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Altenburg Andreas Sickmüller zieht für die AfD in den Wahlkampf
Region Altenburg Andreas Sickmüller zieht für die AfD in den Wahlkampf
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14:24 12.03.2018
Der parteilose Kandidat Andreas Sickmüller (Mitte) erhielt Glückwünsche von Mitgliedern des AfD-Kreisvorstandes: Sigvald Hahn, Thomas Rudy, Antje Göring-Kube und Holger Merz (v.l.). Quelle: Jörg Wolf
Rositz

Keine Stunde dauerte es am Sonntag im Gasthof Rositz, bis Andreas Sickmüller als Landrats-Kandidat der Alternative für Deutschland (AfD) für die bevorstehende Kommunalwahl feststand. Der 51-Jährige erhielt als parteiloser Kandidat von den 15 stimmberechtigten Anwesenden 14 Ja-Stimmen. Einer enthielt sich. Sickmüller, der als einziger Bewerber angetreten war, ist nur noch förderndes Mitglied der rechtskonservativen Partei und war damit nicht stimmberechtigt. „Als unabhängiger Kandidat unterliege ich keinerlei Einschränkungen durch eine Partei. Damit ist es Mitgliedern anderer Parteien sicher auch leichter, mir zu folgen“, erklärte der Altenburger. Sickmüller war vor diesem Hintergrund wieder aus der AfD ausgetreten.

Zuvor war die mit einer ganzen Reihe gesetzlich vorgeschriebener Formalien versehene Wahlversammlung routiniert durch Torben Braga als Versammlungsleiter durchgezogen worden. Augenscheinlich hatte der Assistent des Fraktionsvorsitzenden im Thüringer Landtag andernorts schon eine ganze Reihe solcher Veranstaltungen geleitet.

Sickmüller will gute Kontakte zu Unternehmen halten

Andreas Sickmüllers Bewerbungsrede geriet vergleichsweise kurz. „Als Landrat oder Bürgermeister obliegen einem ohnehin zahlreiche Aufgaben, die von Bund und Land als Pflichtaufgaben vorgeschrieben sind und keine Spielräume zulassen“, sagte der selbstständige Berater. Er nannte dabei nur als Beispiel die Bereiche Schulen, Straßen oder den öffentlichen Nahverkehr. Andererseits gebe es aber auch jene Bereiche mit Gestaltungsmöglichkeiten, wie Jugendsozialarbeit, den Umgang mit Unternehmen oder die Vereinsförderung, denen sich Sickmüller verstärkt annehmen will. „Besonders will ich gute Kontakte zu allen Unternehmen des Kreises unterhalten und nicht, wie bei der aktuellen Landrätin, jene ausgrenzen, die Kritik äußern“, sagte Sickmüller.

Kritisch setzte sich der Kandidat auch mit dem Thema Flüchtlinge auseinander, „obwohl wir hier ebenfalls Landes- und Bundesrecht unterliegen“. Solch ein „gesellschaftspolitisches Experiment wie 2015 und davor“ werde es mit ihm im Landkreis jedoch nicht geben. Auf diesem Gebiet sprach sich Sickmüller außerdem für eine gründlichere Altersprüfung von so genannten unbegleiteten Jugendlichen aus sowie für eine genauere Überprüfungen des Status von geduldeten Flüchtlingen und eine raschere Abschiebung.

AfD-Kreischef Rudy ist optimistisch

AfD-Kreischef Thomas Rudy blickt optimistisch auf den Urnengang am 15. April, beurteilt die Chancen für seine Partei vor allem im Altenburger Land als „sehr gut“, wie schon die hohen Resultate zur Bundestagswahl gezeigt hätten.

Das sah auch Sickmüller so: „Ich trete zwar als parteiloser Bewerber für die AfD an, stimme mit deren Programm aber zu 98 Prozent überein. Auch in den kommunalen Parlamenten werden wir sicher durch etliche Mandate eine starke Basis gewinnen.“

Von Jörg Wolf

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