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Altenburg Anmeldungen hinken hinterher
Region Altenburg Anmeldungen hinken hinterher
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20:29 05.12.2014

"Für die meisten Starter ist es unüblich, sich ein Dreivierteljahr vorher anzumelden", kommentierte Skatstadt-Marathon-Sprecher Helmut Nitschke gestern das Minus bei den Voranmeldungen. "Zumal bei Veranstaltungen beziehungsweise auf Strecken, bei denen sie keine Angst haben müssen, keinen Startplatz mehr zu bekommen." Schließlich gebe es auch kein Geld zurück, wenn man dann beim Lauf verhindert sei. "Außerdem haben die Voranmeldungen insgesamt relativ wenig Aussagekraft im Hinblick auf die tatsächliche Läuferschar. Deshalb sind wir auch überhaupt nicht beunruhigt."

An der wieder abgeschafften Bonusanmeldemöglichkeit hingegen liegt es nicht. Das System, nachdem ein bereits beim Skatstadt-Marathon gestarteter Läufer einen oder mehrere neue Teilnehmer wirbt und sich im Gegenzug seine Startgebühr reduziert, war im vorigen Jahr eingeführt worden. "Aber sie wurde nicht sonderlich gut angenommen", erklärte Nitsche, warum es das nicht mehr gibt. "Es ist nur etwa 20-mal gezogen worden und da bin ich mir ziemlich sicher, dass diese Anzahl an Leuten auch so gekommen wäre." Zudem habe der technische Aufwand dafür in keinem Verhältnis zum Nutzen gestanden.

Ein Novum gibt es bei der 7. Ausgabe des Lauf-Festes, das Marathon-Legende Herbert Steffny am 12. Juni mit einem Vortrag im Goldenen Pflug eröffnen wird, aber dennoch. Und das sind die Gesichter auf den Werbeträgern. Denn diese kommen erstmals von außerhalb. Nach Nitschke selbst, zwei Kindergruppen, Lokalmatador Steven Michel, Lauf-Botschafter Steffen Burkhardt und Moderator Stefan Bräuer zieren diesmal die beiden amtierenden Marathon-Sieger, Karoline Robe und Vincent Hoyer aus Leipzig, Plakate und Flyer.

"Angesichts der Freude, die uns beide mit ihren Leistungen bereitet haben, fiel uns die Entscheidung nicht schwer", so Nitschke. "Beide haben sich sehr über diese Ehre gefreut." Erst im Nachhinein sei aufgefallen, dass man erstmals jemanden von außerhalb zu den Gesichtern der Veranstaltung mache. "Und dass es vielleicht auch ein kleiner Schritt in Richtung mehr Präsenz in Leipzig sein kann, was ein angenehmer Nebeneffekt wäre."

Ansonsten liegen die Organisatoren voll im Plan und freuen sich auf den morgigen Schnupperlauf (10 Uhr, Treffpunkt Brüderkirche). Auf den beiden Strecken 13,3 und 21,1 Kilometer, die mit Verpflegung in zwei Zeitgruppen auf der Originalstrecke gelaufen und gewalkt werden, erwartet der KLV "ganz locker 100 Teilnehmer", wie Nitschke sagte. Es gehe dabei jedoch nicht um Zeiten oder Bestleistungen, sondern um ein schönes Erlebnis, an dessen Ende man auf dem Altenburger Markt noch zusammen einen Glühwein trinke. "Zudem hoffen wir, dass die, die da sind, es weitererzählen."

Ähnliches wie für die Schnupperläufe gilt indes auch für das Haupt-Event. "Grundsätzlich rechnen wir hier mit derselben Zahl an Teilnehmern wie in den Vorjahren, Rekorde nehmen wir gern mit, hecheln ihnen aber nicht hinterher", erklärte Nitschke weiter. "Ob wir nun eine Veranstaltung für 3000 oder 4000 Leute organisieren, ist nebensächlich."

Thomas Haegeler

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