vor vielen Tausenden von Fans statt. Vor knapp 55 Jahren vor 150.000 Zuschauern gewann Bernhard Eckstein (Leipzig) den Weltmeistertitel der Radamateure, der zweifache Champion Gustav-Adolf "Täve" Schur, der taktisch klug und uneigennützig "Ecke" den Weg zum Titel ebnete, wurde Dritter. Bei den Frauen wurde damals die Leipzigerin Elisabeth Kleinhans gute Dritte. Rik van Looy (Belgien) wurde tags darauf Profi-Weltmeister. Der Geraer Jens Heppner erfuhr sich auf dem Sachsenring den letzten DDR-Meistertitel, auch Olaf Ludwig (Gera) siegte auf dem legendären Rundkurs.

 

Seit einiger Zeit ruft der Sachsenring die Radsportenthusiasten jeweils zu Ostern und im Spätsommer auf einen Kurs um Hohenstein-Ernstthal, teils auf der alten Rennstrecke, unter der Federführung des Bundes Deutscher Radfahrer und des Sächsischen Radsportverbandes zusammen. Eingebunden in die Veranstaltung sind auch Schüler-, Jugend-, Junioren- und Jedermannrennen.

 

Die Radsportfans der Region sollten sich folgenden Termin dick anstreichen:

 

Die Thüringen-Rundfahrt der Damen findet vom 17. bis 23. Juli statt. Auch in diesem Jahr wird das Starterfeld des UCI-Weltranglistenrennens der Kategorie 2.1. wieder die Weltelite des internationalen Frauenradsports im Freistaat versammeln. "Wir erwarten auch 2015 wieder Profi-Teams und Nationalmannschaften in Bestbesetzung", sagte Vera Hohlfeld. Die Tourzweite von 1996 fungiert als Rundfahrtleiterin.

 

Die weltbesten Radamazonen freuen sich nicht ohne Grund jedes Jahr auf Thüringen - befragt nach den Besonderheiten sind sich alle einig: die hervorragende Organisation, die komfortable Unterbringung des gesamten Feldes unter einem Dach in Altenburg, das begeisterungsfähige Publikum und die alljährlich anspruchsvolle wie abwechslungsreiche Streckenführung.

 

 

 

Die Thüringen-Rundfahrt der Frauen:

 

Freitag, 17. Juli: 1. Etappe Rund um Gotha

 

Samstag, 18. Juli: 2. Etappe Rund um Erfurt

 

Sonntag, 19. Juli: 3. Etappe Rund um Schmölln (Einzelzeitfahren)

 

Sonntag, 19. Juli: 4. Etappe Rund um Meerane

 

Montag, 20. Juli: 5. Etappe Rund um Zeulenroda

 

Dienstag, 21. Juli: 6. Etappe Rund um Gera

 

Mittwoch, 22. Juli: 7. Etappe Rund um Schleiz

 

Donnerstag, 23. Juli: 8. Etappe Rund um Greiz

Wolfgang Wukasch

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