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Altenburg Am Wahlstand in Altenburg mit SPD-Kandidatin Elisabeth Kaiser
Region Altenburg Am Wahlstand in Altenburg mit SPD-Kandidatin Elisabeth Kaiser
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00:21 09.09.2017
SPD-Direktkandidatin Elisabeth Kaiser im Gespräch mit einem Bürger am Stand der Partei auf dem Altenburger Mark. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Der Wahlkampf geht in die heiße Phase – nicht nur TV-Duelle zeugen davon, auch in Altenburg ist dies zu spüren.

Elisabeth Kaiser, Direktkandidatin der SPD für den Bundestag, gastierte am Mittwoch mit einem Stand auf dem Altenburger Wochenmarkt. Um kurz vor elf Uhr spannte sich der rote Sonnenschirm auf. Schon nach wenigen Minuten herrschte reger Betrieb am Wahlstand. „Ich bin schon seit Juli unterwegs“, sagt Kaiser. „Auf dem Markt in Altenburg ist immer besonders viel los.“ Die Themen, so ihre Einschätzung, welche den Bürgern am Herzen liegen, sind durch den Wahlkreis hinweg ähnlich. „Vor allem geht es um gerechte Löhne, auch im Hinblick auf Ost und West, Kinderbetreuung und eine Rente, von der man leben kann.“

Ob die Menschen sich schon entschieden haben, wem sie am 24. September ihre Stimme geben, scheint noch offen. Auch in Altenburg kommen vom überzeugten SPD-Wähler („Schon mein Vater hat SPD gewählt“), bis zum Unentschlossenen („Ich lese noch die Wahlprogramme der Parteien“) alle zu der 30-Jährigen aus Greiz an den Stand.

„Ich habe mich noch nicht hundertprozentig entschieden“, sagt Christian Röwer. Er wohnt eigentlich im nordrhein-westfälischen Neuss und besucht hier mit Frau und Tochter seine Schwiegermutter. „Ich habe eine gewisse Tendenz, in die es für mich geht.“ Für den jungen Vater sind es vor allem die Themen Bildungspolitik, Kindergeld und Kita, die ihn beschäftigen. „Eben die Dinge, die uns jetzt unmittelbar betreffen.“

Anliegen, die eher im ländlichen Raum eine Rolle spielen, sind laut SPD-Kandidatin Mobilität und die Frage nach dem Umgang mit Migration. „Da können wir nichts schön reden. Dort liegt eine Menge Arbeit vor uns“, so Kaiser. „Die Leute wollen natürlich wissen, wie die SPD mit diesem Thema umgehen möchte.“

Für einen der Bürger ist dies auch ganz klar das Kriterium, nach dem er sein Kreuz am Wahlsonntag setzt. „Je nachdem, wie die Lösung der Partei aussieht, entscheide ich mich.“ Er betonte aber, dass er nicht grundsätzlich gegen Migration sei. Allerdings müsse es ein Konzept für die nächsten Jahre geben.

Andere sind weniger überzeugt von den Führungsqualitäten der Sozialdemokraten. „Den Rückstand holt ihr nie auf“, ist eine der Äußerungen. Ein anderer Herr unterhält sich ein wenig mit der Kandidatin, verrät hinterher aber leise: „Ich wähle eh die CDU, die haben schon Erfahrung an der Spitze von Deutschland.“

Bei der Frage nach einer möglichen Wiederholung der Großen Koalition sagt Kaiser: „Erstmal gebe ich alles für die absolute Mehrheit der SPD. Sollte es zu der nicht kommen, wäre ich für ein Bündnis mit den Grünen und der Linken.“ Die SPD, sagt sie, müsse sich auf alle Fälle von der CDU als Koalitionspartner fernhalten. „Viele Bürger nehmen die SPD nicht mehr als Partei war. Aber ohne sie hätte es die Rente mit 63 oder den Mindestlohn zum Beispiel nicht gegeben.“ Sie möchte sich vor allem für sinkende Sozialabgaben und die finanzielle Entlastung von Familien einsetzten.

Von Tatjana Kulpa

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