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Altenburg Altenburgs OB macht Moritzstraße fit für Busse
Region Altenburg Altenburgs OB macht Moritzstraße fit für Busse
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18:55 08.02.2017
Die Moritzstraße in Altenburgs Innenstadt soll so saniert werden, dass ein Linienbus durchfahren kann. Das heißt, die Engstelle links verschwindet. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) will der Altenburger Innenstadt weiter auf die Sprünge helfen. Nachdem auf Wunsch des Stadtrats bereits das Park- und Verkehrskonzept geändert wurde und im Frühjahr Spielgeräte auf dem Markt montiert werden, nimmt der Rathauschef nun die Moritzstraße ins Visier. Diese will er für gut 300 000 Euro grundhaft sanieren lassen – und zwar so, dass ein Linienbus hindurchfahren kann.

Konkret heißt das: Die Engstelle in der Mitte der Straße, die vom Roßplan zum Kornmarkt führt, soll verschwinden, und das an vielen Stellen beschädigte, verformte oder hochstehende und daher laute Pflaster soll durch rutsch- und lärmarmes ersetzt werden. „Es wird dann Pflaster ähnlich dem auf dem Markt werden“, erklärte Wolf auf OVZ-Nachfrage, wie die Straße rutschfester und weniger lärmintensiv werden soll. „Ohne diese Maßnahmen wäre der Einsatz eines Busses zu gefährlich.“

Vor diesem Hintergrund schließt sich dann auch ein weiterer Kreis. Denn der Linienverkehr könnte nach dem Ausbau des oberen Teils des Johannisgrabens, der noch in diesem Jahr in beide Richtungen befahrbar sein soll, durch diesen, über die bereits sanierte Gerhard-Altenbourg-Straße, den Topfmarkt und die Moritzstraße Richtung Südost oder umgekehrt vom Klinikum über Moritzstraße, Topfmarkt und Johannisgraben zum Bahnhof weiterfahren. Damit wären die Linien I und Z die ersten Busse, die durch den Kern des Stadtzentrums fahren würden. Abgestimmt sei die Änderung allerdings noch nicht, sagte Wolf. „Dafür ist es noch zu früh.“

Laut OB sieht der Zeitplan so aus, dass man noch in diesem Jahr die erste Planungsphase schaffen und dann das Projekt entsprechend beantragen will. „Natürlich kann dann der Stadtrat noch kommen und sagen, dass er mit dem Geld lieber eine andere Straße gemacht haben will“, so Wolf. Er halte das aber aufgrund des Beschlusses zur Innenstadtbelebung, der diese Maßnahme umfasst, für unwahrscheinlich. Und auch die Fördermittelbehörde müsse noch zustimmen. Vorausgesetzt beides geschieht, kann die Moritzstraße 2018 saniert werden.

Das Geld dafür hat die Stadtverwaltung laut Wolf schon. Zumindest zu einem überwiegenden Teil. Denn finanziert werden soll das Ganze durch sanierungsbedingte Einnahmen. Dazu zählen etwa Parkgebühren, die die Stadt im Sanierungsgebiet einnimmt. Aber auch Erlöse aus dem Verkauf von Grundstücken und Gebäuden in selbigem.

„Einnahmen, die aus Maßnahmen resultieren, die mit Städtebaufördermitteln finanziert wurden, sind dort einzusetzen, wo sie eingenommen wurden“, erklärte Wolf dazu. Davon sei ein bestimmter Anteil für die Instandhaltung von Flächen oder den Betrieb von Parksäulen abzuziehen, und der Rest komme in einen Topf. „Das Geld ist da, liegt auf einem Konto, wir können es ansammeln und der Fördermittelbehörde Vorschläge unterbreiten, was wir damit machen.“ Rund 193 000 Euro seien es derzeit schon. Rechne man die Parkgebühren und andere angesetzte Einnahmen aus dem Doppelhaushalt für dieses und nächstes Jahr hinzu, stünden in Summe etwa 314 000 Euro zur Verfügung.

Von Thomas Haegeler

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