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Altenburg Altenburgs OB Wolf räumt neuerliches Hindernis für Parkplatz aus dem Weg
Region Altenburg Altenburgs OB Wolf räumt neuerliches Hindernis für Parkplatz aus dem Weg
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04:23 06.07.2017
Der Bau des Parkplatzes an der Johannisvorstadt/Ecke Zeitzer Straße ist in Verzug geraten. Zuvor muss erst der Giebel des benachbarten Hauses gesichert werden. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Eigentlich hätte er schon längst fertig sein sollen. Doch begonnen hat der Bau des Parkplatzes an der Ecke Johannisvorstadt/Zeitzer Straße in Altenburg noch immer nicht. Nach früheren Auseinandersetzungen im Vorfeld des Grundstückkaufs wegen einsturzgefährdeter Häuser und einem zu hohen Ausschreibungsergebnis, das eine erneute Ausschreibung nötig machte, winkte zu guter Letzt noch die beauftragte Baufirma ab. „Aus Sicherheitsgründen, weil Gefahr drohte“, benannte Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) das neueste Glied in der Kette von Verzögerungen des ursprünglich schon für das Vorjahr angedachten Projekts.

Im Detail liegt das am Dachgiebel des direkt an das Parkplatzgrundstück angrenzenden baufälligen Hauses in der Zeitzer Straße. Denn durch diesen geht links und rechts ein Riss. „Hier hätte uns ein langwieriges Bausicherungsverfahren gedroht oder eventuell auch eine juristische Auseinandersetzung“, so Wolf. Nicht nur mit dem Eigentümer, sondern auch wegen eines möglichen Gewinnverlusts der Baufirma. Als die Stadtverwaltung nicht weiter kam, nahm der Rathauschef die problembehaftete Sache selbst in die Hand und suchte den Kontakt zum Eigentümer. „Sonst hätte es Wochen gedauert und zu einer Kettenreaktion bis hin zum Verfall der Fördergelder geführt“, begründet der OB sein Engagement.

Also traf sich Wolf mit dem Eigentümer, der aus Frankfurt am Main kommt, und dem Chef der Städtischen Wohnungsgesellschaft (SWG), Michael Rüger. Im Ergebnis kam das Trio Anfang Juni überein, dass die SWG in die Bresche springt, das Grundstück samt Haus kauft und es zumindest sichern lässt. Fünf Tage später, am 12. Juni, schaute man sich das Gebäude mit Statikern an und stellte fest, dass es nicht einsturzgefährdet ist. Gut eine Woche später fasste der Aufsichtsrat der SWG am 20. Juni einen entsprechenden Beschluss für den Kauf, so dass vergangene Woche das Gerüst aufgebaut werden konnte und der wackelige Giebel dieses Woche ausgemauert und befestigt wird.

Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Nach OVZ-Informationen lag dieser aber deutlich unter den 39 900 Euro, die der Eigentümer ursprünglich in einer Anzeige auf einem großen Immobilienportal haben wollte. „Wir wollen keinen Abriss des Hauses, werden es mit Sicherheit wieder verkaufen“, erklärte Wolf zum weiteren Vorgehen. „Damit tritt die SWG als Zwischenerwerber auf und übernimmt Verantwortung für die Stadtentwicklung und -gestaltung.“

Im Anschluss an die Sicherung des Hauses kann der eigentliche Parkplatzbau beginnen. Geht nichts mehr schief, entspannen die Stellplätze die Parksituation im Umfeld des Goldenen Pfluges, der Tanzschule Schaller und auch der Innenstadt am Jahresende.

Von Thomas Haegeler

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