Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Altenburgs OB will Gärten zu Baugrundstücken umfunktionieren
Region Altenburg Altenburgs OB will Gärten zu Baugrundstücken umfunktionieren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 11.03.2017
Altenburgs OB Wolf will nicht mehr genutzte Gärten in Baugrundstücke für Eigenheime umwandeln. Quelle: dpa
Anzeige
Altenburg

Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) plant, nicht mehr benötigte Kleingärten in Altenburg als Baugrundstücke für Eigenheime auszuweisen. „Wir werden bei der Fortschreibung des Generalpachtvertrages Flächen, die nicht genutzt werden, aus den Kleingartenanlagen herauslösen und andere Flächen, die genutzt werden, und noch nicht drin waren, mit hineinnehmen“, sagte der Rathauschef nun auf OVZ-Nachfrage. „Es gibt eine ganze Reihe Flächen, die an Straßen liegen, die man als Eigenheimflächen ausweisen kann, ohne die Infrastruktur entwickeln zu müssen.“

Um das zu erreichen, müsse man nicht einmal komplette Kleingartenanlagen entwidmen, sondern nur die vorhandenen Leerstände nutzen, erklärte Wolf. „Da werden wir ganz intensiv vorankommen.“ Dies habe den Vorteil, dass man so nicht nur dringend benötigte Eigenheimstandorte schaffe und hohe Erschließungskosten wie in der Fasanerie in Ehrenberg vermeide, sondern auch Kleingartenflächen vom Markt nehme, die nicht mehr benötigt werden. „Außerdem bringen wir Geld in die Kasse.“ Das sei im Haushalt durch pauschale Verkaufssummen schon berücksichtigt.

Welche Anlagen davon konkret betroffen sind, kann Wolf jedoch noch nicht sagen. „Diese werden wir ab dem Frühjahr bei Begehungen definieren“, erklärte der OB, der auch im Vorstand des Regionalverbands der Kleingärtner Altenburger Land sitzt. Demnach werden Kleingartenanlagen auch digital per GPS vermessen. „Es gibt hier ein Korrekturbedürfnis, weil die Pläne nicht mehr mit den tatsächlichen Flächen übereinstimmen.“ So wolle er zu einem Parzellenmanagement kommen, das dazu führe, dass man Anlagen mit über 50 Prozent Leerstand „ein bisschen auflöst“. Betroffen sollen aber nur Flächen sein, die schlecht genutzt und schlecht verpachtbar sind oder an Rändern liegen.

Konsequenz des neuen Generalpachtvertrages werde zudem sein, dass man Kleingartenanlagen, die in Überschwemmungsräumen liegen, nicht mehr fördere, „weil das keinen Sinn hat“, so Wolf. „Andere werden wir massiv stärken, wie den Kleingartenpark Bauhöfe oder den Kleingartenpark Südost oder die Anlage in der Paditzer Straße.“ Darüber hinaus werde man moderat die Pachtbeiträge anheben und die Mehreinnahmen für den Rückbau von Kleingartenanlagen verwenden. „Wir rechnen da mit 20 000 Euro zusätzlich pro Jahr.“

Außerdem will das Stadtoberhaupt noch in diesem Jahr „eine Grundsatzentscheidung darüber treffen, wie es mit den Garagenanlagen weitergeht“. Zu prüfen sei, „ob wir diese verkaufen oder nicht verkaufen. Wir brauchen Geld, um investieren zu können.“ Wolf rechnet damit, dass man Garagenhöfe veräußern, aber andernorts auch entwickeln werde. In der Zwickauer Straße etwa wird demnächst abgerissen, begrünt und renaturiert.

Von Thomas Haegeler

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Historiker bezeichnen den Ersten Weltkrieg als die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts. Auch in Oberlödla erinnert ein Denkmal auf dem Friedhof an die Toten der Jahre 1914 bis 1918. Und nach wie vor liegt den Familien, deren Vorfahren auf dem Gedenkstein eingemeißelt sind, viel an dem Denkmal, erklärt Lödlas Bürgermeister Torsten Weiß (CDU), weshalb es nun saniert werden soll.

07.03.2017
Altenburg Zwischen B 93 und Deutschem Holz - Ausbau der Bundesstraße 7 nimmt Fahrt auf

Lange tat sich nichts, jetzt kommt Bewegung in den Ausbau der Bundesstraße 7. In der vergangenen Woche stellte die mit dem Projekt beauftragte Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges) ihre Pläne in Windischleuba vor. Läuft alles nach Plan, könnte der Bau bis 2022 starten.

10.03.2017

Claus Kleber hält die Strafanzeige von Kleingärtnern aus Altenburg gegen sich für unbegründet. An der Moderation im „heute journal“ des ZDF vom 25. Februar sei „nichts falsch und deshalb auch nichts richtigzustellen“, sagte Kleber dem Berliner „Tagesspiegel“. Die Kleingärtner hatten ihm Verleumdung und Herabwürdigung des Ehrenamtes vorgeworfen.

08.03.2017
Anzeige