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Altenburg Altenburgs OB André Neumann packt viel an – und hakt einiges ab
Region Altenburg Altenburgs OB André Neumann packt viel an – und hakt einiges ab
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19:07 06.10.2018
Altenburgs Oberbürgermeister André Neumann kann auf ereignisreiche und durchaus erfolgreiche erste 100 Tage im Amt zurückblicken. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Nach einem etwas holprigen Start ist Altenburgs Oberbürgermeister André Neumann (CDU) ordentlich in Tritt gekommen. So ließ der 41-Jährige auf seine nervöse und in Teilen nebulöse Antrittsrede vor dem Stadtrat Anfang Juli in den ersten 100 Tagen viele konkrete Taten folgen. Die Bandbreite reicht dabei von Personalentscheidungen über eine erste Strukturreform im Rathaus bis hin zum Aufbruch zu einer digitalen und bürgernahen Verwaltung.

OB räumt Rathaus auf, bleibt aber selbstkritisch

„Es geht immer besser“, sagte Neumann durchaus selbstkritisch. „Aber ich denke, schon viel angestoßen und auch verändert zu haben.“ Das gilt vor allem fürs Rathaus selbst. Denn neben der Wahl seines Wunschkandidaten Frank Rosenfeld zu seinem Stellvertreter ordnete er auch die Aufgabenbereiche neu und entfernte die Dezernentenebene, so dass er und Rosenfeld nun direkter und regelmäßig mit den Referatsleitern reden. In diese Kategorie gehören auch die Trennung von Stadtrechtsdirektor Johannes Graffé und Sozialdezernent Robby Tänzer sowie die erste Belegschaftsversammlung.

„Mit der Strukturreform ist die Grundlage für eine effiziente Verwaltung gelegt, was sich auch schon positiv auf die interne Kommunikation auswirkt“, erklärte das Stadtoberhaupt, das mit der Einrichtung einer Facebook-Seite, der dort live stattfindenden digitalen Bürgersprechstunde und einer zusätzlichen analogen Sprechzeit den Nerv vieler Altenburger trifft.

Einige Wahlversprechen sind bereits erledigt

Weitere Haken finden sich bereits nach drei Monaten an seinen Versprechen eines City-Managers und an der Stärkung des bürgerlichen Engagements. Letzteres geschah nicht nur, indem der zweifache Familienvater beim Saubermachen des Pauritzer Teiches half und dem Stadtmensch-Festival Rückendeckung gab, sondern auch durch seine private Finanzspritze für die Gründung eines Jugendcafés.

Zwar hat es Neumann noch nicht geschafft, den Garagenstreit zu beenden, dafür hat er ihn aber durch ein Kündigungsmoratorium und ein auf den 15. Oktober terminiertes Gespräch mit Interessenvertretern vorerst befriedet. Gesprochen hat der Neu-OB auch schon mit den Bürgermeistern Windischleubas, Lödlas und Göhrens. Mit dem Nobitzer Gemeindechef Hendrik Läbe (SPD) steht bereits ein Termin, weitere sollen folgen. Und selbst für das brisante Thema Sauberkeit hat Neumann ein Konzept in der Schublade.

Rückschläge kontert Neumann mit Optimismus

Rückschläge gab es in Sachen Haushalt und im Baubereich. Den von seinem Vorgänger geerbeten Problemen begegnete er mit einer teilweisen Ausgabensperre und dem Verschieben von Projekten wie dem Bürgerservice. Doch selbst das nimmt Neumann bisher nicht den Atem: „Ich spüre bei meinen Besuchen, dass mir die Leute eine echte Chance geben wollen, die Dinge anzupacken.“

Von Thomas Haegeler

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