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Altenburg An der Glashütte in Altenburg: Neue Spielgeräte lassen weiter auf sich warten
Region Altenburg An der Glashütte in Altenburg: Neue Spielgeräte lassen weiter auf sich warten
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18:20 14.07.2017
Seit Herbst vergangenen Jahres bietet der Innenhof An der Glashütte 9-30 in Altenburg-Nord einen trostlosen Anblick. Da wurden die Spielgeräte auf den Sandflächen wegen Sicherheitsmängeln abmontiert. Der Vermieter, eine Firma mit Sitz in Berlin, hat Ersatz versprochen. Allerdings lässt dieser weiter auf sich warten. Quelle: Thomas Haegeler
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Altenburg

Im Innenhof An der Glashütte 9-30 herrscht Stille. Verstummt ist das Lachen der Kinder, das dem ohnehin wegen hohem Leerstand und sichtbarem Verschleiß tristen Ort am Rande von Altenburgs größtem Stadtteil Nord im Vorjahr noch etwas Leben einhauchte. Wäre da nicht das Grün von Bäumen, Sträuchern und Wiese, müsste man es trostlos nennen. Dort wo einst ein Sandkasten war, sprießen nun Grashalme. Die früheren Spielplätze haben sich in Sandwüsten verwandelt und auch den zwischen ihnen angehäuften Erdhügel holt sich die Natur zurück.

Dass es ist, wie es ist, liegt aber nicht nur an den vom Landratsamt An der Glashütte untergebrachten Flüchtlingen, die inzwischen zum Großteil wieder weg sind. Vielmehr fehlt es den nach wie vor in den drei Blocks wohnenden Steppkes an Spielplatz-Geräten und damit an Gründen, sich im Innenhof aufzuhalten.

Im Herbst hatte der neue Verwalter Grand City Property (GCP) aus Berlin die Geräte, zu denen unter anderem eine Holzrutsche und ein Klettergerüst gehörten, wegen Sicherheitsmängeln abbauen lassen. Dafür hatte GCP versprochen, in diesem Jahr „einen neuen und modernen Spielplatz für die Kinder der Nachbarschaft“ zu errichten.

Allein geschehen ist bisher nichts. Die OVZ-Frage zu den Gründen ließ der Verwalter genauso unbeantwortet wie die nach einem konkreten Zeitpunkt und zu eventuell weiteren Maßnahmen oder Plänen mit den Häusern An der Glashütte 9-30. „Der Spielplatzbau ist nach wie vor und unverändert geplant und vorgesehen“, teilte dazu eine GCP-Sprecherin lediglich mit und versprach, sich wieder zu melden, wenn es etwas Neues gibt.

Das hatten Mieter der Blocks bereits im Oktober, als die Ankündigung erfolgt war, geahnt und befürchtet. Denn schon oft wurde ihnen etwas versprochen, aber nur selten gehalten. Wie neue Fenster, auf die einige schon seit über drei Jahren warten. Daher ist auch kaum jemand überrascht, dass nun beim Spielplatz nichts passiert. Allerdings findet es eine junge Mutter „sinnlos“, wenn die Geräte erst nach dem Sommer kämen. „Im Herbst oder Winter braucht die niemand mehr.“

Mehrere Anwohner machen nicht zuletzt die häufigen Eigentümerwechsel der vergangenen Jahre für ihre Situation verantwortlich. Das und die problematische Zusammenarbeit mit dem Vorbesitzer Opus One wiederum war auch der Grund, warum der Landkreis alle Flüchtlingswohnungen kündigte und das ebenfalls An der Glashütte befindliche Büro der Sozialarbeiter des Landkreises in die Johann-Friedrich-Pierer-Schule verlegte.

GCP hatte das Objekt nach eigener Aussage erst vor einem Jahr übernommen und ist für den neuen Eigentümer Greenblue Modesty Property GmbH tätig, der die Objekte kurz zuvor von Opus One gekauft hatte. Besitzer dieser Gesellschaft ist wiederum eine Firma auf Zypern. Auch GCP hat ihren Hauptsitz dort. Und: Alle Firmen haben denselben Geschäftsführer, der zudem Chef von GCP in Berlin ist.

Von Thomas Haegeler

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