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Altenburg Altenburgs hilfsbereite Löwen gibt es seit 25 Jahren
Region Altenburg Altenburgs hilfsbereite Löwen gibt es seit 25 Jahren
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05:00 15.12.2016
Dicht gefüllt waren der Ratssaal beim Festakt. Am Flügel brachte Helena Lahr ein Musikstück zu Gehör. Quelle: Foto: Mario Jahn
Altenburg

Es war schon eine erlesene Runde, die sich da am Dienstagabend im Altenburger Ratssaal zu einer öffentlichen Sitzung zusammengefunden hatte. Dort feierten die Mitglieder und Freunde des Lions Club Altenburg das 25-jährige Bestehen der Vereinigung, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, Gutes zu tun. „Das war eine würdige und dem Anlass angemessene Veranstaltung“, konstatierte der aktuelle Lions-Präsident Christian Gumprecht. In diesem Sinne habe sich die Festrede von Alt-Ministerpräsident Bernhard Vogel zum Thema „Was uns eint!“ nahtlos eingereiht.

Ein Vierteljahrhundert Lions-Club in Altenburg. Bernhard Blüher war im Gründungsjahr 1991 der erste Präsident. „Damals befand sich hier ja die gesamte Gesellschaft im Umbruch. Damit einher gingen die mannigfaltigsten Probleme“, erinnerte sich Blüher. Und in diesen bewegten Zeiten fanden sich 20 Gründungsmitglieder zusammen, denen soziales Engagement am Herzen liegt. „Die erste Patenschaft, die wir damals übernommen haben, gleicht auf bemerkenswerte Weise der Gegenwart. Wir haben die Patenschaft für das Aussiedlerheim in der Brunnenstraße übernommen“, so Blüher. Zudem organisierten die Lions die Instandsetzung der historischen Rathaustür. „Fortan gab es im Wirken drei feste Größen“, ergänzt Gumprecht. Zum einen das Schloss als Wahrzeichen der Stadt, für das sich die Lions vom ersten Tag an stark machten und unter anderem die Schlossbälle initiieren. Zum anderen den Bundeswettbewerb „Jugend forscht“. Und natürlich die unterschiedlich angelegten, weiteren Einzelprojekte. Gumprecht nennt eine kleine Auswahl: Da wurden zum Beispiel einer Mutter die Fahrkosten erstattet, damit sie ihr fernab in einer Klinik untergebrachtes krebskrankes Kind besuchen konnte. Jungen Leuten mit wenig Geld wurden Klassenfahrten, Studienaufenthalte oder Ähnliches ermöglicht. „Wir versuchen, dort helfend einzuspringen, wo beispielsweise staatliche Möglichkeiten Lücken haben“, bringt es Gründungspräsident Blüher auf den Punkt. Aber von nichts kommt nichts. Weshalb die Lions vielfältige Aktionen neben den Schlossbällen starteten, um entsprechenden Benefit zu erzielen. Sie sind regelmäßig beim Altstadtfest mit eigenen Aktionen präsent, so wie sie jüngst per Rad eine Städtetour für den guten Zweck durchführten. „Zudem kommen die 40 Mitglieder aus den unterschiedlichsten Berufssparten, womit wir ein breites Spektrum abdecken. Und durch solch ein Netzwerk können wir Kontakte nutzten, um Unterstützer zu finden“, erklärt der Christian Gumprecht. Binnen 25 Jahren wurden so um die 400 000 Euro erlöst.

Seit zwölf Jahren arbeiten die Lions auch mit den fünf Jahre jüngeren Rotariern in einer Stiftung für benachteiligte Kinder eng zusammen. „Das Altenburger Land verträgt zwei solche Vereine nebeneinander. Wir addieren hier unsere Kräfte“, sagte Bernhard Blüher.

Von Jörg Wolf

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