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Altenburg Altenburgs OB Michael Wolf reagiert auf Kritik am Jahnpark
Region Altenburg Altenburgs OB Michael Wolf reagiert auf Kritik am Jahnpark
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00:18 12.12.2016
So könnte das Seniorenwohnprojekt Jahnpark an der Geraer Straße in Altenburg laut Investorenplänen aussehen. Quelle: Hentschke Bau GmbH
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Altenburg

Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) hält Änderungen an den Plänen für die Seniorenwohnanlage „Am Jahnpark“ für vorstellbar. „Modifizierungen sind möglich, aber das muss man abwarten“, sagte der Rathauschef auf OVZ-Nachfrage. „Wir führen das Verfahren neutral und ergebnisoffen durch.“ Dazu gehöre auch, dass er die Kritik einer Initiative von Anwohnern am 20-Millionen-Euro-Projekt, die knapp 300 Unterschriften gegen den Bau in der Geraer Straße gesammelt hat (die OVZ berichtete), an das Baudezernat weitergeleitet habe.

„Die Kritikpunkte werden in den gesamten Prozess mit einbezogen“, so Wolf weiter. Denn es sei legitim, dass Menschen verschiedene Meinungen haben. „Nun ist es Sache des Verwaltungsverfahrens, die berechtigten Interessen aller Betroffenen abzuwägen. Aber ich kann das Verfahren wegen der Petition nicht stoppen.“ Allerdings sei es so, dass der Investor von den Kritikpunkten erfahre, dazu Stellung nehmen und gegebenenfalls Änderungen vornehmen könne. „Wir sind bestrebt, solche Sachen einzuarbeiten, sobald sie uns vorliegen. Denn Bedenkenträger und Investoren wollen schnell Klarheit haben.“

Wie Baudezernentin Kristin Moos erklärte, kann jeder seit 28. November noch bis zum heutigen Freitag seine Bedenken gegen das von einem bayerischen Investor geplante Pflegeheim mit 143 Plätzen und das betreute Wohnen mit 60 bis 70 Einheiten aktenkundig machen. Denn dann endet die erste Frist der öffentlichen Auslegung. Danach sortiere man alles und erarbeite Vorschläge, ob, wie und in welcher Form Einwände berechtigt seien, und gebe eine Empfehlung ab. „Dabei können private und öffentliche Belange unter-, aber auch gegeneinander abgewogen werden“, so die Bürgermeisterin. Für den Abwägungsbeschluss, über den der Stadtrat voraussichtlich im April oder Mai beraten werde, liste man alles in einer Tabelle auf. „Zum jetzigen Zeitpunkt kann man da aber noch nichts prognostizieren.“

Die Anwohner An den Geraer Linden, in der Gabelsbergerstraße und am Jahnplatz, zwischen denen auf einer begrünten Brachfläche ein Drei- und ein Viergeschosser mit Senioreneinrichtungen entstehen sollen, sehen vor allem negative Auswirkungen auf ihr Wohnumfeld und ihre Lebensqualität. Ganz konkret sind das weniger Licht und Grün, mehr Lärm und Schmutz sowie fehlender Lebensraum für seltene Tiere. Daher fordern sie eine Prüfung der Umweltverträglichkeit. Mitarbeiter und Betreiber anderer Pflegeeinrichtungen befürchten zudem ein Verschärfung des Kampfes um Fachkräfte und im Zusammenhang mit einer Gesetzesänderung ein Überangebot an Pflegeplätzen in Altenburg.

Von Thomas Haegeler

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