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Altenburg Anlieger der Altenburger Wallstraße schützen sich gegen regelmäßige Überflutungen
Region Altenburg Anlieger der Altenburger Wallstraße schützen sich gegen regelmäßige Überflutungen
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17:00 06.06.2017
In der Wallstraße ging es Montagnachmittag, wenn überhaupt, maximal im Schritttempo vorwärts. Zentimeterhoch stand das Wasser. Quelle: Jens Rosenkranz
Altenburg

So blitzartig, wie es Pfingstmontag über Altenburg kam, so schnell war er auch wieder verschwunden: jener heftige Gewitterguss, der zwischen 16.40 und 17 Uhr in der Skatstadt mehrere Straßen überflutete und auch Keller unter Wasser setzte. Wie sich herausstellte, tobten sich die Naturgewalten allein über der Kreisstadt aus, wie Kreisbrandinspektor Uwe Engert bestätigte. „Im restlichen Landkreis gab es keinerlei Feuerwehreinsätze“, so Engert.

Tatsächlich musste die Altenburger Feuerwehr in der Zeit zwischen 17 und 18.20 Uhr sechsmal witterungsbedingt ausrücken. „Die Baustelle in der Käthe-Kollwitz-Straße stand, wie die Tankstelle in der Schmöllnschen Landstraße, unter Wasser, außerdem kam es dort zu Schlammablagerungen“, schilderte ein Feuerwehrsprecher. Ebenfalls überflutet und zeitweise unpassierbar waren die Stauffenbergstraße, die Kauerndorfer Allee und die Mühlenstraße. Zudem mussten in der Heinrich-Heine-Straße 9 Keller ausgepumpt werden.“

Und wieder einmal war die vergleichsweise tief liegende Wallstraße überflutet, als die Kanalisation die Wassermassen nicht mehr fassen konnte. Die Anlieger jener innerstädtischen Verkehrsader kennen das schon. Schließlich wurden sie in den zurückliegenden Jahren gleich mehrfach nach Starkregengüssen von Überschwemmungen heimgesucht. „Am schlimmsten war es 2014, als das Geschäft restlos unter Wasser stand und wochenlang trockengelegt werden musste“, sagt Monika Plau, Chefin eines Versicherungsbüros in der Wallstraße. „Daheim in Rositz habe ich dieses Unwetter gar nicht so schlimm empfunden. Aber hier in Altenburg kam eben deutlich mehr Regen runter.“ Seit den zurückliegenden Überschwemmungen werde im Versicherungsbüro vorgesorgt, verbarrikadieren Mitarbeiter den Eingang mit einem Brett, um steigendes Wasser abzuhalten. Am Montag habe nicht mehr viel gefehlt, bis das Wasser selbst über diese Barriere ins Innere des Ladens geschwappt wäre, erzählt Monika Plau. „Aber alles ist gut gegangen. Das Schutzbrett ist für uns in dieser gewitterträchtigen Jahreszeit ein Stück mehr Sicherheit.

Auch einige Häuser weiter, in der Klosterapotheke, sind Vorkehrungen gegen die regelmäßigen Überflutungen getroffen worden. Chefin Gabriele Gumprecht: „Wir haben lange mit unserer Hausverwaltung gerungen, bis bei uns Schotten und ein Abflusssystem installiert wurden. Am Montag hat alles gehalten“, freut sich die Apothekerin. „Wir mussten nur den Fassadensockel reinigen.“ Früher habe man versucht, die Apotheke mit Sandsäcken zu schützen. „Aber das Wasser drückt nicht nur von der Straße, sondern auch durch die Toiletten hinein.“

Von Jörg Wolf

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