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Altenburg Arbeitsloseninitiative übernimmt Tafelläden
Region Altenburg Arbeitsloseninitiative übernimmt Tafelläden
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13:13 19.02.2018
„Wir machen weiter“, versprechen Karin Franke, Ingrid Schindler und Marion Beyer (v.l.) von Talisa. Der Verein trägt künftig die Angebote für sozial Bedürftige. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Die wichtigsten sozialen Angebote des insolventen Vereines Ostthüringer Neue Arbeit gehen fast komplett nahtlos weiter. Künftig will die Thüringer Arbeitsloseninitiative Soziale Arbeit (Talisa) den Tafelladen in der Altenburger Gabelentzstraße, das in der Ebertstraße angesiedelte Sozialkaufhaus sowie Ausgabestellen sowie Treffs in Lucka sowie Meuselwitz weiterführen. Darüber informierten am Mittwoch Talisa-Geschäftsführerin Ingrid Schindler und ihre Mitstreiterinnen sowie Landrätin Michaele Sojka (Linke) auf einer Pressekonferenz.

„Wir haben thüringenweit mit ähnlichen Angeboten und Projekten schon gute Erfahrungen gemacht, wenngleich wir auch wissen, dass wir vor einer schwierigen Aufgabe stehen“, bekannte Schindler. Der Verein betreibt beispielsweise schon andernorts im Freistaat 14 Ausgabestellen von Lebensmitteln an Bedürftige.

Ende vergangenen Jahres sei der Kontakt zwischen Talisa sowie dem Insolvenzverwalter der Neuen Arbeit zustande gekommen. „Wir versuchen so viele Angebote zu erhalten, wie möglich. Aber eines muss auch klar sein: Alles kann nicht erhalten werden“, stellte die Geschäftsführerin gestern mit Nachdruck klar. So werde die Initiative nicht in die Bewirtschaftung des Bernsteinhofes in Rositz eintreten. Noch offen sei auch, ob, wo und in welcher Form ein Engagement in Meuselwitz erfolgt.

In Lucka soll es weiter eine Anlaufstelle sowie das Sozialkaufhaus und eine Art Nachbarschaftshilfe geben. Angedacht sei dort auch, die derzeit noch in der Altenburger Feldstraße untergebrachte Fackelproduktion unterzubringen. Wenngleich darüber noch nicht das letzte Wort gesprochen sei. Am Prüfen, wie es künftig umgesetzt werden kann, sei man auch noch beim gesunden Frühstück, dass an mehreren Schulen im Landkreis den Kindern angeboten wird.

„Ohnehin sind wir derzeit noch intensiv dabei, die komplette Angebotspalette des bisherigen Trägervereines zu hinterfragen“, so die Geschäftsführerin weiter. Aber definitiv weiterbetrieben werden der Tafelladen in der Altenburger Gabelentzstraße sowie das Sozialkaufhaus, das derzeit im Gewerbepark „Alte Fabrik“ an der Ebertstraße untergebracht ist. Während aber der Trägerwechsel beim Tafelladen auch in Sachen Vertragsüberschreibung de facto in trockenen Tüchern ist, gibt es da in der Ebertstraße noch Bedarf zum Nachverhandeln. Denn zwar gibt es einen neuen Mietvertrag. Den aber zu deutlich erhöhten Konditionen.

„Wir sind auf jeden Fall jederzeit auf der Suche nach passenden Standorten. Nicht nur für das Sozialkaufhaus, sondern beispielsweise auch für mögliche andere Standorte“, wirbt die Geschäftsführerin.

Ingrid Schindler, ihre Stellvertreterin Karin Franke und Regionalleiterin Ostthüringen, Mario Beyer, betonen auch unisono: „Alle Mitarbeiter halten derzeit alle Angebote ehrenamtlich am Laufen. Das verdient Hochachtung.“ Perspektivisch sei geplant, einige feste Jobs zu schaffen. „Aber klar muss sein, dass wir nicht jeden übernehmen können.“

Von Jörg Wolf

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