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Archäologen holen Altenburger Zwingermauer ans Tageslicht

Ausgrabungen Archäologen holen Altenburger Zwingermauer ans Tageslicht

Das wehrhafte Altenburg kommt wieder ans Tageslicht. Archäologen legen im Johannisgraben derzeit Reste der Zwingermauer frei. Noch bis Ende August laufen die Arbeiten. Möglich wird das durch die umfangreiche Sanierung der Straße.

Ausgrabungsleiter Volker Neubeck legt im Johannisgraben Geschichte frei.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Die Großbaustelle im Altenburger Johannisgraben lässt die Herzen der Archäologen höher schlagen: Die Bagger legten ein wichtiges Puzzlestück der Altenburger Stadtgeschichte frei. „Wir sind auf Reste der Zwingermauer gestoßen und können diese nun in ihrem vollen Verlauf entlang des Johannisgrabens nachweisen“, berichtet Dr. Ines Spazier vom Thüringer Landesamt für Archäologie und Denkmalpflege. „Wir wissen insofern jetzt sowohl im Westen als auch im Süden des historischen Zentrums, wo sich die Zwingermauer exakt erstreckte.“ Zwar gebe es historische Karten, doch die seien mit einem Maßstab von 1:25 000 zu ungenau, erklärt die Gebietsreferentin für archäologische Denkmalpflege.

Noch bis Ende August sollen die Ausgrabungen andauern. Freigelegt werden vor allem Bruchsteine aus dem Fundament des knapp einen Meter breiten Bauwerks – mehr ist von der Mauer nicht mehr übrig, nachdem sie im Übergang vom 18. zum 19. Jahrhundert abgerissen worden sei. „Auch eimerweise Keramik haben wir geborgen. Schönes Steinzeug, teilweise komplette Gefäße“, schwärmt Ines Spazier. „Die Fundstücke werden nun gewaschen und inventarisiert, dann können wir auch das Alter bestimmen.“

Die Altenburger Zwingermauer entstand, als der Graben hinter der Stadtmauer im Spätmittelalter eingeebnet und eine alternative Schutzbarriere benötigt wurde. Ein Teil verläuft unterhalb der heutigen Häuserfront im Johannisgraben, ein Teil ist komplett unverbaut. „Mit dieser Mauer haben wir ein spannendes Stück der wechselvollen Geschichte der Altenburger Stadtbefestigung freigelegt.“ Im Altenburger Hauskalender für 2019, kündigt Ines Spazier an, sollen Ergebnisse und Erkenntnisse der aktuellen Ausgrabungen veröffentlicht werden. Im Exemplar für 2018 werde aber zunächst der Bereich Teichstraße 4 bis 7 die Hauptrolle spielen.

Von Kay Würker

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