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Altenburg André Neumann neuer Oberbürgermeister
Region Altenburg André Neumann neuer Oberbürgermeister
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19:13 29.04.2018
Aus dem Stand wird CDU-Chef André Neumann (Mitte) neuer Altenburger Oberbürgermeister. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Die Wahl in Altenburg hat einen klaren Sieger: Der heißt André Neumann und ist der neue Oberbürgermeister der Skatstadt. Laut vorläufigem amtlichen Endergebnis sicherte sich der 40-jährige CDU-Politiker am Sonntag 55,6 Prozent – das bedeutete bereits im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit (7614 Stimmen) – ein Grund, kräftig zu feiern. Damit setzte er sich klar gegen seine zwei Konkurrenten Frank Schütze (54, parteilos) und Katharina Schenk (30, SPD) durch. Beide landeten nah beieinander: Während Schütze 24,0 Prozent auf sich vereinen konnte, holte Schenk 20,4 Prozent.

Stichwahl um das Spitzenamt im Landkreis am 29. April

Im Gegensatz dazu war der Kampf ums Landratsamt an Spannung nicht zu überbieten. Die Folge: Am 29. April geht es in die Stichwahl. Uwe Melzer (57, CDU) gewann mit 37,3 Prozent, aber Landrätin Michaele Sojka (55, Linke) landete nur mit hauchdünnem Vorsprung vor dem von der AfD unterstützten Andreas Sickmüller (51, parteilos) dahinter. Während Sojka, die damit in der Stichwahl auf Melzer trifft, auf 26,7 Prozent der Stimmen kam, holte Sickmüller 26,1 Prozent. Beide trennten gerade einmal 217 Stimmen. Frank Rosenfeld (53, SPD) wurde abgeschlagen mit 9,8 Prozent Vierter.

Leicht gestiegene Wahlbeteiligung

Sowohl an der Oberbürgermeister- als auch an der Landratswahl beteiligten sich am Sonntag mehr Menschen als beim vorherigen Urnengang 2012. Gingen diesmal 50,1 Prozent zur OB-Wahl und 46,7 Prozent zur Landratswahl, waren es vor sechs Jahren noch 48,1 Prozent beziehungsweise 41,9 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag landesweit bei 47,2 Prozent – leicht über dem Wert von 2012. Eine Ursache dafür ist der Fakt, dass in Thüringen am Sonntag erstmals ab 16 Jahren gewählt werden durfte.

Vier Bürgermeister klar wiedergewählt

Neben der Landrats- und der Altenburger OB-Wahl fanden in vier Gemeinden außerdem Bürgermeister-Wahlen statt. Altes und neues Gemeindeoberhaupt von Ponitz ist Marcel Greunke (CDU), der 96 Prozent und 739 Stimmen erhielt. Bertram Schröder (parteilos) wurde in Gerstenberg in seinem Amt bestätigt. Er erhielt 282 Stimmen und 96,9 Prozent. Auch André Vohs (parteilos) wurde mit 177 Stimmen und 98,9 Prozent in Jonaswalde wiedergewählt. Steffen Stange (parteilos) bleibt ebenso Rathauschef in Rositz. Für ihn stimmten 1321 Wahlberechtigte, das sind 99,8 Prozent.

CDU stärkt Rolle in Thüringen

Insgesamt konnte die CDU im Freistaat ihre Rolle als stärkste Kommunalpartei festigen. Die Partei erreichte im Freistaat einen Anteil von 37,9 Prozent. Das geht aus dem vorläufigen amtlichen Endergebnis des Landeswahlleiters hervor. Bereits bei der Direktwahl der Kommunalpolitiker vor sechs Jahren hatte die CDU mit 33,8 Prozent vor den anderen Parteien gelegen. Von den 14 zu wählenden Landräten setzten sich elf bereits im ersten Wahlgang durch. In Erfurt, Jena, Gera, Suhl und Eisenach fällt die Oberbürgermeister-Entscheidung erst per Stichwahl in zwei Wochen

Überraschung in Weimar

Eine Überraschung gab es in Weimar. Oberbürgermeister Stefan Wolf (SPD) wurde bereits im ersten Durchgang abgewählt. Es setzte sich der von CDU und Weimarwerk/Bürgerbündnis unterstützte Peter Kleine mit 60,3 Prozent durch. Wolf kam nur auf 21,5 Prozent. Ein Debakel erlitt auch Geras Oberbürgermeisterin Viola Hahn, die ihren Stuhl räumen muss. Mit 20,6 Prozent brachte es die von der CDU unterstützte Amtsinhaberin nur auf Platz 3. Sie lag 0,7 Prozentpunkte hinter dem AfD-Kandidaten Dieter Laudenbach (21,3 Prozent), der in der Stichwahl am 29. April steht. Das beste Ergebnis erreichte in Gera der parteilose Julian Vonarb mit 23,5 Prozent. Die AfD hatte in Gera bereits bei der Bundestagswahl 2017 ihr bestes Thüringer Kreisergebnis erzielt.

Geras OB verliert Amt im ersten Wahlgang

„Die CDU hat ihre Rolle als stärkste Kraft in Thüringen eindrucksvoll bestätigt. Für Rot-Rot-Grün ist das Ergebnis ein Desaster“, so CDU-Landeschef Mohring. SPD-Chef Wolfgang Tiefensee sagte: „Es gibt viel Licht für uns und einigen Schatten. Was mich umtreibt ist, dass in Gera ein AfD-Kandidat in die Stichwahl kommt.“ Die Landeschefin der Linken, Susanne Hennig-Wellsow, nannte das Geraer Wahlergebnis besorgniserregend.

SPD und Linke verlieren, AfD über 10 Prozent

Thüringenweit wurde die SPD nach der CDU mit 17,3 Prozent der Stimmen zweitstärkste Kraft. Das war weniger als im Jahr 2012 mit 23,8 Prozent. Die Linke kam auf 11,6 Prozent (2012: 15,3 Prozent). Die AfD, die erstmals mit Kandidaten bei der Landrats- und Oberbürgermeisterwahl antrat, verbuchte 10,2 Prozent. Grüne und FDP kamen jeweils auf Werte um drei Prozent.

Von Thomas Haegeler und Jens Rosenkranz

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