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Altenburg Amtsgericht Altenburg: Dealer bekommt über zwei Jahre Haft
Region Altenburg Amtsgericht Altenburg: Dealer bekommt über zwei Jahre Haft
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18:08 20.10.2017
Wegen des Handelns mit Drogen ist ein bereits vorbestrafter Dealer vom Amtsgericht Altenburg zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten verurteilt worden. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Über drei Jahre ist die Straftat von Christian S. her, wegen der er sich in dieser Woche vor dem Amtsgericht Altenburg verantworten musste. Der 31-Jährige sitzt bereits seit dem November 2016 für eineinhalb Jahre wegen einer anderen Straftat in Haft. Diesmal lautete die Anklage unerlaubter Besitz von Betäubungsmitteln.

Die Polizei wurde im Februar 2014 auf ihn aufmerksam. Sie hielt seinen auffällig lackierten Wagen unweit der Bartholomäikirche in Altenburg an. Der Beifahrer des Angeklagten, Sascha E., wollte da schon flinke Füße machen, wurde aber schließlich zurück zum Wagen gebeten. Dort fand die Polizei schnell heraus, dass beide wegen Drogenbesitzes aktenkundig waren. Ein Test bei Christian S. zeigte an, dass er Amphetamin intus hatte. Nun durchsuchten die Polizisten das Auto und fanden einen Stoffbeutel, der Crystal Meth, Cannabis, Haschischöl und eine Feinwaage enthielt. Außerdem hatte der Fahrer 1350 Euro bei sich.

Der 31-Jährige legte zu Beginn der Verhandlung ein Geständnis ab. Er behauptete, dass er und Sascha E. sich verabredet hatten, um eine Paintball-Pistole gegen fünf Gramm Crystal Meth zu tauschen. Sie machten sich auf den Weg nach Altenburg, um die Sauerstoffflasche für die Pistole in einem Taucherladen auffüllen zu lassen. Bevor sie aber dazu kamen, wurden sie von der Polizei angehalten. Der Angeklagte behauptete, dass der Stoffbeutel mit den Drogen, außer jenen fünf Gramm Crystal Meth, Sascha E. gehörte.

Sascha E. selbst wollte vor Gericht zunächst lieber schwiegen. „Ich habe mit dieser Zeit abgeschlossen und möchte nichts dazu sagen“, sagte er. Das aber ließ Richter Alexander Reichenbach nicht durchgehen. Auf seine Ermahnung hin schilderte der Zeuge den Ablauf so: Christian S. habe ihm die Drogen angeboten, jedoch habe er sie aber abgelehnt. An mehr wollte sich Sascha E. nicht erinnern.

Nach einer Pause änderte der Angeklagte seine Aussage. Er gab nun zu, dass der Stoffbeutel und die Drogen ihm allein gehörten und er diese Sascha E. angeboten hatte. Die Pistole war nicht für einen Freund gedacht, sondern für ihn selbst, und im Gegenzug bot er Sascha E. fünf Gramm Crystal Meth an. 450 Euro des gefundenen Geldes habe er sich von einem Freund geliehen, die restlichen 900 Euro durch Drogengeschäfte bekommen. Seit seinem 21. Lebensjahr ist der Angeklagte drogenabhängig und dealt.

Das Gericht verurteilte Christian S. schließlich zu zwei Jahren und zwei Monaten Freiheitsstrafe, so wie vom Staatsanwalt gefordert, vor allem weil Christian S. seine Tat nicht bereuen würde und wegen der Vorwürfe nicht zum ersten Mal vor Gericht saß. Die Verteidigung hatte sich für eine zweijährige Haftstrafe ausgesprochen. Das Urteil ist rechtskräftig.

Von Susan Sparbrod

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