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Altenburg Altenburgs Jugend feiert das Erwachsenwerden
Region Altenburg Altenburgs Jugend feiert das Erwachsenwerden
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00:18 26.05.2017
Ein Moment für die Ewigkeit: Am vergangenen Wochenende feierten etliche Schüler ihre Jugendweihe im Altenburger Logenhaus. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Hunderte Schüler im Landkreis lassen in diesen Tagen die Kindheit hinter sich, gehen den Schritt in die Welt der Erwachsenen. Die Aufregung ist bei allen groß, die Wege indes sind unterschiedlich.

Jugendweihe: Für diese Veranstaltungen ist seit 2005 der Jugendweiheverband Ostthüringen in der Region der Organisator. Aus dem Landkreis nehmen dieses Jahr rund 450 Jungen und Mädchen teil, ähnlich wie im Vorjahr. „2018 werden es wieder mehr sein. Wir haben bereits 456 Anmeldungen“, blickt Verbandsmitarbeiterin Anja Töpfer voraus. Zwei Termine mit Feierlichkeiten im Altenburger Logenhaus gab es bereits, am kommenden Sonnabend steht im Landestheater der letzte große Festakt an. „Da ist die Kapazität doppelt so groß“, schildert Töpfer. Geplant sind drei Zeremonien um 10, 12.30 und 15.30 Uhr. Rund 60 Jungen und Mädchen stehen da jeweils im Rampenlicht. Sie kommen vor allem aus den drei Gymnasien der Skatstadt sowie aus dem Veit-Ludwig-von-Seckendorff-Gymnasium Meuselwitz.

Urkunden und Blumen, Festrede und Rezitationen: All das gehört am Wochenende wieder zum Programm. Ebenso musikalische Unterhaltung mit der A-capella-Band „Notendealer“ aus Freiberg und die Präsentation „Der Zug des Lebens“. Letztere schildere den Lebensweg als Zugreise, „angereichert mit kleinen Lebensweisheiten“, sagt Töpfer.

Die Jugendweihlinge sind allesamt Achtklässler, vorrangig 14 Jahre alt. Im Vorfeld der Feier hatten sie die Auswahl aus verschiedenen vorbereitenden Angeboten. So standen der Landtag in Erfurt und das BMW-Werk in Leipzig ebenso auf der Liste wie eine Modenschau in den Geraer Arkaden. „Dadurch haben einige zum ersten Mal das ,Hotel Mama‘ verlassen“, hebt Töpfer hervor.

Konfirmation: Der Schritt heraus aus der Kindheit wird in der evangelischen Kirche anders zelebriert. Hier gilt der Konfirmationsgottesdienst als Eintrittskarte ins Erwachsenenleben. „Ein konfirmierter Christ ist religionsmündig und kann Verantwortung in der Gemeinde übernehmen“, betont Pfarrer Andreas Gießler von der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Altenburg. Gießler wird am Pfingstsonntag 15 Jugendliche im Alter von zumeist 14 Jahren einsegnen – genauso viele wie im Vorjahr. Die meisten sind Schüler des Christlichen Spalatin-Gymnasiums, auch ein Mädchen aus Treben sei dabei. Die Zeremonie findet ab 13 Uhr in der Brüderkirche statt.

„Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Segensfeier“, umreißt Gießler das Programm. Es werde gesungen, jeder verlese seinen Konfirmationsspruch aus der Bibel, am Ende folge die Teilnahme am Abendmahl. Die Grundlagen über christliche Hintergründe haben die Konfirmanden bereits im Laufe eines Jahres in einem wöchentlichen Kurs erhalten. Auch eine gemeinsame Reise ins Kloster Wechselburg, Müllsammeln an der Blauen Flut sowie eine Pilgerfahrt mit dem Fahrrad durchs Altenburger Land gehörten zur Vorbereitung. „Die Kinder sollten lernen, was es bedeutet, ein Christ zu sein“, erläutert Gießler.

Erstkommunion und Firmung: Wo die evangelische Kirche ein Fest hat, sind es bei der katholischen zwei. Nach der sogenannten Firmung, in der die Jugendlichen ihren Glauben bestätigen, werden sie voll in die christliche Gemeinschaft aufgenommen. Diese Zeremonie ist in Altenburg ab dem achten Schuljahr angedacht – wird aber erst wieder 2018 durchgeführt, wie Pfarrer Konrad Köst von der Pfarrei Altenburg/Schmölln mitteilt. Hintergrund sei die vergleichsweise geringe Zahl an Teilnehmern, weil eben auch die Gemeinde über die Jahre geschrumpft sei. „Wir haben die Firmungen alle drei Jahre im Kalender“, so Köst.

Für 16 Neun- bis Elfjährige wird es allerdings bereits am kommenden Sonntag ernst. Ab 10 Uhr steht für sie in Altenburgs katholischer Kirche die Erstkommunion an. „Auch das ist ein wichtiger Schritt in Richtung Erwachsenenleben“, erklärt Köst. Die Teilnehmer dieser besonders feierlichen Messe, zu denen auch zwei Kinder aus Gößnitz gehören, wohnen zum ersten Mal dem Abendmahl bei. Vorher haben sie sich regelmäßig in kleinen Gruppen in den Pfarrräumen getroffen, haben sich mit ihrer Taufe, dem Wirken Jesu und dem Aufbau der Messe beschäftigt und so ein Stück Glaubensgemeinschaft erlebt. „Die Erstkommunion“, sagt Köst, „ist ein wunderbarer Tag für die ganze Familie. Alle kommen zusammen – Freunde, Verwandte, Taufpaten.“

Von Matthias Klöppel

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