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Altenburg André Neumann will Altenburger Oberbürgermeister werden
Region Altenburg André Neumann will Altenburger Oberbürgermeister werden
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05:14 20.10.2017
Stadtverbandschef André Neumann (2.v.r.) mit seinen Stellvertretern Christoph Zippel (l.) und Detlef Hoh-Schmidt (r.) am Mittwoch im Parkhotel mit Versammlungsleiter Andrea Woda. Quelle: Jens Rosenkranz
Altenburg

Mit mehreren abgefeuerten Breitseiten auf die Amtsinhaber im Altenburger Rathaus und im Landratsamt haben die Christdemokraten am Mittwochabend den Wahlkampf um die beiden Spitzenposten im Landkreis eröffnet. Auch der erste Kandidat steht fest. Der mit 89 Prozent wiedergewählte Stadtverbandschef André Neumann kündigte an, 2018 für das Amt des Oberbürgermeisters zu kandidieren. Nominiert wird er auf einer extra Versammlung. Wer bei der CDU Landrat werden soll, wird auf einer Versammlung am 18. November beschlossen.

Neumann würzte seine beiden Reden im Parkhotel mit Angriffen auf OB Michael Wolf (SPD), dem er Arroganz, Lüge und die Verantwortung für den Stillstand in der Stadt vorwarf. „Wir sind an einem Punkt angekommen, wo Wolf nichts mehr bewegen wird. Er ist müde“, rief Neumann. Der Stadt fehlten Unternehmen trotz leerer Gewerbegebiete, der Zuzug neuer Einwohner, Quartierskonzepte, eine lebendige und saubere Innenstadt sowie Touristen. Die Verwaltung sei frustriert, die Stadt von ihren Nachbarn isoliert. „Wir brauchen nach den langen 18 Jahren ein neues Kapitel und einen Zukunftsplan Altenburg,“ erntete der Kandidat nun reichlich Applaus.

Als erste Ziele nannte Neumann unter anderem mehr Bürgerbeteiligung, Großprojekte wie die Landesgartenschau, ein besseres Verhältnis zum Umland, Bauland für Bürger und mehr Freizeitmöglichkeiten für die Jugend. Er wolle die Stadt liebenswerter machen und werde als oberster Wirtschaftsförderer mehr Anreize für Investoren und außerdem für eine motivierte Verwaltung sorgen.

CDU-Kreisvorsitzender Uwe Melzer schaltete am Mittwoch ebenso auf Wahlkampfmodus. Die CDU habe die Pflicht und die Verantwortung, im kommenden Jahr auch Landrätin Michaele Sojka (Linke) abzulösen, sagte er. Die Kommunikation mit dem Kreistag sei so schlecht wie nie, eine Zusammenarbeit mit den Volksvertretern von Sojka offensichtlich nicht gewollt. Die Landrätin verzögere absichtlich die Verabschiedung des Haushalts für 2018 und weiche so einer Diskussion aus. „Das ist nicht hinnehmbar“, sagte Melzer. Er kündigte an, dass auf einer Versammlung am 18. November die CDU ihren Landratskandidaten nominieren wird.

„Wir wollen zurück an die Macht, um im Kreis und in der Stadt wieder zu gestalten“, untermauerte auch der Landtagsabgeordnete Christoph Zippel Melzers Kampfansage. Vom Stillstand habe er die Nase voll, das Verhalten des Oberbürgermeisters sei ohnehin unerträglich. Wolf wisse längst nicht mehr, was seine Bürger wirklich wollen. Das zeige nicht zuletzt der Streit um die Spielgeräte auf dem Markt.

Zu Neumanns Stellvertretern als Ortsverbandschef wurden Christoph Zippel und Detlef Hoh-Schmidt gewählt. Die Vorstandsmitglieder Sandra Kretzschmann, Robert Streu, Alexander Reichenbach, Leon Woda und Volker Pauli wurden in ihrem Amt bestätigt. Nicht mehr für den Vorstand kandidierte der ehemalige Oberbürgermeister Johannes Ungvàri. Er wurde am Mittwoch zum ersten Ehrenmitglied des Altenburger CDU-Stadtverbandes gewählt. An Ungvàris Stelle im Vorstand rückt Marion Nori.

So richtig schrecken konnte das Wahlkampfgetöse zumindest die SPD allerdings noch nicht. Als unerwarteter Gast der Versammlung hörte der Altenburger SPD-Stadtverbandschef Thomas Jäschke dem Ganzen zu und resümierte am Ende, dass die SPD nun sicher sein könne, die OB-Wahl zu gewinnen.

Von Jens Rosenkranz

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