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Altenburg Amtsgericht Altenburg erlässt Haftbefehl gegen schwänzenden Angeklagten
Region Altenburg Amtsgericht Altenburg erlässt Haftbefehl gegen schwänzenden Angeklagten
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11:49 23.11.2016
Ein wegen Diebstahls mit Waffen angeklagter Mann schwänzte wiederholt die Verhandlung gegen sich vor dem Altenburger Amtsgericht. Nun erließ dieses Haftbefehl gegen den 24-Jährigen. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Irgendwann reicht’s. Weil der wegen Diebstahls mit Waffen angeklagte Rachid H. auch dem zweiten Verhandlungstermin vor dem Altenburger Amtsgericht fernblieb, stellte Richter Sandy Reichenbach das Verfahren gegen den 24-Jährigen am Montagmorgen vorläufig ein und erließ Haftbefehl. Ob dieser allerdings vollstreckt werden kann, ist fraglich. Denn der Asylbewerber soll sich bereits ins Ausland abgesetzt haben. Das sagen jedenfalls Gerüchte aus der Zwickauer Gemeinschaftsunterkunft, in der der Marokkaner zuletzt lebte.

Informationen, die Reichenbach jedoch nur zum Besten geben konnte, weil er beim ersten Termin vor gut sechs Wochen sicherheitshalber eine Zwangsvorführung durch die Polizei erlassen hatte. „Der Vorführbefehl konnte nicht realisiert werden, weil der Angeklagte nicht angetroffen wurde“, zitierte der Richter eine Mitteilung der sächsischen Beamten. Nach Angaben der Leitung des Wohnheims sei er wohl schon länger nicht mehr da gewesen. Zudem gebe es in der Gemeinschaftsunterkunft das Gerücht, dass er sich im Ausland befinde. Möglicherweise hängt das mit mehreren Strafverfahren zusammen, die gegen Rachid H. laufen. Denn neben dem Altenburger Prozess warten weitere auf den Marokkaner.

In Altenburg soll der Asylbewerber jedenfalls am ersten Weihnachtsfeiertag 2015 in die Apotheke im Bahnhof-Center eingebrochen sein und versucht haben, ein Blutdruckmessgerät zu stehlen. Zumindest hatte er die Verpackung in der Hand, als die Polizei ihn schnappte. Zudem hatte er zu diesem Zeitpunkt schon einige Bonbons gelutscht, was das Ganze zum vollendeten Diebstahl macht. Dass der Angeklagte sogar eine Waffe dabeigehabt haben könnte, legt ein Messer nahe, das am Tatort gefunden wurde. Dem Vernehmen nach fand man daran seine DNA, auch soll er zugegeben haben, dass es ihm gehört. Weitere Details dazu gibt es nur, wenn der 24-Jährige irgendwann festgenommen wird.

Von Thomas Haegeler

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