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Arbeiten an Aschehalde Fichtenhainichen laufen wie geplant

Erster Böschungsabschnitt Arbeiten an Aschehalde Fichtenhainichen laufen wie geplant

Der erste Böschungsabschnitt an der Aschehalde in Fichtenhainichen ist gesichert. In dieser Woche werden die Bautrupps entlang der Molbitzer Straße die Arbeiten abschließen. Am Donnerstag entscheidet zudem ein Statiker, ob mit dem bisherigen Verfahren am südlichen Hang Richtung Altenburg und an der Böschung zum Bahndamm weitergearbeitet werden kann.

Zum Abschuss der Arbeiten haben die Bauleute die Innenseite der L-Elemente verfüllt, wodurch auch die Drainage abgedeckt wird.

Quelle: Jörg Reuter

Fichtenhainichen. Der erste Böschungsabschnitt an der Aschehalde in Fichtenhainichen ist gesichert. In dieser Woche werden die Bautrupps entlang der Molbitzer Straße die Arbeiten abschließen. Am Donnerstag entscheidet zudem ein Statiker abschließend, ob mit dem bisherigen Verfahren ebenfalls am südlichen Hang Richtung Altenburg und an der Böschung zum Bahndamm hin weitergearbeitet werden kann. Gibt es grünes Licht, wovon die Verantwortlichen der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) ausgehen, werden auch hier etwa zwei Meter große Beton-L-Elemente eingesetzt sowie eine Drainage angelegt.

Letzte Gewissheit, ob Hangrutschungen so vermieden werden können und vor allem auch nicht durch die Arbeiten an der Halde ausgelöst werden, gibt der Boden erst frei, wenn Bagger ein Stück aufgegraben haben. Dann erkennen die Fachleute, ob die vermutete Schichtung auch tatsächlich gegeben ist. Wie Flächeneigentümerin LEG informiert, gab es beim ersten Bauabschnitt derlei Probleme nicht. Was streng überwacht wurde und wird. Dazu zählen unter anderem wöchentliche Baustellenbegehungen mit den am Projekt beteiligten Ingenieuren, regelmäßige Untersuchungen der Luft auf Schadstoffe sowie in den Boden geschlagene Metallstangen, an denen Hangbewegungen leicht erkennbar wären.

Die regelmäßige Untersuchung der Luft über der Baustelle auf Kohlenstoffverbindungen dient auch als Schutz für die Gesundheit der Arbeiter, auf die ebenfalls viel Wert gelegt wird. Denn es ist nicht ausgeschlossen, dass beim Graben Schadstoffe freigesetzt werden. Deshalb ist die Baustelle in einen sogenannten weißen und einen schwarzen Bereich eingeteilt. Alle Mitarbeiter betreten und verlassen das Areal über die weiße Zone. Tritt eine Kontamination auf, wird die schwarze Zone aktiviert und die Bauleute, für die eine komplette Schutzausrüstung vorgehalten wird, müssen in die Dekontamination.

Größere Zwischenfälle, wozu auch Munitionsfunde zählen, gab es bis jetzt aber nicht. Im Spätsommer soll die Hangstabilisierung, die insgesamt rund 500 000 Euro kostet, an allen Böschungen der Aschehalde abgeschlossen und die Molbitzer Straße wieder für Kraftverkehr und für Fußgänger freigegeben werden. Was mit den Teerseen in der Halde passiert, ist noch völlig unklar. „Nachdem die akuten Gefahren beseitigt sind, können wir uns in Ruhe darüber Gedanken machen, wie es damit weitergehen könnte“, so die LEG.

Fast 100 Jahre wurden am Rand des Rositzer Ortsteils die Reste der Chemieindustrie verkippt. Eine riesige Aschehalde mit fünf Teerseen entstand. Ein Gutachter hatte dann 2015 vor einer akuten Gefahr von Rutschungen gewarnt, woraufhin die Molbitzer Straße gesperrt wurde (die OVZ berichtete). Anders als bei der Tragödie am Concordiasee, wo der Hangabgang Eigenheime mit sich riss, ist in Fichtenhainichen jedoch die größte Gefahr, dass die Teerseen auslaufen. Die Folgen wären dramatisch.

Mit dem Einbau der Betonstützen soll diese Gefahr gebannt werden. Dazu zählt ebenso das Abflachen der Hangwinkel vor dem Setzen der Bauteile. Der Stabilisierung dient darüber hinaus eine Entwässerung. Diese verhindert, dass Oberflächen- und Regenwasser hangseitig gegen die L-Elemente drückt und diese destabilisiert. Das Wasser wird von der Halde weg durch Rohre in den Erlbach geleitet. Flächeneigner und Projektanten gehen davon aus, dass keine Schadstoffe in den Bach aus der Halde gespült werden. „Außerdem sei so erstmals eine Beprobung des Wasser möglich, welches zuvor ungeordnet in den Bach ablief“, heißt es von LEG-Seite.

Von Jörg Reuter

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