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Altenburg Angeklagter bestreitet spektakulären Einbruch in Altenburger Fahrradwelt
Region Altenburg Angeklagter bestreitet spektakulären Einbruch in Altenburger Fahrradwelt
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16:01 02.05.2016
Im Altenburger Amtsgericht begann am Montag der Prozess wegen des spektakulären Einbruchs in die Fahrradwelt. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Mit einem Transporter in ein Geschäft zu fahren, um teure Räder zu stehlen, klingt nach Film und Fernsehen. Oder nach Aktivitäten einer organisierten Bande. In der Nacht zum 17. Oktober 2015 geschah dies jedoch mitten in Altenburg und mutmaßlich durch ein kriminelles Brüderpaar. Seit Montag muss sich nun einer der beiden vor dem Amtsgericht wegen Diebstahls verantworten.

Konkret wirft die Staatsanwaltschaft Sebastian M. vor, mit seinem Bruder am 10. Oktober 2015 ins Diakoniezentrum Horizonte in Altenburg eingebrochen zu sein, indem man die hintere Eingangstür aufhebelte. Nachdem das Duo im Inneren ergebnislos versucht haben soll, einen Tresor zu öffnen, soll man schließlich verschiedene Werkzeuge, einen Computer samt Zubehör sowie die Schlüssel und den Fahrzeugschein eines VW-Kleintransporters gestohlen haben. Gesamtschaden: rund 3500 Euro.

Laut Anklage wird M. und seinem Bruder zudem angelastet, zwei Tage nach dem Einbruch mit Hilfe des dort gestohlenen Schlüssels den Transporter entwendet zu haben. Wert: 5000 Euro. Am 16. Oktober sollen die beiden dann von einem ähnlichen Kleinbus die Kennzeichen abgeschraubt und an den geklauten VW montiert haben, mit dem sie gegen 2.15 Uhr in den Haupteingang des Geschäfts Fahrradwelt gerauscht sein sollen. Dabei gingen laut Staatsanwalt Frank Erdt vier Scheiben zu Bruch. Im Anschluss sollen die Altenburger Räder im Wert von rund 15 000 Euro mitgenommen haben. Zusätzlicher Sachschaden: 5000 Euro.

Den Horizonte-Einbruch räumte Sebastian M. bereits ein. Alle anderen Taten bestreitet der 30-Jährige aber, wie sein Verteidiger Udo Freier erklärte. Als Grund, warum er am Vorabend in besagtem Laden war und sich just jene Räder angeschaut haben soll, die gestohlen wurden, sagte M. nur: „Ich war sicher da. Wir haben Fahrräder angeguckt, weil mein Bruder eine neues kaufen wollte.“

Detailliertere Ausführungen dazu gibt es erst am Freitag, wenn der Prozess fortgesetzt wird, weil Anwalt Freier kurzfristig weg musste. Laut Richter Sandy Reichenbach gestaltete sich die Terminfindung mit der Kanzlei als schwierig. Das ist auch der Grund, warum das Verfahren gegen den zweiten Angeklagten separat geführt wird.

Von Thomas Haegeler

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