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Altenburg Apotheken-Einbruch: Angeklagter schwänzt Verhandlung am Amtsgericht Altenburg
Region Altenburg Apotheken-Einbruch: Angeklagter schwänzt Verhandlung am Amtsgericht Altenburg
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16:16 10.10.2016
Der Angeklagte in einem Prozess um Diebstahl mit Waffen kam nicht zum Altenburger Amtsgericht. Nun soll er zwangsvorgeführt werden. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Mit Warten begann die Woche am Altenburger Amtsgericht. Weil der wegen Diebstahls mit Waffen angeklagte Rachid H. am Montagmorgen lieber anderes tat, als der Verhandlung gegen sich beizuwohnen, zwang er die Prozessbeteiligten zunächst zum Nichtstun. Dieses wich – nach kurzer Karenzzeit – allerdings einer regen Recherche, was mit dem Angeklagten sei. An deren Ende setzte Richter Sandy Reichenbach einen neuen Termin an und ordnete zudem an, dass der Marokkaner dann zwangsweise von der Polizei vorgeführt wird.

Da es auch Pflichtverteidiger Carl Sommer im Vorfeld der Verhandlung nicht gelungen war, Kontakt zu seinem Mandanten aufzunehmen, mussten nun andere ran. Staatsanwalt Frank Erdt bekam schon mal raus, dass Rachid H. nicht im Gefängnis sitzt und auch kein anderweitiger Haftbefehl gegen ihn vorliegt. Dieser droht dem Asylbewerber nun aber, wenn er dem Prozess noch einmal unentschuldigt fernbleiben sollte.

Nach den Erkenntnissen des Gerichts hält sich der Angeklagte nach wie vor in einer Gemeinschaftsunterkunft im benachbarten Sachsen auf. Jedoch hat er wohl seit zwei Wochen seine Post nicht abgeholt. „Unsere Ladung ging ihm aber vorher zu“, sagte Reichenbach und stellte fest, dass der Angeklagte „form- und fristgerecht geladen war und ohne Angabe von Gründen nicht erschienen ist“.

Es ist aber nicht das erste Mal, dass der Marokkaner eine Verhandlung schwänzt. Zuvor fehlte er bereits bei einem Verfahren in Zwickau. Weitere Verfahren sind offenbar anhängig. In Altenburg soll der Asylbewerber jedenfalls am ersten Weihnachtsfeiertag 2015 in die Apotheke im Bahnhof-Center eingebrochen sein und versucht haben, ein Blutdruckmessgerät zu stehlen. Zumindest hatte er die Verpackung in der Hand, als die Polizei in schnappte. Zudem hatte er zu diesem Zeitpunkt schon einige Bonbons gelutscht, was das Ganze zum vollendeten Diebstahl macht.

Dass der Angeklagte sogar eine Waffe dabeigehabt haben könnte, legt ein Messer nahe, das am Tatort gefunden wurde. Dem Vernehmen fand man daran seine DNA, auch soll er zugegeben haben, dass es ihm gehört. Weitere Details dazu gibt es Ende November – vorausgesetzt es gelingt, Rachid H. ins Altenburger Amtsgericht zu bringen.

Von Thomas Haegeler

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